Beiträge von Blu51

    Hamburg und Rückreise (09.12.2021), bedeckt, trocken, kühl

    Die Koffer mussten bis 02.00 Uhr vor die Tür gestellt werden. Unseren großen ließen wir wieder mit Tefra reisen.

    Das letzte Frühstück nahmen wir im Restaurant Vier-Jahreszeiten ein.

    Um 09.30 Uhr verließen wir die Amadea. An der Gangway verabschiedeten Kapitän Fronenbroek und Kreuzfahrtdirektor Holger Winkler die Gäste.

    Ein Transferbus von „Parken und Meer“ stand schon bereit, der uns zum Parkplatz nach Steinwerder brachte.

    Auch die Rückfahrt verlief wieder weitgehend staufrei, so dass uns die Heimat am frühen Nachmittag wieder hatte.


    Fazit

    Mit einem Hochseeschiff auf Weihnachtsmarkttour, das hatte schon was. Uns hat diese Reise sehr gut gefallen, zumal die Amadea ja ein Stück weit unsere Zweitwohnung geworden ist, nachdem wir 2020 5 Wochen auf ihr verbracht haben. Auch unsere Freunde waren sehr angetan.

    Die Verpflegung war wie immer bei Phoenix sehr gut; wenn auch die Abläufe wegen Corona geändert worden waren.

    Ausflüge haben wir keine gemacht; Ausnahme der Transfer in Kopenhagen zum Tivoli. Wir machen die Tour hauptsächlich wegen der Weihnachtsmärkte und die konnte man zumindest bei dieser Reise gut auf eigene Faust erreichen.

    Die Abendshows fanden ohne uns statt. Die Maskenpflicht während der Vorstellung war Hauptgrund hierfür.

    Nach der Urkunde für die Durchquerung des Panamakanals 2020 besitzen wir jetzt auch eine solche vom Nord-Ostsee-Kanal.

    Wir hatten dieses Mal Außenkabinen auf Deck 5. Im Winter völlig ausreichend; bei wärmeren Temperaturen ist uns ein Balkon aber schon wichtig.

    Und weil Siegrid uschisiggi uns in ihrem Reisebericht auf eine ähnliche Reise mit der Amera in diesem Jahr aufmerksam gemacht hat, haben wir den zweiten Abschnitt dieser Tour schon gebucht; wieder zu viert.


    Das war mein Bericht über unsere erste Weihnachtsmarkttour mit einem Hochseeschiff. Jetzt warten wir auf die Umroutung unserer Reise mit der Artania im Mai. Das "Frühlingserwachen im Schwarzen Meer" wird ja wegen der erschütternden Ereignisse in der Ukraine in der geplanten Form (u.a. Odessa) nicht durchgeführt werden können.

    Viele Grüße

    Peter

    Hamburg (08.12.2021), bedeckt, trocken, kühl

    Als wir aufstanden näherten wir uns der Schleuse Brunsbüttel, so dass wir den Nord-Ostsee-Kanal im Laufe der Nacht fast vollständig durchfahren hatten.

    Nach dem Frühstück rätselten wir bei einem Weihnachtsquiz in Harry`s Bar mit; die Preise heimsten aber andere ein.

    Von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr sollte es am Pool Grünkohl mit allem was dazu gehört geben. Ob diese Veranstaltung wegen des Wetters abgesagt wurde, weis ich nicht; jedenfalls wurde diese Spezialität auch in den Restaurants serviert.

    Gegen 12.30 Uhr hatte die Amadea auch ihren Liegeplatz in Hamburg-Altona erreicht. Die Freigabe des Schiffes verzögerte sich aber, weil der Zoll sich zunächst nicht blicken ließ.

    Nachdem die Freigabe erfolgt war, gingen wir auch bald von Bord. Das knapp vier Kilometer entfernte Stadtzentrum war laut Landgangsinformationen gut mit dem Bus der Linie 111 zu erreichen. Dieser Bus hielt direkt am Cruise-Terminal.

    Als wir der Haltestelle zustrebten, näherte sich gerade ein Bus. Ein Crewmitglied war uns mehrere Meter voraus; kurz bevor sie am Bus ankam, schloss der Fahrer die Türen und fuhr los. Toller Service!

    Während wir noch auf den Fahrplan schauten, näherte sich ein Taxi. Gaby stellte sich todesmutig in den Weg und fragte den Fahrer, ob er auch vier Personen mitnähme. Kein Problem, war die Antwort und so ließen wir uns per Taxi zum Jungfernstieg bringen.

