Beiträge von klassikfan

    8. Tag, 26.3.25/ La Valletta

    Heute fahren wir nach Valletta. Nach einer gut halbstündigen Fahrt starten wir unseren Rundgang südlich von Valletta in Cottonera. Hier liegen die historischen Festungsstädte Vittoriosa, Cospicua und Senglea, die gemeinsam als Cottonera oder "die drei Städte" bezeichnet werden.

    Es geht entlang des Grand Harbour in die engen alten Gassen der Stadt. Hier gibt es keine Hotels, es wohnen nur Einheimische hier.

    Es regnet schon wieder leichtX(

    Die Gassen werden schon für die Karfreitagsprozession vorbereitet.

    Die Gassen sind wirklich zauberhaft schön und alles ist sehr sauber.

    Weiter geht die Fahrt in das Fischerdorf Marsaxlokk. Der Name setzt sich aus dem arabischen Wort Marsa für Hafen und dem maltesischen Wort Xlokk, dem Südwind, zusammen. Der Ort ist bekannt für seine malerischen Fischerboote und einer schönen Promenade zum Flanieren. Es gibt ausgezeichnete Fischlokale und einen netten Markt, wo den Touristen einiges zum Kauf geboten wird.

    Wie wäre dieser Ort bei Sonnenschein gewesen? Wahrscheinlich kitschig schön.

    Nicht desto trotz war es ein sehr schöner Tag für uns. Wir fuhren dann nach Mellieha zum Maritim Antonine Hotel & Spa, wo wir eigentlich auch schon die gestrige Nacht hätten verbringen sollen. Durch einen Buchungsfehler des Hotels mußten wir aber die erste Nacht auf Malta in einem anderen Hotel verbringen. Als Wiedergutmachung bekamen wir für die nächste 3 Nächte ein Upgrade auf ein Superiorzimmer sowie zum Abendessen gratis Wein und Wasser. Also alles gut für uns!

    Das war er, unser erster Tag auf Malta. Morgen geht es dann weiter, wir besuchen Valletta.

    7. Tag, 25.3.25/Südliches Malta-Blaue Grotte

    Verglichen mit Sizilien ist Malta mit nur 316 Quadratkilometern wirklich klein und hat dadurch eine sehr hohe Bevölkerungsdichte bei ca. 520.000 Einwohnern, wobei sich der Großteil der Einwohner auf die Großstadtregion Valletta konzentriert. Die Insel verfügt über keine Autobahn. Die Insel ist zwar gut erschlossen, aber man braucht doch recht lange von A nach B. Gefühlt befindet sich alle paar hundert Meter ein Kreisverkehr und man hat permanent das Gefühl, ständig zu kreiseln und orientierungslos zu sein. Nach ein paar Kreisverkehren wußte ich nie, in welche Richtung wir eigentlich fahren. Na Gott sei Dank wurden wir ja chauffiert. Unser Bus wurde bestaunt wie ein Weltwunder, denn ein deutscher Bus auf Malta, wo ja Linksverkehr herrscht, war ein absoluter Exot.

    Die Landessprachen auf Malta sind Englisch und Maltesi, ein Gemisch aus Arabisch, Englisch und Italienisch. Die Ortsnamen sind großteils arabischen Ursprungs. Ein Wahrzeichen der Republik Malta ist das Malteserkreuz, zurückgehend auf den Johanniterorden, der seit 1530 die Insel prägte.

    Für unseren 1. Tag auf Malta war ein Besuch der Blauen Grotte, ein Fels- und Höhlenkomplex, der in unterschiedlichen Farben leuchtet, geplant. Unser Tourguide auf Malta hieß Joseph. Er sollte uns die nächsten 3 Tage auf Malta begleiten. Wir fuhren quer über die Insel Richtung Südosten zu einem schönen Aussichtspunkt, wobei sich das mit der Aussicht so darstellte,

    Wir hatten leider kein gutes Wetter, immer wieder zogen Regenschauer durch. Wir fuhren dann zur Blauen Grotte, die allerdings an diesem Tag nicht befahren wurde, weil der Wellengang zu stark war - ein Totalausfall für uns||

    Aber was soll's, es gibt Schlimmeres im Leben. Ein paar Bilder von unserem kleinen Rundgang habe ich aber.

    Rezept für das Nationalgericht auf Malta

    Wir spazierten dann noch durch einen Park mit wunderschönen Mammutbäumen.

    Am späteren Nachmittag fuhren wir weiter nach Avola, wo wir eine Weinverkostung hatten. Außerdem konnten Mandeln in süßer und gesalzener Variante verkostet werden. Sie waren ganz köstlich. Im Ort gibt es auch ein Mandelmuseum.

