Honfleur/Frankreich
(24.10.2021), sonnig mit Wolken, 18 Grad
Die
Hafenstadt im Departement Calvados in der Normandie erreichten wir
gegen 07.45 Uhr. Honfleur liegt am südlichen Ufer der Mündung der
Seine in den Ärmelkanal. Das Kreuzfahrtterminal befindet sich in
Sichtweite der Pont de Normandie, einer Schrägseilbrücke, die die
Seinemündung überquert und Honfleur mit Le Havre verbindet.
Bei
unseren bisher drei Anläufen in Le Havre hatten wir alle Städte, in
die heute Ausflüge angeboten wurden, bereits besucht (Deauville,
Rouen und natürlich Honfleur selbst). Deshalb wollten wir uns
Honfleur noch einmal auf eigene Faust ansehen.
Nach
dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Das Zentrum des
Städtchens war nach 25 Minuten Fußmarsch erreicht. Wir schlenderten
kreuz und quer durch den Ort, wo sich heute am Sonntag auch viele
einheimische Ausflügler tummelten.
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Um
13.00 Uhr waren wir zurück an Bord; gerade noch rechtzeitig, um eine
Kleinigkeit im Palmgarten zu uns zu nehmen.
Als
wir gerade am Terminal ankamen, näherte sich ein Taxi. Ein Paar
stieg aus, zahlte und strebte ebenfalls dem Terminalgebäude zu. Das
Taxi fuhr wieder weg, als der Dame auffiel, dass sie ihren Rucksack
im Taxi liegen gelassen hatte. Die Aufregung war groß, enthielt der
Rucksack doch Ausweis, Bord- und Bankkarte. Wie wir auf Nachfrage am
nächsten Tag erfuhren, hat sie den Rucksack samt kompletten Inhalt
wieder bekommen. Alles gut gegangen!
Den
Nachmittag verbrachten wir bei bestem Wetter auf dem Sonnendeck. Nach
dem Ablegen um 16.15 Uhr hörte ich mir in der Lounge einen Vortrag
des Lektors mit dem Thema „Der Kreuzfahrttourismus – Geschichte,
Gegenwart und Zukunft“ an. Interessant, aber gerade zur Zukunft
hatte ich mir erwartet.
Das
Abendessen stand unter dem Motto „French Dinner“. Was es da an
französischen Spezialitäten gab, ist mir leider nicht mehr in
Erinnerung. Später fand man uns wieder in der Weinstube.
Boulogne-sur-Mer/Frankreich
(23.10.2021), leicht bewölkt, 12 Grad
Lt.
Bordreiseleitung entsprach der angebotene und von uns auch gebuchte
Ausflug „Stadtrundgang Boulogne-sur-Mer“ bei weitem nicht dem
Preis-/Leistungsverhältnis, deshalb habe man ihn aus dem Programm
genommen und als neuen Ausflug „Küstenstadt Calais“ aufgenommen.
Weil dieser erst nachmittags stattfand, hatten wir am Vormittag
Gelegenheit, Boulogne-sur-Mer auf eigene Faust zu erkunden.
Weil
der Liegeplatz der MS Hamburg etwa 4 km vom Stadtzentrum entfernt
war, wurde ein Shuttle-Service bereit gestellt. Die Busse fuhren alle
halbe Stunde zur Stadt und zurück. Es war im übrigen auch nicht
gestattet, sich zu Fuß zum Hafenausgang zu begeben. Der Ausgang
befand sich heute auf Deck 5, die Gangway war dementsprechend lang
und steil.
Zwischen
12.00 und 14.00 Uhr war Mittagspause für die Shuttle-Busse; also
mussten wir den Bus um 12.00 Uhr zum Schiff nehmen, weil der Ausflug
nach Calais um 13.45 Uhr begann. Insofern war unserem Rundgang durch
die 40.000 Einwohner zählende Gemeinde enge Grenzen gesetzt.
Trotzdem konnten wir uns einen ersten Eindruck verschaffen.
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Das
Mittagessen bestand heute aus den Resten der Lunch-Box vom Vortag.
Danach ging es zum Ausflug.
Nach
rund einstündiger Fahrt kamen wir in Calais an. Es folgte ein
Rundgang durch das Stadtzentrum, wobei wir u.a. den Turm von Guet,
einen Wachturm aus dem 13. Jahrhundert, der den ältesten Teil der
Stadt markiert, sahen. Dort steht eine Statue von Charles de Gaulle
und seiner Gattin Yvonne.
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Bevor
wir bei der Rückkehr wieder in den Hafen fahren durften, wurden alle
Gäste durch Abgleich einer Liste mit den
Personalausweisen/Reisepässen kontrolliert. Es hieß, damit solle
verhindert werden, dass sich Fremde an Bord schmuggelten. In Calais
halten sich immer noch viele Flüchtlinge auf, die u.a. nach England
wollen.
Heute
Abend hätten wir der Talkshow mit Saskia Valencia beiwohnen können;
uns zog es aber wieder in Weinstube.
Rotterdam/Niederlande
(22.10.2021), wolkig, windig, 12 Grad
Auch
heute war wieder frühes Aufstehen angesagt, denn Treffpunkt für
unseren Ausflug „Historisches Brügge mit Kanalfahrt“ war bereits
um 07.50 Uhr. Für die beiden heutigen Ausflüge (der zweite führte
nach Gent) standen Lunchboxen zur Verfügung. Sie waren mit Sandwich,
Schnitzel, Ei, Obst, Kuchen und Mineralwasser gut bestückt.
Um
kurz nach 08.00 Uhr starteten zwei Busse Richtung Brügge. Nach etwa
2 ½ stündiger Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht. Dort erwartete
uns schon ein einheimischer Reiseleiter, der uns zunächst bei einem
Rundgang einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten zeigte.
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Anschließend bestiegen wir ein Boot zu einer etwa 50 minütigen
Kanalfahrt, bei der wir die langsam vorbeiziehenden historischen
Bauten in aller Ruhe noch einmal bestaunen konnten.
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Um 13.20 Uhr begann die Rückfahrt zur MS
Hamburg, wo wir wegen einiger Staus erst nach 16.00 Uhr ankamen, so
dass die MS Hamburg mit leichter Verspätung Rotterdam verließ.
Wir
waren heute das zweite Mal in Brügge; während es 2013 fast
durchgehend geregnet hatte, wurden wir heute davon verschont;
zeitweise kam sogar die Sonne hervor. Übrigens hatten wir im Vorfeld
ein zweiseitiges Formular zur Lokalisierung Reisender im Interesse
der öffentlichen Gesundheit erhalten, dass wir in zweifacher
Ausfertigung ausfüllten; ein Exemplar bekam die Rezeption, das
andere sollten wir mitführen. Sehen wollte es aber niemand.