    Erstes Ziel war der Gänsemarkt. Hier galt die 2G Regel, zusätzlich sollte man sich am Eingang mit der Luca-App registrieren. Für Rainer und mich, die wir kein Smartphone unser Eigen nennen, ein unmögliches Unterfangen. Aber auch unsere Damen stehen dieser App skeptisch gegenüber und haben sie nicht installiert. Und oh Wunder, es gab tatsächlich auch analoge Zettel, auf denen die Kontaktdaten erfasst werden konnten.

    Weiter ging es zum „Weißen Zauber“ am Jungfernstieg. Hier wie auch am Rathaus galt 2G nur für den gastronomischen Bereich. Immerhin bekamen die 2G-Gäste hier ein farbiges Bändchen, das ihnen den Zutritt zu diesem und anderen Märkten erleichtern sollte. Dieses Bändchen, so dachten wir etwas naiv, gilt dann wohl überall. Doch weit gefehlt: Ein kleiner Markt vor einem Restaurant, wo wir uns einen Glühwein gönnen wollten, hatte andersfarbige Bändchen. Weil wir keine Lust hatten, schon wieder Impfnachweis und Personalausweis zu zücken, zogen wir weiter zum Rathaus. Dort stand einem Glühwein nichts mehr im Wege.

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    Zum Abschluss suchten wir noch einmal den „Weißen Zauber“ auf und tranken mit Blick auf die Alster den teuersten Glühwein des gesamten Winters. Mit Schuss, in meinem Fall Rum (sonst kriege ich das süße Gesöff nicht runter) 6,00 € (ohne Pfand)!

    Zurück zum Schiff nahmen wir uns wieder ein Taxi.

    Ein letztes Abendessen, ein letzter Drink und dann war Kofferpacken angesagt.

    Fredericia (07.12.2021), bedeckt, trocken, kalter Wind

    Am gestrigen Abend hatte ich ein Schreiben in der Kabine vorgefunden, dass ich für den Anlauf in Fredericia von den Behörden zufällig ausgewählt worden sei, um dort vorstellig zu werden. Ich möge mich bitte nach der Ankunft um 08.00 Uhr an der Rezeption einfinden und ein Ausweisdokument sowie den QR Code der Impfung mitbringen.

    Wie gewünscht stand ich also um 08.00 Uhr an der Rezeption. Zusammen waren wir 10 Passagiere, denen diese Ehre zuteil wurde. Die Behördenvertreter waren noch gar nicht an Bord, erschienen aber nachdem das Schiff fest vertäut und die Gangway ausgefahren war. Ein Blick auf Ausweis und QR Code und schon konnten wir wieder gehen.

    Nach dem Frühstück verließen wir die Amadea. Direkt am Anleger erhielten wir einen Stadtplan. Wenige Schritte weiter waren wir auch schon mitten im Geschehen. Zunächst begrüßten uns einige Disney Figuren und ein eingepacktes Kaufhaus.

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    Nächstes Ziel waren die Wallanlagen, die zum Schutz beim Bau des Städtchens angelegt worden sind. Die Wälle zählen heute zu den größten Dänemarks. Zum Schluss unseres Spaziergangs warfen wir noch einen Blick auf den Strand. Weihnachtsmarktbuden befanden sich auch in der Stadt; sie waren aber noch nicht geöffnet.

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    Beim Ablegen um 14.00 Uhr wurden wir von einer 3 Mann Band und Böllerschüssen verabschiedet.

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    Am Nachmittag schauten wir selbstverständlich beim Wiener Kaffeehaus im Restaurant Amadea vorbei. Beim Schauen blieb es allerdings nicht.

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    Später forderten wir das Glück noch einmal beim Bingo heraus. Fast hätte es geklappt; beim großen Bingo fehlte mir noch eine Zahl. Leider wurde dann eine andere gezogen.

    Ich bin bestimmt kein ausgesprochen schwieriger Esser, trotzdem fand ich beim weihnachtlichen Abschieds-Gala-Abendessen nichts, was meinem Geschmack entsprochen hätte. Mein Abendessen bestand daher nur aus Sorbet und Dessert. Das Sorbet servierte mir unser Kellner gemeinsam mit dem Hauptgang für die anderen Drei. Glücklicherweise gab es zum Late Night Snack Frikadellchen und Kartoffelsalat. Da habe ich dann zweimal zugeschlagen.