    Unsere Fähre nach Malta ging erst um 21.30h. So hatten wir genügend Zeit, bevor wir nach Pozzallo fuhren, wo dann die Fähre nach Valletta ablegte. Die Fahrzeit betrug knapp 2 Stunden. Das Meer war etwas stürmisch und man konnte hören, daß Einigen die Überfahrt gar nicht gut bekommen ist. Die Crew hatte eifrig mit dem Verteilen von Spucktüten zu tun.

    Spät nachts ging es dann quer über die Insel zu unserem Hotel Riviera Spa Ressort. Der Check-in verlief sehr zügig und jeder war froh, endlich ins Bett zu kommen. Da es schon zu spät für ein Abendessen war, wartete für Jeden ein schöner Imbissteller im Zimmer.

    Das war dann der Blick am nächsten Morgen vom Zimmer.

    Und ein Hotelneubau

    6. Tag, 24.3.25/ Syrakus-Avola-Fährüberfahrt nach Malta

    In der Nacht gab es heftige Niederschläge, es regnet und regnet und regnet. Auch am Morgen ging nochmals ein Gewitter nieder. Wir verabschiedeten uns vom Hotel Olimpo, wo wir wirklich sehr freundlich umsorgt und verköstigt wurden. Die letzte Fahrt mit dem Schrägaufzug habe ich natürlich ganz besonders genossen:D.

    Der Bus brachte uns nach Syrakus, wo wir den Großteil des Tages verbrachten, bevor wir am Abend mit der Fähre nach Malta übersetzten.

    Unsere Tourguide Frankie erwartete uns bereits. Wir kamen verspätet in Syrakus an, aber zum Verkehr auf Sizilien schreibe ich im Fazit noch ein paar Worte.

    Wir starteten in Syrakus mit einem Rundgang durch den Archäologischen Park, dem Parco Archeologico della Neapolis.

    Syrakus war in hellenistischer Zeit über mehrere Jahrhunderte eine der mächtigsten Städte Siziliens und die wichtigste und reichste Stadt des Okzidents außerhalb Griechenlands.

    Der Park wurde 1952 gegründet, um die wichtigsten Denkmäler des antiken Griechischen Viertels Neapolis zu schützen und zugänglich zu machen. Der Eintritt beträgt normalerweise € 14,00, derzeit allerdings € 3,00 mehr, weil sich noch bis Ende Oktober eine große Open- Air-Skulpturenausstellung des polnischen Bildhauers Igor Mitoraj im Park befindet.

    Und jetzt lasse ich nur noch die Bilder sprechen.


    Fortsetzung des 5. Tages in Taormina - wir besichtigten eine Zitronen- und Orangenplantage.

    Die freundliche Besitzerin bewirtete uns mit einem vorzüglichen Imbiss. Wir durften auch einen köstlichen Pistazienlikör, einen Limoncello und herrlich feine Zitronenkekse verkosten. Herz was willst du mehr.

    4x im Jahr können die Früchte geerntet werden. Der Preis für 1 kg Bio-Mandarinen für den Erzeuger beträgt € 0,80 und zum Teil noch weniger. So habe man jetzt auch Avocados im Sortiment, denn die brächten mit € 2,00 pro Kilo mehr Ertrag.

    Wieder hatten wir einen fantastischen Tag. Heute Abend hieß es noch Koffer packen, denn morgen ging es ja weiter nach Malta.

    5. Tag, 23.3.25/ Taormina und Besuch einer Zitronen- und Orangenplantage

    Heute lernen wir die hübsche Stadt Taormina kennen, die über viele kleine Gassen mit Geschäften und Cafes verfügt. Aufgrund der malerischen Landschaft, des milden Klimas und zahlreicher historischer Sehenswürdigkeiten war Taormina schon im 19. u. 20. Jhd. ein wichtiges Tourismuszentrum von Sizilien.

    Der ursprüngliche Ortskern wurde auf einer Terrasse des Monte Tauri, etwa 200 m über dem Meer, errichtet. Da die Altstadt verkehrsberuhigt ist, müssen wir am Parkplatz in einen kleineren Shuttlebus umsteigen, der uns ins Zentrum hoch fährt.

    Wir schlendern durch dieses Tor und machen uns auf den Weg zum antiken Theater. Und plötzlich, entgegen aller Wetterprognosen, hat uns ein ordentlicher Regenschauer erwischt. Ein Souveniergeschäft in der Nähe wurde schlagartig gestürmt und hat mit dem Verkauf von Regenschirmen und Regenponchos das Geschäft des Tages gemacht:D.

    Antikes Theater

    4. Tag, 22.3.25/Ätna

    Der Ätna, rund 3400 m hoch, der höchste Vulkan Europas, ein Muss für jeden Sizilienurlauber, so sah es das Reiseprogramm heute vor.