Am
Abend gab es für die erste Tischzeit eine Talkshow mit der
Schauspielerin und Moderatorin Saskia Valencia; später für die
zweite Tischzeit Hits von den Beatles, präsentiert von den Boogie
Boys, der sehr guten Band an Bord. Uns zog es aber wieder in die
Weinstube.
Rotterdam/Niederlande
(21.10.2021), Regenschauer, windig, 12 Grad
Nach
einer recht bewegten Nacht machte die MS Hamburg um 08.00 Uhr in
Rotterdam unweit der Erasmusbrücke fest. Zu diesem Zeitpunkt hatten
wir bereits gefrühstückt, weil unser Ausflug „Delft und Den Haag“
um 08.15 Uhr beginnen sollte.
Mit
zwei Bussen ging es zunächst nach Delft zur Porzellanmanufaktur
„Royal Delft“. Bei einem Rundgang konnten wir zahlreiche Exponate
bestaunen.
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Anschließend
fuhren wir zu einem Hotelparkplatz, verließen den Bus und
marschierten in das Zentrum der Geburtsstadt des Malers Jan Vermeer.
Am Grote Markt bewunderten wir das Renaissance-Rathaus und die Nieuwe
Kerk. Leider wurde der bisherige Nieselregen jetzt zu einem starken
Schauer. Deshalb machten wir uns auf den Rückweg zum Bus. Schade,
wir hätten gerne mehr von Delft gesehen; vielleicht kommen wir noch
einmal wieder.
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Nächstes
Ziel war Den Haag, Regierungssitz der Niederlande und Hauptstadt der
Provinz Südholland. Unterwegs legten wir einen Fotostopp in
Scheveningen ein und überzeugten uns davon, dass ein Anlegen hier
und heute nicht möglich war.
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In
Den Haag sahen wir bei einer Stadtrundfahrt die wichtigsten
Sehenswürdigkeiten und stoppten kurz am Friedenspalast, heute u.a.
Sitz des Internationalen Gerichtshofs. Dann brachte der Bus uns
zurück zum Schiff.
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Was
bereits am Morgen als Gerücht kursierte (so hatte unsere
Kabinenstewardess Emma davon gehört) bewahrheitete sich jetzt. Per
Durchsage verkündete die Kreuzfahrtdirektorin, dass wir über Nacht
in Rotterdam bleiben werden, weil wegen des besagten Sturmtiefs auch
ein Anlauf in Oostende nicht möglich sei. Die von dort geplanten
Ausflüge fänden ab Rotterdam statt. Leinen los in Rotterdam sei
morgen um 16.00 Uhr.
Weil
sich das Wetter inzwischen gebessert hatte, verließen wir das Schiff
nach einer kleinen Stärkung und machten uns auf in die Innenstadt.
Über die Erasmusbrücke gingen wir Richtung Rathaus, streiften die
Fußgängerzone, wo es schon vorweihnachtlich geschmückt war und
besuchten die Markthalle, um einen kurzen Schauer abzuwarten. Vorbei
an den Kubushäusern gelangten wir zum Oude Haven. Hier fiel uns ein
massives Polizeiaufgebot auf; außerdem tummelten sich viele Leute in
den Außenbereichen der zahlreichen Restaurants. Des Rätsels Lösung erschloss sich uns, als wir häufig Berliner Dialekt vernahmen.
Heute spielte Union Berlin in der Conference League bei Feyenoord
Rotterdam.
Borkum (oder auch
nicht) (20.10.2021), bedeckt, leichter Regen, 14 Grad
Die
westlichste der ostfriesischen Inseln erreichten wir gegen 08.30 Uhr.
Zu dieser Zeit saßen wir beim Frühstück im Palmgarten. Dort konnte
man sich morgens und mittags am Buffet bedienen. Dabei war ein Mund-
und Nasenschutz zu tragen; außerdem waren die bereitliegenden
Handschuhe zu benutzen.
Die
MS Hamburg lag vor Borkum auf Reede. Geplant war, ab ca. 08.45 Uhr
mit dem Tendern zu beginnen, wobei zunächst die Teilnehmer der zwei
angebotenen Ausflüge an Land gebracht werden sollten; anschließend
sollten die Tender für die übrigen Gäste regelmäßig zwischen
Schiff und Insel verkehren.
Daraus
wurde jedoch nichts. Als der erste Tender mit dem Vorauskommando zu
Wasser gebracht worden war, zeigte sich, dass Wind und Wellen ein
sicheres Tendern nicht zuließen. Die Wetteraussichten versprachen
keine Besserung; im Gegenteil Sturmtief Ignatz befand sich im
Anmarsch.
Weil
besagter Ignatz den Anlauf in Scheveningen ebenfalls unmöglich
machte, entschied die Schiffsleitung stattdessen Rotterdam
anzusteuern.
Um
13.00 Uhr verließ die MS Hamburg ihre Ankerposition vor Borkum und
machte sich auf den Weg. Wir stärkten uns derweil am Mittagsbuffet
im Palmgarten.
Später
nahm der Seegang merklich zu, so dass Gaby zu ihrer ersten
Reisetablette greifen musste. Es sollte nicht die letzte sein.
Heute
morgen hatten wir auf der Kabine die Ausflugstickets vorgefunden. Es
waren zwar für alle von Bord der Amera gebuchten Ausflüge Tickets
vorhanden; merkwürdigerweise aber nur für mich. Am
Plantours-Schalter hatte man dafür keine Erklärung. Es sei zwar
möglich, für Gaby die Ausflüge nachzubuchen, zwei seien aber
bereits ausgebucht. Auf meinen Einwand, dass ich diese Ausflüge dann
stornieren würde, nahm man Rücksprache mit der Ausflugsleiterin und
Olga machte es möglich! Gaby konnte mich bei allen Ausflügen
begleiten. Weil der ursprünglich vorgesehene und von uns auch
gebuchte Ausflug in Boulogne-sur-Mer (Stadtrundgang) abgesagt worden
war, buchte ich den als Ersatz angebotenen nach Calais.
Der
Willkommens-Cocktail fand zweimal statt, entsprechend der
Tischzeiten. Kapitän, Kreuzfahrtdirektorin und Ausflugsleiterin
begrüßten die Passagiere bei einem Glas Sekt. War uns der Kapitän
schon bei seiner morgendlichen Durchsage bekannt vorgekommen,
verstärkte sich dieser Eindruck massiv, als wir ihn leibhaftig vor
uns sahen. Und der Eindruck täuschte nicht; Dimitrios Papatsatsis
war uns 2013 bei unserer ersten Reise mit einem TUI Cruises Schiff,
der alten Mein Schiff 1, schon als Kapitän begegnet.