    Den Cocktail zum Ende der Reise schenkten wir uns.

    Kopenhagen (06.12.2021), meist sonnig, kalter Wind

    Seit der Abfahrt gestern Abend um 22.00 Uhr bis zur Ankunft in Dänemarks Hauptstadt (08.00 Uhr) hatte die Amadea eine Strecke von 109 Seemeilen zurückgelegt.

    Weil der gebuchte Transfer zum Tivoli erst am Nachmittag anstand, machten wir uns nach dem Frühstück auf in Richtung Innenstadt. Vom Liegeplatz an der Langelinie führte uns der Weg zunächst zur „Kleinen Meerjungfrau“. Wo sich sonst die Besucher drängen, um ein Foto des Wahrzeichens zu schießen, herrschte heute gähnende Leere. Vorbei am Gefionbrunnen ging es bis zum Schloss Amalienborg. Eigentlich wollten wir noch weiter bis zum Hafenbecken Nyhavn, kapitulierten aber vor dem eisigen Wind und traten den Rückweg an.

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    Nach dem Mittagessen standen die Transferbusse zum Tivoli bereit. Dort erhielten wir die Eintrittskarten, mussten unseren Impfstatus nachweisen und hatten dann 3 Stunden Freizeit. Bewaffnet mit dem Christmas Guide erkundeten wir den weihnachtlich angehauchten Vergnügungspark. Selbstverständlich durfte ein Glühwein nicht fehlen; hier kam die Kreditkarte zum Einsatz. Mit Einbruch der Dämmerung wurde es spürbar kälter und auch der Wind nahm zu. Die drei Stunden waren für den Besuch des Tivoli ausreichend.

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    Zurück auf der Amadea fanden wir in der Kabine einen Nikolausteller gefüllt mit Leckereien vor. Heute morgen hatten wir für das Housekeeping ebenfalls Nikoläuse hinterlassen.

    Ein lebendes Exemplar war auch an Bord; man konnte sich mit ihm, seinen Engeln und dem Kapitän fotografieren lassen.

    Vor dem Ablegen um 21.00 Uhr wurde per Durchsage darauf hingewiesen, dass der Seegang wegen des Windes heute Nacht zunehmen könne. Zum Glück traf dies dann doch nicht zu, weil der Wind wohl einen anderen Weg eingeschlagen hatte.

    Warnemünde (05.12.2021), bewölkt mit Aufheiterungen, kalt

    Abfahrt in Wismar war um 08.00 Uhr; die Ankunft in Warnemünde sollte um 13.00 Uhr sein.

    Auf die ursprünglich geplante Fahrt mit der S-Bahn nach Rostock verzichteten wir, weil auch für den dortigen Weihnachtsmarktbesuch die 2G+ Regel galt.

    Nach dem Mittagessen ging es für uns zunächst durch das Zentrum in Richtung Sandstrand, markiert durch den 31 m hohen Leuchtturm. Nebenan befindet sich als weiteres Wahrzeichen der „Teepott“, ein dreigeschossiger Rundbau aus dem Jahr 1968 mit Gastronomie und Souvenirgeschäften. Weitaus interessanter war für uns aber die „Lotsenstube“, die einen Glühweinausschank für den Außenbereich aufwies.

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    Nach dem Glühwein statteten wir der Seepromenade einen längeren Besuch ab, um dann nach einem weiteren Glühwein den Rückweg entlang des „Alten Stroms“ anzutreten. Er diente über 500 Jahre lang als Einfahrt zum Hafen. Heute fungiert der „Alte Strom“ als Fischereihafen; außerdem befinden sich dort zahlreiche Restaurants, Bars und Cafes.

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    Am Abend hatte sich das Pooldeck der Amadea in einen Weihnachtsmark verwandelt. Es gab Flammkuchen, Bratwurst, gebrannte Mandeln und weitere Leckereien. Zum Aufwärmen wurden Feuerzangenbowle und Fritz Pichlers Punsch ausgeschenkt. Letzteren haben wir natürlich auch probiert. Eine Showeinlage des Showensembles rundete die gelungene Veranstaltung ab.

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    Travemünde & Wismar (04.12.2021), bedeckt aber trocken, kühl

    Um 07.30 Uhr erreichte die Amadea Travemünde und machte am Ostpreußenkai, quasi im Stadtzentrum fest.

