26.6.26 – Ankunft in Passau – 8.00h
Wetter: 32 Grad, sonnig
Jetzt ist er da, der Tag des Abschieds. Ein letztes Frühstück im Restaurant mit unseren lieb gewonnenen Freundinnen und dann gemeinsames entspanntes Warten in der Panorama-Lounge bis zum Beginn der Ausschiffung. Die Koffer wurden bereits alle um 7.00h morgens vor die Tür gestellt, versehen mit der entsprechenden Kofferbanderolen, damit das Personal das Gepäck entsprechend bereitstellen konnte. Rote Banderolen-Transfer zum Bahnhof, Gelbe Banderolen-Transfer zur Globus-Garage oder Tefra-Banderolen für Gepäckstücke, die Tefra wieder in die Heimat bringt.
Bis 9.00h mußten die Kabinen freigeräumt sein und die Schlüsselkarten an der Rezeption abgegben werden. Die Ausschiffung begann um ca. 8.45h.
Kreuzfahrtleiterin Beatrix Aretz hat alle Gäste persönlich verabschiedet und am Anleger warteten bereits die entsprechenden Transferbusse. Zuerst wurden die Gäste zur Globus-Garage gebracht, dann fuhr ein weiterer Transferbus zum Bahnhof.
Wir hatten noch genügend Zeit, da unser Zug in Passau erst gegen 11.30h abfuhr. Dieses Mal benutzten wir am Bahnhof Wels den Lift und nicht mehr die Rolltreppe – ja, wir hatten ja schon Lehrgeld bezahlt – und warteten dort ca. 1 Std. auf unseren Zug nach Salzburg. Er traf auch planmäßig am Bahnhof ein, allerdings war er so rappelvoll, daß wir keine Chance hatten, unsere reservierten Plätze zu erreichen. Wir schafften es gerade noch zur Tür hinein. Also zogen wir auch hier die Lehre daraus, wer bei der Österr. Bundesbahn ein Sparticket bucht, kauft einen Stehplatz
.
Das war jetzt nicht so schlimm, denn umfallen konnte man ja nicht. In Salzburg nahmen wir uns dann ein Taxi und kamen wieder wohlbehalten zu Hause an.
Das war es nun, von unserer Donau-Reise. Was soll ich noch sagen, ich habe versucht, euch alle meine/unsere Eindrücke der Reise in Bildern und Worten darzustellen. Besser kann ich es nicht. Wer noch Fragen hat, die beantworte ich natürlich gerne.
Für uns war es eine TRAUMREISE!
Die Donau, ein wundervoller Fluß, so vielseitig und interessant, aber auch so herrlich beruhigend und entschleunigend. Ich kann jedem nur empfehlen, die Reise ganz oben auf seine To-Do-Liste zu setzen, ihr macht nichts falsch damit.
Wir haben so viel gesehen, so viele Ländern kennengelernt und wieder ein bisschen mehr über Land und Leute erfahren. Es macht einen großen Unterschied, ob man die Länder nur von der Landkarte her kennt, oder auch persönlich dort war. Viele Ressentiments lassen sich durch einen Besuch dieser Länder relativieren. Der Balkan hat eine lange, und leider auch sehr leidvolle Geschichte, aber die Menschen sind hier und dort gastfreundlich und liebenswert, und freuen sich, wenn man sich für sie interessiert. Die Landschaft ist ungewohnt, anders als bei uns, aber nicht weniger schön.
Fazit:
Auf dieser Reise befuhren wir 7 Länder und 17 Häfen über eine Gesamtstrecke von 4.335 Flußkilometern.
Wir passierten die nachstehenden Schleusen:
Deutschland: Jochenstein
Österreich: Aschbach, Ottensheim, Abwinden, Wallsee, Ybbs-Persenbeug, Melk, Altenwörth, Greifenstein, Freudenau
Slowakei: Gabcikovo
Serbien/Rumänien: Derdap 1 und Derdap 2
Das Schiff, die MS ADORA
Das Schiff ist in sehr gutem Zustand, es ist geschmackvoll eingerichtet und die Kabinen auf dem Saturn- und Oriondeck sind ausreichend groß mit franz. Balkon. Die Kabinen im Neptundeck verfügen nur über ein Fenster, welches aber nicht zu öffnen ist.
Das Personal war stets freundlich, liebenswert und aufmerksam. Die Kabine war immer bestens aufgeräumt und gereinigt.
Der Service in der Bar und im Restaurant war nie zu bemängeln, es passte immer.
Da Essen war hervorragend. Es gab jeden Tag ausreichend davon. Die Menüs waren abwechslungsreich, Fisch und Fleisch immer auf den Punkt gegart.
Von 14.00h bis 17.00h gab es täglich Kaffee, Tee, Kuchen und Sandwiches in der Panorama-Lounge.
Die Ausflüge waren immer sehr gut organisiert und fanden mit den auf den Zimmern befindlichen Audiogeräten statt. Für die in Belgard gekürzten Ausflüge gab es eine Kulanzlösung von Phoenix. Nach Rücksprache mit Bonn konnte die Kreuzfahrtleiterin verkünden, daß es für den ursprünglich länger geplanten Ausflug eine Reduzierung von € 15,- gab und selbst wir bekamen für die Panoramafahrt einen Nachlass von € 5,-.
Für die Unannehmlichkeiten durch die serbischen Behörden konnte ja Phoenix nichts und auch für das Niedrigwasser war Phoenix nicht zuständig. Trotzdem konnte ich beobachten, daß es einige verbale Ausschreitungen von zwei, drei älteren Herrschaften gegenüber der Kreuzfahrtleiterin gab, die aber sehr souverän darauf reagierte.
Noch was zum Schmunzeln. Gegenüber der Rezeption waren auf einem Tisch 4 Gläser mit Haribo-Zeugs aufgebaut, die auch täglich befüllt wurden. Lt. Hoteldirektor wurden auf dieser Reise 35 kg verspeist, ein neuer Rekord!
Noch was zur Reisezeit. Als wir in Passau abfuhren, war es noch relativ kühl und regnerisch. Es wurde dann aber täglich wärmer. In den Sommermonaten Juli und August kann es dann richtig heiß werden (Ausnahmen hatten wir dieses Mal aber auch schon früher). Wer also die Sonne und Hitze nicht so gut verträgt, sollte vielleicht im Frühjahr oder im Herbst diese Reise machen.
Noch ein kurzer Satz zu den Nebenkosten (Getränken) am Schiff. Wir haben für 15 Tage zu Zweit ca. € 380,- verbraucht, das sind pro Person und Tag keine € 13,-. Jetzt sind wir beide nicht die großen Trinker was Alkoholisches anbelangt, aber Wasser brauchten wir genug und Cappuccino, Bierchen, Aperol Spritz und Lillet Wild Berry waren auch dabei. Man kann also echt nicht meckern, was die Nebenkosten angeht.
Zum Abschluß noch ein paar Essensbilder und Bilder vom Schiff, viele habe ich leider nicht gemacht.
Danke, daß ihr alle so fleißig meinen Bericht verfolgt habt, ich hoffe, es hat euch gefallen.
Bis zum nächsten Mal, Brigitte 