Nach
dem Abendessen stellten sich die Künstler dieser Reise in der Lounge
vor. Wir verzichteten jedoch darauf und ließen den Tag in der
Weinstube ausklingen. Dort bedienten wir uns noch am Late Night
Snack; es gab gratinierten Käse-Toast.
Anreise und Beginn der
Kreuzfahrt (19.10.2021), bedeckt 11 Grad
Für
die Einschiffung waren Zeitfenster für die einzelnen Decks
vorgegeben. Deck 4 war zwischen 13.30 Uhr und 14.30 Uhr dran. Weil
wir mit der Bahn anreisen wollten, suchten wir uns einen Zug aus, der
gegen 12.10 Uhr in Hamburg ankommen sollte. So hätten wir noch Zeit,
vielleicht etwas zu essen und dann zum Schiff zu fahren.
Dabei
hatten wir die Rechnung aber nicht mit der Bahn gemacht. In Dortmund,
wo wir zusteigen wollten, stand bereits ein Ersatzzug, weil der aus
dem Süden kommende Zug wegen eines Defekts nicht mehr weiterfahren
konnte. Im Endeffekt kamen wir mit 50 Minuten Verspätung in Hamburg
an, so dass wir uns sofort ein Taxi zum Schiff nahmen.
Um
13.15 Uhr stiegen wir am Cruise Center Baakenhöft aus. Es befindet
sich in der östlichen Hafencity und war uns bis dahin unbekannt. Das
Terminalgebäude versprüht den Charme einer Fabrikhalle; es gibt auf
jeden Fall ansprechendere Baulichkeiten.
Die
Einschiffung war bereits im vollem Gang. Der digitale QR-Impfcode und
der Antigen-Schnelltest wurden kontrolliert, dann ging es zum
nächsten Schnelltest. Das (negative) Ergebnis lag nach rd. 15
Minuten vor. Jetzt stand unserer Reise nichts mehr im Wege. Nach dem
Einlesen der Personalausweise, dem Erhalt der Bordkarten und dem
obligatorischen Einschiffungsfoto betraten wir die MS Hamburg. Eine
freundliche Mitarbeiterin (unsere Kabinenstewardess) brachte uns zu
unserer Kabine 411. Fast zeitgleich mit uns trafen auch die Koffer
ein.
Bevor
wir die jedoch auspackten, gingen wir erst einmal in den Palmgarten,
wo es Kaffee und Kuchen und Herzhaftes gab. Dabei setzte sich ein
Herr zu uns, mit dem wir uns angeregt unterhielten. Er meinte, er
käme erst kurz vor Weihnachten wieder nach Hause, weil er bis
Argentinien mitfahre. Überhaupt waren es etliche Mitreisende, die
wesentlich länger an Bord blieben. Insgesamt waren, soweit ich das
richtig mitbekommen habe, 230 Passagiere an Bord. 400 wären es bei
voller Auslastung.
Nachdem
wir die Koffer ausgepackt und alles gut verstaut hatten, wartete die
Seenotrettungsübung auf uns. Die Passagiere versammelten sich im
Restaurant auf Deck 3; die Rettungsweste war mit zu bringen. Sie
wurde im weiteren Verlauf dann auch angelegt.
Zum
Sail-Away fanden sich viele Gäste auf dem Pooldeck ein. Es gab Sekt,
der auch reichlich nachgeschenkt wurde. Wir stießen auf eine schöne
Reise an.
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Weil
der Palmgarten wegen Corona abends nicht als (Buffet) Restaurant zur
Verfügung stand, gab es im (Bedien) Restaurant zwei Tischzeiten. Wir
hatten dabei die zweite erwischt; konnten heute Abend also erst um
20.15 Uhr speisen. Vorher hörten wir in der Lounge einen Vortrag der
Kreuzfahrtdirektorin Alexandra Cortese über das Leben an Bord,
insbesondere die geltenden Covid-Regeln. Im Anschluss informierte
Ausflugsleiterin Olga Bozhko (Olga von der Wolga) über Organisation
und Durchführung der Landausflüge. Während wir beim Abendessen
saßen, wurden diese Informationen für die Gäste der ersten
Tischzeit wiederholt.
Wir
hatten im Restaurant einen Sechser-Tisch, an dem außer uns ein
Ehepaar aus Recklinghausen saß, mit dem wir jeden Abend interessante
Gespräche führten. Im Palmgarten ließen wir den Tag ausklingen.
zunächst einmal wünsche ich allen Foris Frohe Weihnachten!
Nach längerer Abwesenheit hier im Forum, u.a. bedingt durch unsere Reisen auf der Amera, der Hamburg und der Amadea möchte ich heute meinen Bericht über unserer Reise mit der MS Hamburg beginnen. Los gehts!
Auf
die MS Hamburg aufmerksam geworden sind wir durch die Doku-Soap
„Verrückt nach Meer“. Zwar spielt die Reihe in der Regel auf
Schiffen der Phoenix Flotte; im vergangenen Jahr gab es aber einige
Folgen, die auf der Hamburg gedreht worden sind. Thema war u.a. die
Route über die großen Seen in Nordamerika. Wir waren davon so
begeistert, dass wir beschlossen, diese Tour wollen wir auch einmal
machen. Vorher wollten wir das uns unbekannte Schiff aber erst einmal
auf einer kürzeren Reise kennen lernen. Vielleicht passen wir ja gar
nicht zueinander.
Im
Katalog von Plantours war schnell eine Reise gefunden, die in Hamburg
begann und in Bilbao endete; das Ganze im Mai 2021. Nun, Corona hatte
etwas gegen unsere Pläne; die Reise wurde abgesagt.
Aber
auch für die MS Hamburg sollte es im Spätsommer wieder los gehen.
Unter den neu aufgelegten Reisen fand sich eine, die zwar nicht
haargenau der abgesagten glich, ihr aber sehr nahe kam. Unter dem
Motto „Westeuropa neu entdecken“ sollte es von Hamburg über
Borkum, Scheveningen, Oostende, Boulogne-sur-Mer, Honfleur, St. Malo,
Gijon, Ferrol und Leixoes nach Lissabon und von dort mit dem Flieger
nach Hause gehen.
Wir
buchten also auf diese Reise um, bekamen auch die gleiche Kabine
(411) und entschieden uns außerdem für das Getränkepaket Comfort.
Das Ausflugsprogramm stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Als
die Ausflüge dann buchbar waren, befanden wir uns bereits an Bord
der Amera. Wir hatten unser Reisebüro aber vorab über diesen
Umstand informiert und bekamen das Programm per Mail auf die Amera.