    Wir suchten heute Morgen das Amadea Restaurant auf und waren freudig überrascht, dass dort Frühstück in Buffet-Form auf uns wartete. Zwar gab es keine Selbstbedienung; man ging vielmehr mit einem Teller bewaffnet an den verschiedenen Stationen vorbei und bekam das Gewünschte von MitarbeiterInnen auf denselben gelegt. So konnte man sich das Frühstück aber auch selbst zusammenstellen.

    Danach zog es uns von Bord. Vom Anleger aus schlenderten wir Richtung Strandpromenade, sahen die Passat, passierten den „Alten Leuchtturm“ und das Hotel Maritim. Die Strandpromenade gingen wir eine ganze Weile entlang, bevor wir umkehrten und uns auf die Suche nach einem Heißgetränk machten.

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    Auf Höhe der Amadea verteilten Phoenix-Mitarbeiter das „Verrückt nach Meer Kochbuch“ an Passanten. Uns wollte man auch schon damit beglücken, sah dann aber unsere Phoenix-Schirme, was zu dem Ausruf „Die sind von uns“ jedoch nicht zu einem Buch führte. Weil wir aber schon mehrere auf unseren Reisen bekommen haben, ließ sich das verschmerzen. Am Nachmittag signierten übrigens Fritz Pichler und Roberta das Kochbuch; vielleicht gibt es eine Neuauflage und der Altbestand musste unters Volk gebracht werden.

    Einen Glühweinausschank fanden wir übrigens auch noch.

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    Um 13.00 Uhr machte sich die Amadea auf den Weg nach Wismar. Die Ankunft dort war für 17.00 Uhr geplant. Vorher versuchten wir unser Glück beim Bingo, leider ohne Erfolg.

    Für den Weihnachtsmarktbesuch in Wismar galt die 2G+ Regelung; d.h. es war ein Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden notwendig. Lt. Landgangsinformationen befand sich eine Teststation im Stadthafen Wismar. Weil dort aber eine vorherige Online Registrierung notwendig war und die Station um 18.00 Uhr schloss, verzichteten wir auf eine Testung.

    Wir machten uns nach der Ankunft auf den Weg in die Innenstadt, sahen uns dort ein wenig um und kehrten dann zum Schiff zurück. Der Weihnachtsmarkt war im übrigen sehr klein und kirmesähnlich, so dass unser Entschluss, auf den Test zu verzichten, sich als goldrichtig erwies.

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    Am Abend fand man uns wieder in der Vista Lounge.

    Kiel (03.12.2021), regnerisch, kühl

    Als wir nach ruhiger Nacht erwachten, befand sich die Amadea bereits im Nord-Ostsee-Kanal. Wir gingen zum Frühstück wieder ins Vier-Jahreszeiten. Am Eingang maß ein Mitarbeiter die Temperatur. Dies wiederholte sich jeden Morgen.

    Ein Buffet, wie bei unserer letzten Reise im März 2020, gab es coronabedingt allerdings nicht. Vielmehr konnte man sich von einer am Tisch ausliegenden Karte ein bestimmtes Frühstück aussuchen, das dann serviert wurde. Meine Mitreisenden entschieden sich für die skandinavische Variante mit Fisch, ich wählte das klassische Frühstück mit Wurst und Käse, dazu ein Früchtespieß. Kaffee, Saft und Eierspeisen wurden ebenfalls serviert.

    Nachdem wir uns gestärkt hatten, machten wir einen Rundgang durch die Amadea, die für unsere Freunde ja Neuland war.

    Später ließen wir uns in der Vista Lounge nieder und verfolgten die Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal.

    Die Schleuse Holtenau erreichten wir gegen Mittag; um 12.30 Uhr lag die Amadea am Ostseekai Nr. 27.

    Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt; lt. Landgangsinformationen ca. 1 km entfernt. Auf dem ersten Weihnachtsmarkt gab es einen Glühwein und weiter ging der Marsch. Leider regnete es mehr oder minder vor sich hin.

    Nach zwei weiteren Weihnachtsmärkten und bei stärker werdendem Regen beschlossen wir, den Rückweg anzutreten.