    Um 9.00h starteten wir los. Heute und die nächsten zwei Tage begleitet uns Reiseleiter Frankie, ein Sizilianer aus Catania, der aber lange Zeit in Stuttgart gelebt hat. Frankie erklärt uns, die Sizilianer lieben ihren Ätna. Von ihnen wird er auch Mama Ätna genannt. Die Fahrt führt bergauf durch mehrere typische Dörfer. Zwischendurch hielten wir dann für einen Fotostop und da war er, der rauchende Ätna.

    Auf 1900 m angekommen, befindet sich das Besucherzentrum.

    Es war schon ordentlich frisch und windig hier oben. Aber Gott sei Dank schien die Sonne. Unten waren nämlich starke Wolken und wir befürchtetet schon, oben im tiefsten Grau zu versinken. Was hatten wir für ein Glück. Laut Frankie ist die beste Zeit, um auf den Ätna zu fahren, nur vormittags, denn am Nachmittag fallen immer dichte Wolken ein.

    Vom Besucherzentrum hat man dann die Möglichkeit, mit der Seilbahn auf 2500 m zu fahren und von dort nochmals mit dem Schneemobil (es war ja noch Winter) zum Gipfel. Kostenpunkt Seilbahn ca. € 50,00 und ganz hinauf nochmals gut € 40,00, also fast € 100,00. Ein paar aus der Gruppe haben es gemacht und fanden es ein unvergessliches Erlebnis, aber es war richtig kalt auf über 3000 m Höhe.

    Wer nicht weiter fuhr, konnte sich vor Ort in ein Restsaurant sitzen oder einen kleinen Rundgang machen, oder so wie wir, die Silvestri Krater umrunden.

    Es boten sich fantastische Ausblicke auf diese bizarr anmutende Landschaft.

    Den Abschluss dieses tollen Ausflugs bildete dann noch eine Wein- und Antipastiverkostung im Ort Zafferana Etnea, durch den wir schon am Vormittag zum Anstieg auf den Ätna gefahren sind. Habe gerade festgestellt, daß ich überhaupt keine Fotos davon gemacht habe, ich Dödel. War wahrscheinlich dem guten Wein geschuldet:S. Es war alles sehr lecker.

    Gut gelaunt fuhren wir am späteren Nachmittag wieder zum Hotel und ließen den Tag fröhlich ausklingen, ihr wisst schon, die Fahrt mit dem Schrägaufzug ...:D

    Morgen gibt es dann wieder ein Highlight, wir besuchen einen ganz bekannten Ort. Sehr begehrt bei den Touristen, laut Frankie vergleichbar mit so mondänen Orten wie St. Tropez, Monaco, Nizza, Kitzbühel usw. ...

    Über den Hügeln von Palermo liegt die Stadt Monreale. Bekannt ist sie für ihre Kathedrale, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Berühmt ist die Kathedrale für ihre byzantinischen Mosaike mit einer Fläche von über 6.000 qm und einem wunderschönen Kreuzgang.

    Leider kann ich euch keine Innenaufnahmen zeigen, aber ihr könnt ja im Web alles nachlesen und anschauen.

    Die Kathedrale hat mich sehr beeindruckt und man sollte sie auf jeden Fall besichtigen.

    Hier noch ein paar Bilder aus Monreale.

    Blick von Monreale auf die Stadt Palermo.

    Wow, dieser Tag war wirklich erlebnisreich. Mittlerweile ist es schon 15.30h und wir müssen ja noch eine weite Strecke zu unserem nächsten Hotel zurücklegen. Wir fahren nach Letojanni in unmittelbarer Nähe der Stadt Taormina. Die Fahrt geht quer über die Insel und zeigt uns die unglaublich schöne Landschaft der Insel in voller Pracht. Grün, grün, wohin das Auge reicht. Orangen-, Zitronen-, Olivenbäume, gelber Ginster, ein Farbenspiel der Extraklasse.

    Gegen Abend erreichen wir unser Hotel Olimpo Le Terrazze. Spektakulär am Hang gelegen. Hier bleiben wir die nächsten 3 Nächte.

    Blick von unserer Terrasse.

    Unter der Autobahn liegt der Ort. Um zum Hotel zu kommen, muß man vom Parkplatz durch einen ca. 150 m langen Tunnel zum Lift gehen. Man kommt dann auf eine Ebene, wo die Rezeption liegt. Von dort fährt man dann im Freien mit einem gläsernen Schrägaufzug zur jeweiligen Zimmeretage. Ein Abenteuer für alle, die so wie ich unter Höhenangst leiden. Auch recht zeitaufwendig, weil der Lift ja nie kommt, wenn man ihn braucht. Aber es ist alles zu schaffen und wir haben ja Urlaub. Abends gab es ein sehr schönes Buffet, es gab nichts zu meckern. Nach diesem schönen, abwechslungsreichen Tag fielen wir glücklich und erschöpft ins Bett.

    Das war es für heute, morgen geht es dann weiter, wir besuchen den Ätna, ihr dürft euch schon freuen!