Von dort buchten wir die Ausflüge, die uns interessierten. Das hat
auch (fast) geklappt. Dazu später mehr.
Der
große Koffer sollte vorab mit Tefra auf die Reise nach Hamburg
gehen. Weil diese an einem Dienstag begann, wäre der Koffer bereits
am Freitag, 15.10. abgeholt worden. Zurück von der Amera kamen wir
am 13.10. abends; für die notwendigen Waschgänge wäre es also
ziemlich knapp geworden. Zum Glück gibt es bei Tefra gegen Aufpreis
einen Express Service, bei dem der Koffer einen Tag vor der Abreise,
in diesem Fall also am Montag, 18.10. abgeholt wird. Geht doch!
Gemäß
Hygiene- und Sicherheitskonzept für die MS Hamburg bekamen wir vor
Reisebeginn zwei medizinische Fragebögen zugesandt; der erste musste
mit einer Kopie des EU Covid 19 Zertifikats zurück geschickt werden,
der zweite war bei der Einschiffung abzugeben. Ab dem 29.09. können
an den Reisen der MS Hamburg nur vollständig gegen Covid 19 geimpfte
Gäste teilnehmen. Das gilt auch für Kinder.
Ferner
müssen alle Gäste bei Einschiffung einen maximal 48 Stunden alten
Corona-Schnelltest (Antigen) vorlegen. Ein weiterer Schnelltest wird
im Terminal bei allen Gästen durchgeführt.
nach längerer Abwesenheit im Forum bedingt durch unsere drei Kreuzfahrten und diverse persönliche Angelegenheiten, wenn wir gerade mal wieder daheim waren, habe ich gestern Deinen Bericht entdeckt und natürlich erst einmal abonniert. Ob ich ihn in diesem Jahr in aller Ruhe noch lesen kann, wage ich zu bezweifeln. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, oder so ähnlich.
Natürlich habe ich damit gerechnet, dass Du doch einen Reisebericht schreiben wirst, obwohl das während der Reise wohl noch nicht so klar war. Deshalb habe ich erst gar nicht angefangen, meine Eindrücke von der Azoren-Tour zu Papier zu bringen (vielleicht später mal), sondern habe mit der nächsten Reise mit der MS Hamburg begonnen. Es war in jeder Hinsicht eine interessante Erfahrung. Gaby hat z.B. von den mitgenommenen 20 Reisetabletten nur 4 wieder mit nach Hause gebracht. Den Bericht will ich über die Feiertage hier einstellen. Ich hoffe, es klappt, weil morgen schon wieder Koffer packen angesagt ist. Montag geht es auf den Fluss, genauer gesagt den Rhein. Ursprünglich sollte es bei dieser Reise in die Niederlande und nach Belgien gehen; Silvester wären wir in Amsterdam gewesen. Wegen des Lockdowns in den Niederlanden wurde natürlich umgeroutet; jetzt bleiben wir in Deutschland und sind Silvester in Frankfurt.
Zurück daheim bleiben uns noch elf Tage bis zur nächsten Reise. Dieses Mal wartet die Vasco da Gama von Nicko Cruises auf uns. Es geht ab Gran Canaria zu fünf kapverdischen Inseln. Der ebenfalls vorgesehene Anlauf in Dakar/Senegal fällt aus, weil dort noch keine Kreuzfahrtschiffe anlegen dürfen. Stattdessen fahren wir noch nach Teneriffa und La Gomera. Hoffen wir mal, dass nichts mehr dazwischen kommt.
Es war schön, euch kennen zu lernen. Vielleicht trifft man sich irgendwann auf den Weltmeeren mal wieder.
Viele Grüße an Deinen Mann!
Frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2022 wünschen euch
Ich bin gespannt, ob man davon großartig was mitbekommt.
Letztes Jahr bei unserer Reise mit der Amadea war die Traumschiff-Crew für Dreharbeiten an Bord. Es war nicht so schlimm wie befürchtet. Ich meine, wir hätten während der 5 Wochen nur zwei- oder dreimal etwas von Dreharbeiten mitbekommen.
Was unser Treffen angeht, habe ich in den aktuellen Tagesprogrammen der Amera gesehen, dass die Panorama-Lounge um 17.00 Uhr öffnet. Vielleicht öffnet sie an Seetagen aber auch früher. Ansonsten würde ich 17.00 Uhr und die goldene Mitte der 3 Seetage, also Montag, 27.09. vorschlagen. Wenn zu der Zeit etwas Interessantes im Programm ist, könnten wir ja umdisponieren. Wir werden übrigens Kabine 935 bewohnen.
Mini-Forums-Treffen ist eine gute Idee. Wann und wo? Hast du schon eine Idee?
Vielleicht an einem der drei Seetage auf dem Weg nach Lissabon? Wenn es die Amadea wäre, hätte ich schon einen Vorschlag zum Wo, nämlich die Vista Lounge auf Deck 10 im Bug, unserem absoluten Lieblingsplatz während unserer Traumreise letztes Jahr. Die Amera kennen wir aber auch noch nicht; allerdings gibt es auf ihr eine ähnliche Lounge, die Panorama Lounge. Vielleicht probieren wir die mal aus?
Und im Dezember, da sehen wir uns dann auf der Amadea.
Stimmt, wir freuen uns schon. Hoffentlich gibt es auch Weihnachtsmärkte. In unserer Umgebung haben allerdings Dortmund und Hagen schon angekündigt, dass diese stattfinden sollen.
gestern haben wir unsere Unterlagen auch erhalten; der Bus unserer Zeitung fährt um 07.45 Uhr in unserer Nachbarstadt ab. Ankunft in Bremerhaven soll gegen 16.00 Uhr sein.
Ausflüge haben wir in allen Häfen erst einmal über Phoenix gebucht. Funchal können wir uns aber auch gut individuell vorstellen; schließlich waren wir schon zweimal dort. Wisst ihr, ob ein individueller Landgang auf Madeira möglich ist?
Ich wollte eigentlich später einen Reisebericht schreiben, wenn aber einer von euch dieselbe Absicht hat, würde ich darauf verzichten, weil wir "Wahnsinnigen" eine knappe Woche nach unserer Rückkehr schon wieder auf Kreuzfahrt gehen; wir testen die MS Hamburg von Plantours.
Habt ihr evtl. schon an ein "Mini-Forums-Treffen" gedacht? Wir wären dabei!
Weiterhin viel Vorfreude, die auch bei uns langsam wächst.