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    Heute Abend stand das Willkommens-Gala-Abendessen auf dem Programm; eine bei uns höchst unbeliebte Veranstaltung. Wir gehen aber nicht so weit, wie ein Schreiber von Reiseberichten, der ansonsten gerne mit Phoenix reist, sich aber bei Gala-Abenden Schnitzel mit Kartoffelsalat auf die Kabine bestellt. Weil es bei unserer vorigen Reise auf der Amadea im gleichnamigen Restaurant bei diesen Anlässen etwas legerer als unten zuging, suchten wir es heute Abend ebenfalls auf.

    Den Cocktail zum Anfang der Reise ließen wir auch sausen. Unser abendliches Ziel war wieder die Vista Lounge.

    Hallo zusammen,

    angeregt durch den Bericht von Siegrid uschisiggi habe ich meine Notizen und Fotos durchgesehen und nun auch einen Reisebericht über diese Reise verfasst. Wer Interesse hat, kann also noch einmal mit auf diese Tour gehen.

    Los geht`s:

    Als Fans von Weihnachtsmärkten besuchen wir nicht nur die in unserer Nähe sondern machen seit vielen Jahren auch immer Reisen zu Märkten in weiterer Entfernung, meist mit zwei oder drei Übernachtungen. So waren wir z.B. in Nürnberg, Bamberg, Dresden, Leipzig, Berlin, Salzburg um nur einige zu nennen. Auch Flusskreuzfahrten mit entsprechenden Zielen (z.B. Wien) haben wir absolviert. Eine solche wollten wir mit Freunden auch im Jahr 2020 machen, nämlich mit der Lady Diletta, seinerzeit gerade von Plantours in Dienst gestellt. Leider machte uns das Virus einen Strich durch die Rechnung. 2020 fielen Weihnachtsmärkte generell aus.

    2021 wollten wir einen neuen Anlauf unternehmen. Im Phoenix Katalog der Hochseereisen stießen wir auf eine interessante Reise mit der Amadea unter dem Motto „Advent und Weihnachtsmärkte“ sollte es von Hamburg aus zu Häfen an der deutschen Ostseeküste sowie nach Dänemark gehen. Unsere Freunde waren auch schnell überzeugt und so buchten wir zwei Kabinen auf Deck 5. Dann begann das bange Warten, ob die Reise nicht wieder an Corona scheitern würde.

    Nachdem wir im September nach 1 ½ Jahren erstmals wieder ein Hochseeschiff betraten, um mit der Amera zu den Azoren zu reisen, dem eine knappe Woche nach der Rückkehr schon die zweite Tour mit der MS Hamburg folgte, schien der Reise im Dezember nichts mehr im Wege zu stehen.

    Ausflüge buchten wir nicht, weil wir die Städte auf eigene Faust erkunden wollten; einzige Ausnahme war der Transfer zum Tivoli in Kopenhagen.

    Die Reise nach Hamburg und zurück wollten wir mit dem Auto antreten. Ein Parkplatz bei „Parken und Meer“ war schnell gebucht. Schließlich schickten wir unseren großen Koffer mit Tefra vorab auf die Reise, weil das Gepäck für alle vier nicht komplett ins Auto passte.


    Anreise nach Hamburg und Einschiffung (02.12.2021), bedeckt, kalt

    Weil bei der Einschiffung ein Antigen-Schnelltest, frühestes Ausstellungsdatum vom Vortag oder tagesaktuell vorgelegt werden musste, hatten wir einen solchen Test am 01.12.2021 gemacht, mit dem erhofften Ergebnis. Alternativ hätte man den Test auch im Kreuzfahrtterminal gegen eine Gebühr von 12,50 € machen können.

    Um 09.00 Uhr standen Uschi und Rainer vor unserer Haustür und los ging es. Mit einer Pause und ohne größere Staus erreichten wir den Parkplatz von „Parken und Meer“ am Cruisecenter Steinwerder um 12.45 Uhr. Gerade für die Strecke ab Autobahnabfahrt über die Köhlbrandbrücke bis zum Parkplatz waren wir für die Unterstützung durch das Navi dankbar.

    Wir enterten einen Bus, in dem bereits einige Gäste Platz genommen hatten. Um 13.15 Uhr fuhr der Bus los Richtung Altona. Dort angekommen warteten weitere Passagiere auf den Beginn der Einschiffung. Um 13.50 Uhr öffneten sich die Türen des Terminals. Zuerst mussten wir das Schnelltestergebnis vorzeigen, dann ging es weiter zur Temperaturmessung. Eine kleine Schrecksekunde entstand, als der Mitarbeiter bei Gabys Messung Rat bei einer Kollegin einholen musste. Wegen des Schals, den Gaby sich um den Hals geschlungen hatte, war es wohl zu einer falschen Messung gekommen. Das klärte sich aber schnell. An der nächsten Station bekamen wir einen Fragebogen, den wir ausgefüllt wieder abgaben; auch der Impfstatus musste hier vorgelegt werden. Danach konnten wir endlich die Bordkarten in Empfang nehmen. Nach dem obligatorischen Einschiffungsfoto betraten wir die Amadea.

