Liebe Mitreisende, ich bin euch ja noch ein Fazit unserer Flusskreuzfahrt schuldig.
Hier also mein uneingeschränkt positives Fazit: 
Die Route:
Wir haben auf unserer Fahrstrecke insgesamt 798 km zurückgelegt.
Köln-Andernach 97 km, Andernach-Brauchbach 12 km, Braubach-Rüdesheim 54 km, Rüdesheim-Frankfurt 65 km, Frankfurt-Miltenberg 53 km, Miltenberg-Wertheim 38 km, Wertheim-Würzburg 95 km, Würzburg-Bamberg 141 km, Bamberg-Nürnberg 64 km, Nürnberg-Kehlheim-Regensburg 134 km, Regensburg-Straubing 45 km.
Wieviele Schleusen wir passiert haben, weiß ich nicht mehr genau, es waren aber über 50.
Uns hat die Route total überzeugt, es war eine Mischung aus wunderbarer Landschaft, schönen kleineren und größeren Städten, zauberhafter Natur und das alles bei bestem Wetter! uschisiggi du kriegst als Wettergöttin Konkurrenz, ich hatte bisher auch auf allen Reisen immer großes Wetterglück. 
Die Liegezeiten waren für uns jeweils ausreichend, um zumindest einen ersten Eindruck der Orte zu bekommen.
Crew / Reiseleitung / Organisation:
Die Crew war spitze und das ausnahmslos in allen Bereichen. Hut ab vor dem Kapitän und seiner Mannschaft. Sie hatten ordentlich was zu tun, bei den vielen Schleusen. Am Main und dann bis Straubing musste das Sonnendeck sehr oft auf- und abgebaut werden, da wir extrem viele niedrige Brücken passiert haben.
Unser Kabinenstewart hat unsere Kabine täglich picco bello sauber gehalten.
Das Personal im Restaurant und in der Panorama-Lounge war sehr zuvorkommend und aufmerksam. Bereits am zweiten Tag wussten sie unsere Getränkewünsche und die Kabinennummer auswendig.
Kreuzfahrtleiter Manuel hat uns extrem gut mit Informationen während der Strecke informiert und uns viel Interessantes vermittelt. Jeden Tag lagen bereits die Informationen für den nächsten Landgang auf der Kabine und im Rezeptionsbereich lag weiteres Infomaterial auf (Stadtpläne und Übersicht über die jeweiligen Sehenswürdigkeiten).
Die Ausflüge waren sehr gut organisiert, wobei ich das aber nicht selber beurteilen kann, sondern hier das Feedback unserer Tischnachbarn wiedergebe. An besonders heißen Tagen standen bei Rückkehr an der Rezeption bereits kühle Getränke bereit und es wurden kleine Handtücher zum Abkühlen gereicht.
Interessant mit anzusehen war auch, wenn das Schiff wieder mit Getränken und Lebensmitteln versorgt wurde. Das passierte in der Regel so alle 3 Tage. Da war die gesamte Crew eingeteilt und die Armen mussten kistenweise Obst/Gemüse usw. bis in die Kühlhäuser schleppen.
Die Aus- und Einschiffung verlief total zügig und unkompliziert.
Das Essen:
Verhungern und verdursten musste hier wirklich keiner!
Alles war extrem gut und für das Auge sehr schön angerichtet. Zum Frühstück gab es Buffet, Mittag- und Abendessen wählte man am Morgen aus. Es gab jeweils 4 Gänge (beim Gala-Dinner war es noch einer mehr), wobei beim Hauptgang entweder Fisch/Fleisch oder Vegetarisch angeboten wurde.
Frühstück war von 7.00 bis 9.30 Uhr möglich, weiters gab es ein kleines Frühstück mit Kaffee/Tee und Gebäck für Früh- bzw. Spätaufsteher in der Panorama-Lounge.
Mittagessen war meistens zwischen 12.30 Uhr und 13.00 Uhr. Das Abendessen fand großteils zwischen 18.00 Uhr und 18.30 Uhr statt. Das hing immer von der An- und Ablegezeit des Schiffes ab.
Nachmittags gab es täglich von 14.00 bis 17.00 Uhr Kaffee/Tee und Kuchen sowie Sandwiches. Auch einen Bayerischen Frühschoppen mit Weißwurst, Kassler und Sauerkraut, Brezen sowie Freibier gab es einmal.
Ab 22.00 Uhr ging dann nochmals eine Runde Häppchen durch die Panorama-Lounge.
Also ein großes Lob an den Küchenchef und seine Mannschaft, die hatten fast Tag und Nacht zu tun!
Unterhaltung:
Bordmusiker Attila hat gut und dezent in der Panorama-Lounge aufgespielt.
Höhepunkte waren die drei Gastauftritte von „Frank von der Spree“, die sind bei den Gästen wirklich gut angekommen. Es gab auch einmal einen Bingo-Abend und ein Musik-Quiz, wir haben aber nicht daran teilgenommen, da wir manch laue Sommerabende lieber auf dem Sonnendeck verbracht haben.
Das Schiff, die Rhein Prinzessin:
Ja, sie ist eine ältere, charmante Lady, der man an manchen Ecken das Alter auch ansieht, aber sie ist immer noch extrem gut in Schuss gehalten. Ab und zu kracht es dort und da ein bisschen, ansonsten war es aber sehr ruhig auf unserer Kabine. Die Kabine brauche ich nicht mehr näher zu beschreiben, Queentchen hat das ja auf ihrem Erkundungstripp im Mai schon getan. Das Bad verfügte über eine überraschend große Dusche mit Glastür und es wurde immer alles feinstens geputzt und aufgeräumt. Die Betten ließen wir der Einfachheit halber auch tagsüber aufgeklappt. Die Matratzen waren sehr gut. Wir waren zwar nicht viel auf der Kabine, aber dann und mal für ein kurzes Nickerchen am Nachmittag war es ganz praktisch.
Alle „Defizite, die die Rhein Prinzessin wahrscheinlich gegenüber den neueren Schiffen hat, wurden durch die Freundlichkeit und den Service an Bord wieder ausgeglichen.
Wir würden sie auf jeden Fall wieder buchen!
So, das war sie nun, unsere erste Flusskreuzfahrt. Würden wir wieder eine machen?
Auf jeden Fall! Uns hat diese Art des Reisens extrem gut gefallen. Es war so herrlich entschleunigend und stressfrei.
Ach ja, noch ein kleiner Hinweis zur Gästestruktur. Ja, es waren großteils ältere Herrschaften unterwegs, einige auch schon mit Rollator, aber auch sie kamen hoch zum Sonnendeck und wieder heil hinunter. Die Crew war hier sehr behilflich. Es gab aber auch jüngere Gäste, allerdings waren keine Kinder an Bord. Empfehlen kann ich Flusskreuzfahrt allen, die sich noch selber unterhalten können und nicht täglich eine Bespaßung brauchen. Man lernt immer nette Menschen kennen, mit denen es sich zu plaudern lohnt und ansonsten genießt man einfach nur die Ruhe und Entspannung.
Danke, daß ihr mich so zahlreich begleitet habt, bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt, „Leinen los“.
Und zum Abschluss noch mein Lieblingsplätzchen, das ich so gerne genutzt habe, weil ich ja keine Balkonkabine hatte. 