Die
Donau hatten wir bisher in drei Etappen erkundet, angefangen mit
einer Weihnachtsmarkttour bis Wien, einer sommerlichen Reise bis
Budapest und einer weiteren Sommerreise bis zum Eisernen Tor. Nun
also als Abschluss die Fahrt bis zum Donaudelta. Landschaftlich sehr
reizvoll und abwechslungsreich. Die Kataraktenstrecke ist natürlich
das absolute Highlight. Da sollte man unbedingt auf dem Sonnendeck
sein, wenn das Wetter es zulässt.
Die
von uns besuchten Städte haben uns ebenfalls fasziniert. Dabei
hätten wir von Bukarest gerne mehr gesehen. Es waren bei weitem noch
nicht so viele Flusskreuzer wie vor der Pandemie unterwegs. Ab dem
Eisernen Tor Richtung Delta waren wir fast allein.
Die
Reise können wir uneingeschränkt empfehlen.
Schiff
Die
Prinzessin Isabella ist Baujahr 2001; die letzte umfangreiche Renovierung fand 2018 statt. Sie ist insgesamt, bis auf ein paar
kleine Macken, gut in Schuss. Ihre Länge beträgt 125,5 m, die
Breite 11,4 m, der Tiefgang liegt bei 1,5 m.
Auf
dem untersten Deck, dem Neptundeck befinden sich einige
Passagierkabinen mit kleinen, nicht zu öffnenden Fenstern. Darüber
ist das Saturndeck. Es verfügt im Bugbereich über Kabinen mit
Panoramafenstern (ebenfalls nicht zu öffnen). Eine halbe Treppe
höher Richtung Heck haben die Kabinen französische Balkone. Hier ist auch die Rezeption.
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Auf dem
Oriondeck haben alle Kabinen französische Balkone. Auf dem
Sonnendeck stehen den Gästen Liegestühle, Sitzgruppen und
Schattenplätze zur Verfügung. Zwei Fitnessgeräte finden sich
ebenfalls auf dem Sonnendeck. Ein Treppenlift verbindet das Orion-
mit dem Sonnendeck.
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Das
Schiff kann 170 Passagiere aufnehmen um die sich 42 Crew-Mitglieder
kümmern. Die Auslastung bei unserer Reise lag wegen Corona bei 138.
Kabinen
Die
Größe der Kabinen wird im Prospekt mit 14 qm angegeben. Auf dem
Oriondeck gibt es einige Suiten, die 21 qm groß sein sollen.
Wir
hatten zwei Kabinen auf dem Saturndeck mit französischem Balkon. Sie
verfügten über ein Doppelbett, einen Schrank, einen Hocker und eine
Art Kommode. Ein TV-Gerät und ein Safe waren ebenfalls vorhanden.
Die Klimaanlage schaltete sich bei geöffneter Balkontür aus.
Sicherlich
sind 14 qm nicht allzu viel Fläche. Andererseits verbringt man ja
meist nur die Nächte in der Kabine. Unsere sieben Sachen konnten wir
jedenfalls in Schrank und Kommode unterbringen.
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Das
Bad war sehr klein, aber auch hier konnten wir alles Notwendige
verstauen. Die Dusche verfügte über eine Schiebetür.
Verpflegung
Das
Frühstücksbuffet umfasste alles, was man auch in einem guten Hotel
bekommt. Brötchen, verschiedene Brotsorten (allerdings nicht
geschnitten), Croissants, Kuchen, Müsli, Obst, Marmeladen, Wurst,
Käse, Rührei, Lachs, Speck, Würstchen, Säfte usw. Spiegeleier
oder Omeletts bestellte man bei einem Mitarbeiter eine halbe Treppe
tiefer; das Gewünschte wurde dann an den Tisch gebracht. Wie schon
erwähnt, waren Einmalhandschuhe Fehlanzeige; auch über das
Gedrängel bei großem Andrang habe ich schon berichtet. Dazu kam
eine unglückliche Positionierung der Teller. Sie befanden sich nicht
etwa dort, wo man mit seinem Rundgang begann sondern mehr zur Mitte
hin. Das hatte zur Folge, dass man immer erst an der Schlange vorbei
und fragen musste, ob man mal eben einen Teller nehmen dürfe.
Beim
Frühstück wurden die Bestellungen für das Mittag- und Abendessen
aufgenommen. Es gab jeweils zwei Vorspeisen zur Auswahl, eine Suppe,
drei Hauptgerichte (eines davon vegetarisch) und zwei Desserts. Ein
Käseteller konnte alternativ geordert werden.
Die
Speisen waren ansprechend angerichtet und schmackhaft. Hier gab es
nichts zu meckern. Der indonesische Chefkoch verstand sein Handwerk.
Kaffee
und Kuchen wurden im Salon serviert. Dazu kann ich nichts sagen, weil
wir dort nur ein-, zweimal waren und der Kuchen mir nicht im
Gedächtnis geblieben ist.
Gegen
22.00 Uhr, manchmal auch 22.30 Uhr gab es im Salon noch einen
Gute-Nacht-Imbiss, z.B. Suppe, Frühlingsrollen, Tintenfischringe,
Hühnerbeine etc. Weil der Salon zu dieser Zeit schon recht leer war,
fanden die Snacks nicht viele Abnehmer. Wenn der Koch mit seinem
Angebot wieder verschwand, nahm er regelmäßig größere Mengen mit
zurück. Hoffentlich wurde das nicht alles weggeworfen. Vielleicht
sollte mal darüber nachgedacht werden, ob dieser Snack nicht
abgeschafft wird.
Corona
Bei
der Einschiffung wurde vor dem Betreten des Schiffs die Temperatur
gemessen, im weiteren Verlauf der Reise aber nicht mehr.
Desinfektionsspender
standen sowohl vor dem Restaurant als auch dem Salon sowie im Bereich
der Rezeption.
Eine
Maskenpflicht bestand, wenn man sich auf dem Schiff bewegte. Dies
wurde beileibe nicht immer beachtet. Insbesondere später am Abend
liefen im Salon viele Passagiere ohne Maske herum. Das Personal
machte auf dieses Versäumnis so gut wie nie aufmerksam. Als wir
einmal einen Gast darauf ansprachen, entgegnete er, er trage sie
doch; ja tatsächlich, allerdings in der Hand.
Im
Salon waren einige Tische entfernt worden; die dazu gehörenden
Sessel hatte man als Trennung zwischen zwei Sitzgruppen geschoben.
Beim Begrüßungscocktail und einigen anderen Anlässen war es
allerdings so voll, dass an Abstandsregeln nicht zu denken war.
Im
Restaurant verteilten sich die Passagiere insgesamt gut; einige
Vierertische waren nur mit zwei Personen besetzt. Trotzdem erschien
uns der Abstand zwischen einzelnen Tischen sehr gering.