    In Harry`s Bar stießen wir auf eine hoffentlich schöne Reise an; anschließend wurden die Koffer ausgepackt.

    Die Seenotrettungsübung fand wegen des Wetters (Gefahr von Eisbildung, Rutschgefahr) nicht auf dem Außendeck statt, sondern in der Atlantik Lounge. Die Rettungsweste war mitzubringen; sie wurde im weiteren Verlauf auch angelegt.

    Unser erstes Abendessen nahmen wir im Restaurant „Vier Jahreszeiten“ ein.

    Den Sekt zum Sail Away um 21.30 Uhr gab es nicht am Pool sondern wegen der schon erwähnten Rutschgefahr in den Bars.

    Der Tag endete für uns in der Vista Lounge.

    Hallo Petra,

    da finde ich beim Stöbern im Forum doch Deinen Roll Call über diese grandiose Tour!, Erzähl Du uns noch mal, dass wir nie zu Hause sind. :)

    Wir wünschen Euch und allen Mitreisenden eine wundervolle Reise; wobei wir natürlich schon ganz gespannt auf Deine Fotos sind. Ich hoffe doch, dass es auch einen Reisebericht gibt.

    Unsere nächste Kreuzfahrt "Frühlingserwachen im Schwarzen Meer" wird wohl überall hin gehen, nur nicht ins Schwarze Meer. Da glaubt man, Corona wäre langsam überstanden, da fällt ein Herr P. mal eben im Nachbarland ein. Was sich da gerade in der Ukraine abspielt, macht einen einfach nur fassungslos und traurig.

    Trotz allem: Eine schöne Reise bei bestem Wetter und viele tolle Erlebnisse wünschen wir euch. Gerne wären wir auch dabei, aber wir "müssen" Ende März mit Freunden an die Amalfiküste. ^^

    Viele Grüße an Wolfgang

    Gaby und Peter

    Hallo Siegrid uschisiggi

    und wieder ein sehr informativer und reich bebilderter Bericht von Dir. Vielen Dank dafür. Wir werden die Niederlande im Juni/Juli mit der Elegant Lady von Plantours erkunden. Die meisten der dort angefahrenen Häfen sind uns noch nicht bekannt.

    Übrigens hattest Du ja in Deinem Bericht über die Adventstour mit der Amadea darauf hingewiesen, dass ihr bereits eine ähnliche Tour in diesem Jahr mit der Amera gebucht habt. Da sind wir natürlich neugierig geworden, haben uns den Katalog geschnappt, mit unseren Freunden, die uns schon auf der Amadea begleitet haben, gesprochen und schwupps, war der zweite Abschnitt der Reise (06.12.-12.12) ab Kiel gebucht.


    LG

    Peter

    Hallo Siegrid uschisiggi

    jetzt habe ich Deinen Reisebericht über die Adventsreise mit der Amadea endlich auch gelesen. Wie immer sehr schön geschrieben und mit vielen tollen Fotos. Wir waren bei dieser Reise mit einem befreundeten Paar auch an Bord; uns hat es ebenfalls sehr gut gefallen.

    Leider hatte ich total vergessen, dass wir mal über ein Treffen an Bord nachgedacht hatten. Sorry, dafür.

    Vielleicht sind wir uns auf dem Schiff unbekannterweise trotzdem über den Weg gelaufen. An Land war das zumindest der Fall; auf Deinen Fotos vom Schloss Amalienborg habe ich uns vier im Hintergrund eindeutig identifiziert.

    LG

    Peter

    Hallo Petra Tuffi65

    nachdem bei uns im Moment keine Reisen anstehen, konnte ich endlich Deinen Reisebericht lesen. Sehr schön geschrieben und mit tollen Fotos. Wir waren gleich wieder mit an Bord. Meine Entscheidung, erst einmal keinen Bericht über diese Tour zu verfassen sondern mich gleich auf die nächste Reise mit der MS Hamburg zu stürzen, war jedenfalls goldrichtig. Deinem Bericht könnte ich nicht mehr viel hinzufügen.