In
den Ausflugsbussen galten offensichtlich die örtlichen Regeln; so
war eine Maskenpflicht nur in Bulgarien gegeben. In allen anderen
Ländern konnten wir auf die Masken verzichten; in Ungarn sogar in
den Innenräumen der von uns besichtigten Gebäude.
Die
öffentlichen Toiletten an Bord waren geschlossen.
Sonstiges
Alle
Ausflüge wurden von kompetenten, sehr gut deutsch sprechenden
Reiseleitern begleitet. Das Preis-, Leistungsverhältnis war in
Ordnung.
An
Bord galt das All inklusive Konzept; Hausweine, Bier vom Fass,
alkoholfreies Bier, Softdrinks wie Cola, Limonade, Mineralwasser
waren inklusive. Die Preise für die übrigen Getränke
bewegten sich im Rahmen; außerdem gab es einen Tagescocktail zum
Preis von 4,95 € sowie ein Tagesangebot von z.B. Himbeergeist für
2,90 €. Während einer Happy Hour vor dem Abendessen konnte man
zwei Cocktails zum Preis von einem bekommen.
Noch
ein Wort zum Thema Alleinunterhalter. Am ersten Abend hat er
uns sehr angenehm überrascht. In seinem Repertoire fanden sich viele
Stücke, die uns gefallen haben. Wer rechnet auf einem Flusskreuzer
schon mit AC/DC? Zwar gab es zwischendurch auch „Ausrutscher“,
aber trotzdem war er einer der besten Alleinunterhalter, die wir
bisher auf den Flüssen hatten. Die Lautstärke hätte er aber etwas
drosseln können; eine Unterhaltung war während seiner Vorträge
schwierig. Getanzt wurde übrigens auch.
Zusammenfassen
können wir die Prinzessin Isabella mit Einschränkungen empfehlen.
Damit meinen wir hauptsächlich die nicht konsequent umgesetzten
Corona-Regeln und die teilweise fehlende Informationspolitik seitens
der Kreuzfahrtleitung.
So, ich habe fertig. Ich danke allen, die uns auf dieser Reise begleitet haben; danke auch für die Likes. Falls noch Fragen sind, ich werde versuchen, sie zu beantworten.
Jetzt muss ich mich aber dringend mit den Unterlagen unserer Reise mit der Amera zu den Azoren beschäftigen, die heute eingetroffen sind.
Die
Koffer mussten bis 07.00 Uhr vor der Kabine stehen. Um diese Zeit
gingen wir auch zum letzten Frühstück dieser Reise.
Danach
machten wir es uns mit dem Handgepäck im Salon bequem, natürlich
nicht ohne die Kabine vorher noch einmal auf evtl. übersehene
Habseligkeiten abgesucht zu haben.
Wesenufer
erreichten wir bereits um kurz nach 08.00 Uhr, also deutlich früher
als angenommen (09.00 Uhr). Bald danach trafen drei Busse ein. Zwei
davon fuhren zur Garage, der dritte zum Bahnhof Passau, von wo die
zwei Busse nach Köln und Berlin starten würden.
Was
jetzt folgte, war ein mittleres Chaos. Es wurden zunächst die Gäste
für den Bus zum Bahnhof aufgerufen; diese identifizierten ihr
bereits vor dem Schiff aufgereihtes Gepäck, das dann im Bus verladen
wurde. Dieser Bus konnte dann auch bald abfahren.
Schwieriger
gestaltete sich die Sache bei den beiden verbliebenen Bussen. Es
sollten nämlich auch sechs Gäste mitfahren, die weder zum Bahnhof
noch zur Garage wollten; vielmehr sollten sie an einer Tankstelle
kurz vor Passau aussteigen. Sie wurden zunächst auf den Bus
verwiesen, in dem wir bereits saßen; plötzlich hieß es aber, es
würde sie doch der andere Bus mitnehmen.
Außerdem
standen noch alle Tefra-Koffer im Gelände herum, um die sich
scheinbar keiner zu kümmern schien. Ich bin dann noch einmal
ausgestiegen, weil ich sicher gehen wollte, dass diese Koffer,
darunter ja auch unsere zwei, verladen würden. Die beiden Busfahrer
wussten erst einmal von nichts; erst nach Rückfrage bei einer
Phoenix-Dame wurde mir bestätigt, dass die Koffer auch zur
Globus-Garage sollten. Im ersten Bus war aber kein Platz mehr;
irgendwie schaffte es unser Fahrer aber, das komplette Gepäck
unterzubringen. Ein paar Koffer mussten dazu in den Innenraum.
Um
ca. 09.15 Uhr ging es endlich los. Ein letzter Blick zur Isabella,
von wo einige Crew-Mitglieder zum Abschied winkten, dann machten wir
uns auf den Weg.
Weil
die Straße entlang der Donau teilweise gesperrt war, mussten wir
zunächst eine Umleitungsstrecke durch das hügelige Hinterland
fahren, um bei Engelhardszell wieder die Donau zu erreichen.
Um
11.00 Uhr kamen wir an der Globus-Garage an. Auch hier ein Gewusel,
weil jeder möglichst schnell an sein Gepäck wollte. Es waren wohl
auch schon einige Passagiere angekommen, die heute an Bord eines
Schiffes wollten; zu allem Überfluss befand sich auf dem Parkplatz
vor der Garage auch noch eine Corona-Teststation, die ebenfalls stark
frequentiert wurde.
Ich
kümmerte mich wieder um die Tefra-Koffer und war beruhigt, als diese
alle in einem Abstellraum verschwanden.
Von
der Rückfahrt gibt es nichts Aufregendes zu berichten. Wieder ohne
Staus waren wir gegen 17.00 Uhr daheim.
Krems, Weißenkirchen,
Melk (Österreich), 03.09.2021, sonnig, 26 Grad
Während
des Frühstückes meldete sich bereits die Kreuzfahrtleiterin mit
neuen Informationen. Auf den gestrigen Katastrophenabend ging sie
allerdings mit keinem Wort ein. Zunächst wies sie darauf hin, dass
wir wegen der verspäteten Abfahrt in Bratislava und des Hochwassers
verbunden mit einer schnelleren Fließgeschwindigkeit, gegen die die
Isabella anzukämpfen habe, langsamer voran kämen, so dass die
Ankunft in Krems auf 12.00 Uhr terminiert wurde (statt 09.00 Uhr).
Außerdem habe Phoenix beschlossen, wegen des Bahnstreiks zwei Busse
einzusetzen; der eine mit Ziel Köln mit zwei bis drei Haltepunkten
unterwegs, der andere mit Ziel Berlin mit Halt u.a. in Leipzig.
Kostenpunkt: 99,00 € pro Person. Interessenten sollten sich bis zum
Mittag melden.
Am
Vormittag genossen wir wieder das herrliche Wetter auf dem
Sonnendeck.
In
Krems machten wir dann auch zur geplanten Zeit fest. Hier wurden nur
die Teilnehmer des Ausflugs „Höhepunkte der Wachau“
ausgeschifft; das Schiff fuhr im Anschluss sofort weiter nach Melk.
Krems
liegt am Ein- oder Ausgang der Wachau, je nach dem, aus welcher
Richtung man kommt. Ein Bus brachte uns bis an das Zentrum der
„österreichischen Marillenhauptstadt“. Nach einem kurzen
geführten Rundgang blieb noch etwas Freizeit für einen Bummel durch
die sehenswerte Fußgängerzone. Seit dem Jahr 2000 ist Krems, das
eine der ältesten Städte Österreichs ist, UNESCO-Weltkulturerbe.
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Dann
brachte uns der Bus nach Weißenkirchen, um einen der zahlreichen
idyllischen Orte der Wachau kennen zu lernen. Weißenkirchen gilt als
eine der größten Weinanbau-Gemeinden der Wachau.
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Zum
Abschluss des Ausfluges fuhren wir nach Melk und dort direkt zum
Stift Melk. Der Besuch des barocken Stifts war sicherlich das
Highlight dieses Ausflugs. Wir besichtigten u.a. den Marmorsaal, die
Kirche und die weltberühmte Bibliothek mit ca. 100.000 literarischen
Werken und einem überwältigendem Deckengemälde. Während der
Innenbesichtigung herrschte Maskenpflicht. Fotos darf ich hier ja
nicht zeigen; wäre aber auch ohnehin nicht möglich gewesen, da in
den Innenräumen Fotografieren nicht gestattet ist.
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Kurz
vor 18.00 Uhr brachte uns der Bus dann zum Schiffsanleger, an dem die
Prinzessin Isabella bereits eingetroffen war. Bald danach ertönte
zum letzten Mal die Auslaufmelodie.
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Im
Restaurant fand ab 18.30 Uhr das Abschiedsabendessen statt. Am
Eingang erhielt jeder Gast ein Glas Sekt. Kapitän, Hotelmanager und
Kreuzfahrtleitung verabschiedeten sich von den Passagieren. Der
Hotelmanager stellte die (fast) komplette Crew vor, die mit viel
Beifall bedacht wurde. Die Mitarbeiter der Küche traten nach dem
Hauptgang vor die Anwesenden und erhielten ebenfalls verdienten
Beifall.
Es
folgte eine weitere Mitteilung der Kreuzfahrtleiterin: Wegen der
langsameren Fahrt würden wir viel zu spät in Passau ankommen. So
habe der Kapitän zusammen mit der Reederei und Phoenix entschieden,
die Ausschiffung in Wesenufer (Österreich) durchzuführen. Es
stünden Busse bereit, die zum Bahnhof und zur Globus-Garage führen.
Das
letzte Abendessen mundete uns ausgesprochen gut. Ich zeige hier
einmal das Rinderfilet und die unvermeidliche Eisbombe.
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Heute
Abend fand im Salon noch einmal ein Musik-Quiz statt; der
Höhepunkt der bisherigen merkwürdigen Quizrunden. Es galt zu
raten, aus welchem Land die Lieder stammten, die der Bordmusiker kurz
anspielte. Die in Frage kommenden Länder waren aufgeführt. Nach
jedem Lied verkündete die Phoenix-Dame dann die richtige Lösung;
man musste sein Gehirn also gar nicht anstrengen um erfolgreich zu
sein. Das war uns dann doch zu blöd und wir verzogen uns in die
Kabine, zumal die Koffer noch gepackt werden wollten. Später
bezahlte ich noch die Bordrechnung per Kreditkarte an der Rezeption.
Komarno u. Bratislava
(Slowakei), 02.09.2021, sonnig mit Wolken, 25 Grad
Gegen
11.00 Uhr machte die Prinzessin Isabella in Komarno fest. Ein
individueller Landgang war hier nicht möglich; es wurden lediglich
die Teilnehmer des Ausflugs „Komarno und Bratislava“
ausgeschifft; dann ging es für die übrigen Passagiere schon weiter
Richtung Bratislava.
Komarno
liegt an der Mündung der Waag in die Donau und ist das Zentrum der
ungarischen Minderheit in der Slowakei. Die ungarische Stadt auf der
gegenüberliegenden Donauseite heißt Komarom.
Vom
Hafen aus fuhren wir mit dem Bus bis an den Rand der Altstadt. In
einem Park steht ein Denkmal von Franz Lehar, der 1870 in Komarno
geboren wurde.
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Unsere
Reiseleiterin führte uns dann zur römisch-katholischen Basilika St.
Andreas, die dem Apostel Andreas gewidmet ist. Vorbei am Donaumuseum,
vor dem ein Denkmal des ungarischen Dichters und Journalisten Mor
Jokai steht und einer Pestsäule erreichten wir den „Europa Platz“
mit 45 Gebäuden, die die Länder Europas repräsentieren und deren
Architektur von verschiedenen europäischen Baustilen geprägt ist.
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Im
Anschluss stiegen wir wieder in den Bus und machten uns auf den Weg
nach Bratislava. Die Fahrt dauerte 2 Stunden. Unser erstes Ziel war
ein Restaurant direkt am Donauufer, in dem wieder ein Mittagessen,
bestehend aus Suppe, Hauptgang und Nachtisch, auf uns wartete. Ein
Getränk war ebenfalls inkludiert. Natürlich hätten wir auch auf
dieses Mahl verzichten können; im Nachhinein erwies es sich aber
noch als segensreich.
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Zurück
vom Burgberg folgte ein längerer Spaziergang durch die sehenswerte
Altstadt. Danach bekamen wir Freizeit für eigene Erkundungen. Um
19.15 Uhr wollten wir uns vor der Oper wieder treffen.
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Unterwegs
trafen wir Passagiere der Prinzessin Isabella, die nicht an unserem
Ausflug teilgenommen hatten. Sie berichteten, dass die Isabella
sicherlich mit Verspätung eintreffen werde; sie selbst seien mit
anderen Gästen vor einer Schleuse ausgeschifft und dann mit Bussen
nach Bratislava gebracht worden, weil sonst ihre Ausflüge und auch
ein privater Landgang ins Wasser gefallen wäre.
Lt.
Tagesprogramm war die Ankunft des Schiffes um 18.00 Uhr vorgesehen.
Inzwischen wurde 20.00 Uhr genannt.