    Habt ihr vor kurzem die "Verrückt nach Meer" Folgen gesehen, die auf unserer Reise gedreht wurden?

    Bei Deinem Fazit mussten wir beide herzhaft lachen, weil Du den Nagel auf den Kopf getroffen hast. Bei jeder unserer letzten Kreuzfahrten ärgert sich Gaby über die Herrschaften, die vergessen haben, ihre Maske zu tragen. Originalton: Das sind fast immer doofe alte Männer! Nun muss ich zur Ehrenrettung meines Geschlechts sagen, dass ab und zu auch Damen zu den Vergesslichen gehörten; meist waren es jedoch die von euch so treffend Genannten.

    Wir drücken die Daumen, dass es mit eurer nächsten Kreuzfahrt klappt.

    Viele Grüße (auch an Wolfgang)

    Gaby und Peter


    Beide gehören samt Begleitung definitiv nicht zur oben beschriebenen griesgrämigen Fraktion. :S

    Das freut uns! :):):)

    Verpflegung

    Die Vasco da Gama verfügt über 5 Restaurants, davon ist „The Grill“ zuzahlungspflichtig. Hier gab es Steakhouse-Köstlichkeiten. Dort waren wir nicht; wenn wir abends dort vorbeigingen, waren immer sehr wenige bis keine Tische besetzt. Die Preise bewegten sich auf dem Niveau eines hiesigen Steakhouse.

    Das Bedien-Restaurant Waterfront ist dreigeteilt. Auf Deck 7 ist das Hauptrestaurant, darüber auf Deck 8 das Mediterranean und das Fusion. Die beiden letztgenannten waren nur abends geöffnet; wegen der geringen Anzahl an Passagieren aber immer nur eins im Wechsel.

    Das Buffet-Restaurant Club Bistro befindet sich auf Deck 11.

    Zum Frühstück im Waterfront Restaurant bekommt man ein Körbchen mit Brot und Brötchen sowie eine Etagere mit Wurst, Käse und Obst. Müsli, Eierspeisen, Saft, Smoothies u.a. bestellt man beim Kellner, der auch Kaffee einschenkt oder Wasser für einen Tee holt.

    Im Club-Bistro bedient man sich am Buffet, wobei aktuell keine Selbstbedienung möglich ist, vielmehr geht man mit seinem Teller an den Auslagen vorbei und lässt sich vorlegen. Bei Andrang kann das schon mal etwas dauern; außerdem befindet sich die Marmelade beispielsweise an einer anderen Station als Wurst und Käse, so dass man sich noch einmal anstellen muss. Kaffee und Saft holt man sich selbst an entsprechenden Automaten. Über die Auswahl und Qualität des Buffets gibt es nichts zu meckern.

    Mittags haben wir uns meist nur einen Salat im Club Bistro geholt; was es da im Bedien-Restaurant gab, kann ich deshalb nicht sagen.

    Beim Abendessen im Waterfront Restaurant hatte man die Wahl zwischen Vorspeise, Suppe, Zwischengericht, Hauptgericht und Dessert. Als Hauptgang gab es Fisch oder Fleisch; eine vegane Variante für alle Gänge wurde auch angeboten. Zudem enthielt die Karte auch einen gleichbleibenden sog. Klassiker, wie wir es schon von der Mein Schiff Flotte kannten. Als Hauptgang ist mir Rindersteak in Erinnerung geblieben. Im Mediterranean gab es Gerichte aus dem Mittelmeerraum; im Fusion stand asiatische Küche auf dem Speiseplan.

    Die Speisen waren ansprechend angerichtet; haben uns aber nicht immer restlos überzeugt. Guter Durchschnitt eben.

    Für den kleinen Hunger zwischendurch bot sich der Alfresco Grill an. Der hatte von 13.00 bis 23.00 Uhr geöffnet. Dort bekam man Hamburger, Currywurst, Pommes u.a. Kleinigkeiten.

    Einen Late Night Snack gab es nicht.

    Zu guter Letzt unter diesem Punkt noch ein Wort zum Getränkepaket. Wir hatten das Paket Classic für 29 € pro Person und Nacht am ersten Tag an Bord nachgebucht. Wir haben lange überlegt und gerechnet; weil aber Getränke zu den Mahlzeiten nicht inklusive sind und wir da gerne ein oder zwei Glas Wein trinken, haben wir uns letztlich dafür entschieden. Wir meinen zwar, dass diese Entscheidung richtig war; man sollte seinen Getränkekonsum aber wirklich überprüfen, weil die Getränkepreise sehr moderat sind. Ein Glas Bier (0,4) kostet z.B. 3,20 €, ein Glas Wein 4,50 €. Da muss man als Paar schon einiges konsumieren, um 58 € zu erreichen.

    Corona

    Nicko Cruises nimmt zur Zeit nur vollständig Geimpfte oder Genesene mit. Vor der Einschiffung mussten die Gäste noch einen Antigen-Schnelltest machen. Das gleiche fand noch zweimal an Bord statt; dies war aber eine Forderung der Kapverden.

    Ansonsten galten an Bord die schon bekannten Regeln. Wegen der geringen Passagierzahl war es immer möglich, Abstände einzuhalten. Einzige Ausnahme: die Ausflugsbusse. Dort waren auf den Kapverden alle Plätze besetzt. Allerdings herrschte im Bus Maskenpflicht.

    Im Tagesprogramm für die Kanaren stand, dass in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln Maskenpflicht herrsche. Allerdings wies uns der einheimische Reiseleiter auf Teneriffa darauf hin, dass auf den Kanaren bis Anfang Februar auch im Freien Masken zu tragen seien. Auf dieser Insel wurde das auch weitgehend beherzigt, auf Gran Canaria und La Gomera eher nicht.

    Sonstiges

    Die Ausflüge waren alle gut organisiert und wurden von kompetenten Reiseleitern begleitet, die auf den Kapverden aber nur englisch sprachen. Für Übersetzung war aber gesorgt. Sehr bequem war das bei den Ausflügen eingesetzte Audio-System. Es bestand nämlich nur aus einem Ohrhörer, der gleichzeitig auch als Empfänger diente. So baumelte kein Empfangsgerät mehr vor der Brust. Nachahmenswert!

    Lobenswert auch die langen Liegezeiten, meist von 08.00 oder 09.00 Uhr bis in den späten Abend.

    Abends war in mindestens 2 Bars Live-Musik. Im Blue Room spielte häufig eine Jazz-Band.

    Zu guter Letzt möchte ich noch einige Worte über diejenigen verlieren, ohne die wir unserer Leidenschaft wahrscheinlich nicht mehr frönen könnten, den dienstbaren Geistern. Wir sind auf unseren bisherigen Reisen auch überwiegend freundlich und herzlich empfangen und umsorgt worden. Aber diese Reise sattelte in dieser Hinsicht noch einen drauf. Überall wurden wir freundlich und mit einem Lächeln begrüßt. Und diese Freundlichkeit war nicht aufgesetzt sondern echt. Eine philippinische Mitarbeiterin erzählte uns, dass sie so froh sei, nach 2 Jahren endlich wieder arbeiten zu können. Herzergreifend der Abschied von einer Mitarbeiterin, deren Vertrag während der Reise endete und die von Teneriffa gen Heimat flog, während ihr Freund an Bord blieb. Eine Kellnerin, die uns besonders in Herz geschlossen hatte (und wir sie auch) musste kurz nach uns auch den Heimweg antreten. Ob sie wieder kommt, wusste sie noch nicht. Wegen der unsicheren Lage in ihrer Heimat, Myanmar, wolle sie evtl. lieber bei ihrer Familie bleiben.

    Umso sprachloser waren wir, als wir erfuhren, dass die Crew wegen der Ansteckungsgefahr nicht von Bord darf und die Crew-Bar aus dem gleichen Grund geschlossen ist. Warum mir bei dieser Gelegenheit die Zeugnisse der Sklaverei auf Santiago in den Sinn kamen, weis ich wirklich nicht. Die Crews der anderen Schiffe, die wir auf den Kanaren sahen, konnten übrigens von Bord gehen.

    So, das wars von unserer Reise auf der Vasco da Gama. Wir können das Schiff guten Gewissens weiter empfehlen und können uns vorstellen, noch einmal zurück zu kommen.

    Vielen Dank an alle, die uns begleitet haben. Danke auch für die Likes und Kommentare. Wenn alles gut geht, kommt mein nächster Reisebericht von der Artania, mit der wir Mitte Mai ins Schwarze Meer wollen.

    LG

    Peter