Während
wir so durch die Straßen und Gassen schlenderten, kamen plötzlich
jede Menge schwarze Limousinen angefahren; auch Polizeiwagen und
-motorräder. Einer der Limousinen entstieg, umringt von
Leibwächtern, eine elegant gekleidete Dame. Dabei soll es sich um
die Präsidentin der Slowakischen Republik gehandelt haben; auch
unser Bundespräsident weilte heute in Bratislava.
Nach
diesem Intermezzo trafen wir uns wieder mit unserer Reiseleiterin.
Auch sie war inzwischen informiert worden, dass unser Schiff
Verspätung habe. Nach Rücksprache mit ihrer Agentur wurde noch eine
abendliche Stadtrundfahrt eingeschoben, um uns die Wartezeit zu
verkürzen. Sie dauerte etwa eine halbe Stunde. Danach wurden wir am
Schiffsanleger abgesetzt.
Dort
standen wir uns bei zunehmender abendlicher Kühle noch über eine
Stunde die Beine in den Bauch. Zum Glück hatten wir uns in weiser
Voraussicht Jacken mit genommen; andere Gäste froren jedoch in
T-Shirts und kurzen Hosen vor sich hin. Eine Phoenix-Reiseleiterin
war zwar anwesend, von ihr gab es aber keinerlei Informationen. Ein
Meisterstück war das wirklich nicht.
Als
die Isabella endlich eintraf und festgemacht hatte, war es 21.30 Uhr;
bis alle Passagiere an Bord waren 22.00 Uhr. Abendessen gab es nicht
mehr; im Salon wurden lediglich Kleinigkeiten (z.B. Suppe,
Hühnerbeine) angeboten, auf die wir wegen der fortgeschrittenen Zeit
aber verzichteten. Die Phoenix-Damen mussten sich von einigen Gästen
deutliche Worte gefallen lassen. Eine Entschuldigung vom Kapitän gab
es dieses Mal nicht, erst recht keinen Schnaps.
Wir
verbrachten fast den ganzen Tag auf dem Sonnendeck. Dort gab es, kurz
nachdem wir wieder Mohacs erreicht hatten, einen Frühschoppen, bei
dem Spare-Rips und Currywurst mit Pommes ihre Abnehmer fanden.
Zur
allgemeinen Überraschung wollten uns die ungarischen Behörden heute
nicht persönlich in Augenschein nehmen; der Face-Check blieb uns
also erspart; die Prinzessin Isabella konnte ihre Fahrt nach relativ
kurzer Zeit fortsetzen.
Am
Spätnachmittag erfolgten im Salon die Ausschiffungsinformationen
durch die Phoenix-Reiseleiterin. Sie erklärte uns, dass wir dieses
Mal in Passau-Lindau festmachen würden; von dort führen die Busse
zum Bahnhof und zur Globus-Garage. Am Ende kam es aber doch ganz
anders. Was den möglichen Bahnstreik betreffe, stünde sie mit der
Zentrale in Bonn in Verbindung; evtl. würden Busse von Phoenix
eingesetzt. Im Anschluss an die Veranstaltung konnten die
Kofferkärtchen für die Rückreise abgeholt werden.
Bei
der abendlichen Tombola im Salon hatten wir kein Glück; die Preise
heimsten andere Gäste ein.
vielen Dank für Deinen Bericht über eure fast zeitgleich stattgefundene Reise. Auch wir hatten ja nicht immer Glück mit dem Wetter.
Wir waren übrigens am 02.09. in Bratislava; eine Information durch die Phoenix-Reiseleiterin, dass nur Geimpfte an Land dürfen, gab es nicht. Ob die Slowaken das geändert hatten? Angeblich war auf unserem "Dampfer" aber auch nur ein Paar nicht geimpft.
Belgrad/Novi Sad
(Serbien), 31.08.2021, sonnig mit Wolken, 25 Grad
Zum
zweiten Mal auf dieser Reise legten wir in Belgrad an. Heute aber
nur, um die Ausflugsgäste aussteigen zu lassen; danach würde das
Schiff weiter nach Novi Sad fahren.
Wir
waren gerade beim Mittagessen, als wir vor der Annika, ebenfalls von
Phoenix, fest machten. Kurz darauf kam die Durchsage, dass die
Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde bereits an Bord seien und mit den
Schnelltests, die auch heute wieder erforderlich waren, begonnen
werden könne. Zwischen Hauptgang und Dessert ließen wir also wieder
einen Nasenabstrich machen; die junge Dame war deutlich mitfühlender
als ihr Kollege vor einer Woche.
Auf
dem Sonnendeck warteten wir dann auf die Freigabe des Schiffes und
den Beginn unseres Ausflugs „Krusedol und Novi Sad“. Heute zeigte
sich Belgrad von seiner sonnigen Seite.
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Nach
1 ½ stündiger Fahrt erreichten wir das Kloster Krusedol aus dem
16. Jahrhundert im Gebirge Fruska Gora. In der Kirche befinden sich
alte und seltene Wandmalereien sowie zwei Gräber der Dynastie
Obrenovic.
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Nach
der Besichtigung steuerten unsere Busse das ca. 20 km entfernte Novi
Sad an. Vorher wurde aber noch eine Pause in einer Gaststätte an der
Donau eingelegt, die uns sehr bekannt vorkam. Hier waren wir bereits
vor 3 Jahren, als wir mit der Aurelia unterwegs waren. Damals wie
heute wählten wir als Erfrischung ein einheimisches Bier.
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Anschließend
fuhren wir ins wenige Minuten entfernte Novi Sad, Hauptstadt der
Provinz Vojvodina. Bevor wir zu einem Stadtrundgang aufbrachen,
machten wir noch einen Fotostopp gegenüber der Festung Peterwardein,
eines der größten Verteidigungsobjekte Europas.
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Beim
Stadtrundgang sahen wir u.a. die katholische Marienkirche, die
orthodoxe Kirche des Heiligen Georg, das Stadthaus u.a. Die darauf
folgende Freizeit nutzten wir zu einem Bummel durch die
Fußgängerzone. Die zahlreichen Cafes und Restaurants waren gut
besucht.
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Um
19.15 Uhr trafen wir uns wieder mit unserer Reiseleiterin und fuhren
mit den Bussen zur Anlegestelle. Die Prinzessin Isabella glänzte
allerdings mit Abwesenheit. Sie erreichte Novi Sad mit rund
einstündiger Verspätung, so dass die Ausflügler erst um 21.00 Uhr
ihr Abendessen serviert bekamen.
Während
des Essens entschuldigte sich der Restaurantleiter im Namen des
Kapitäns für die wegen Niedrigwasser entstandene Verspätung und
spendierte jedem der Ausflugsgäste einen Slivowitz.