Beiträge von Blu51

    Hallo zusammen,

    nachdem mich einige Forenmitglieder ermuntert haben, will ich an dieser Stelle einmal über eine Flusskreuzfahrt berichten. Meine Frau und ich sind seit 2010 vom Kreuzfahrtvirus infiziert; zunächst ging es auf die Hochseekreuzer. Aber auch die Flüsse haben wir relativ schnell kennen und lieben gelernt. Angefangen hat das mit kürzeren Touren in der Vorweihnachtszeit mit Besuch von Weihnachtsmärkten. Vor zwei Jahren folgte dann die erste 1-wöchige Fahrt auf der Donau von Passau bis Budapest. Dieses Jahr wollten wir dann noch etwas weiter bis zum Eisernen Tor. Den Reisebericht dazu versuche ich jetzt mal hier einzustellen.

    Nachdem wir vor zwei Jahren eine Donaukreuzfahrt mit der Sonata von Werner Tours unternommen hatten, die uns bis nach Budapest geführt hatte, wollten wir in diesem Jahr den Fluss noch weiter erkunden und bis zum Eisernen Tor vordringen. Beim Durchblättern des Phoenix Flussreisen Katalogs stießen wir dabei auf eine 11-tägige Tour mit der Aurelia, die genau unseren Vorstellungen entsprach. Wir entschieden uns für die Reise vom 16. - 27.08. und buchten über das Internet die Kabine 227 auf dem Saturndeck mit frz. Balkon. Auch in diesem Jahr wollten wir einen Tag früher anreisen und suchten uns für die Vorübernachtung das Hotel Residenz, direkt an der Fritz Schäffer Promenade gelegen, aus. Für die Hin- und Rückfahrt wählten wir die Deutsche Bahn. Um unseren großen Koffer nicht im Zug mitschleppen zu müssen, orderten wir den Koffertransport zum Schiff und zurück über Tefra. Nach Freischaltung der Ausflüge bei Phoenix suchten wir uns insgesamt 6 aus und buchten diese im Internet.

    Zwei Tage vor Reisebeginn wurde der große Koffer von einem Tefra Mitarbeiter abgeholt.


    Anreise nach Passau und Vorübernachtung im Hotel Residenz (15.08.2018) sonnig, 30 Grad

    Für die Hinfahrt hatten wir uns einen Zug ausgesucht, der uns von Hagen aus ohne Umstieg bis nach Passau bringen sollte. Die Fahrt verlief ohne Probleme und wir waren gegen 16.30 Uhr in Passau. Das Hotel Residenz war schnell gefunden; nach dem Einchecken bummelten wir noch etwas durch Passau und suchten uns dann ein Lokal zum Abendessen. Unser Favorit, das griechische Restaurant Korfu, nahe des Dreiflüsseecks gelegen, war leider restlos voll, aber wir fanden dennoch an anderer Stelle etwas zu essen. Nach einem Absacker in der Hotelbar ging es dann in die Federn.

    Hallo Martina Tina28

    weil wir während Deiner Reise selbst auf der Donau unterwegs waren, konnten wir Dir nicht live folgen. Wir haben den Bericht jetzt in einem Rutsch gelesen; sehr schöner Bericht mit vielen tollen Fotos. Ihr hattet ja noch zwei Häfen mehr als wir im Juli.

    Übrigens, unsere Donaukreuzfahrt konnte fast wie geplant durchgeführt werden. Es ist wegen des Niedrigwassers nur ein Hafen ausgefallen. Andere Schiffe mit größerem Tiefgang hatten weniger Glück. Ich glaube, die lagen alle in Wien fest. So viele Schiffe habe ich da noch nie gesehen.

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Dünung

    die Fahrt nach Windsor dauert wirklich ca. 90 Minuten; das mit den 30 km hat liriel ja schon aufgeklärt. Und voll war es in Windsor wirklich. Auf dem großen Parkplatz standen jede Menge Busse (zwischen 20 und 30). Als wir nachmittags zurück kamen, waren auf einem benachbarten Parkplatz weitere Busse. Unsere Reiseleiterin meinte, zeitweise sei im Laufe des Vormittags die Zufahrt für Busse sogar gesperrt worden, weil es so voll war. Auch im Castle selbst war natürlich jede Menge los. Die Räumlichkeiten, die man besichtigen kann, sind definitiv sehr interessant mit all ihren Ausstattungsgegenständen und Gemälden; man wird dort trotz des Andrangs auch nicht durch gescheucht sondern kann sich, wenn man will, Zeit zum Anschauen nehmen, weil man sich dank des Audio Guides die Zeit individuell einteilen kann.

    Den Tipp mit Winchester können wir nur unterstreichen; dort waren wir 2016, als wir mit der AIDAmar unterwegs waren. Überlaufen war es dort auf keinen Fall und die Kathedrale lohnt sicherlich einen Besuch, zumal die Fahrzeit, wie steph1410 schreibt, deutlich kürzer ist.

    LG

    Peter

    Hallo andreaO

    die Route ist auf jeden Fall sehr reizvoll. Können wir nur empfehlen. Das Schiff hat uns gut gefallen; die Neuerungen gegenüber den "Alten" können sich sehen lassen (Backstube, Atlantik Mediterran, großer Pool, zusätzlicher Innenpool). Noch größer muss aber nicht sein. Wir bevorzugen dann doch lieber Schiffe mit maximal 2000 Passagieren; auch gerne noch kleiner. Neben den beiden "Alten" von TUI Cruises haben wir dabei in angenehmer Erinnerung die Cara und Aura von AIDA und die Artania von Phoenix. Ist eben Geschmackssache.

    LG

    Peter

    Hallo Nitsrek8

    also in Invergordon sollte man auf alle Fälle zum Loch Ness, wenn man noch nicht dort war. Diesen Ausflug würde ich auch über TUI buchen ,einfach wegen der Gewissheit, dass das Schiff auch wartet, wenn man sich verspätet. Es werden dort mehrere Ausflüge angeboten; so hat z.B. eine Familie, die wir an Bord kennen gelernt haben, noch eine Bootstour auf dem Loch Ness dabei gehabt. Denen hat das gut gefallen, auch wenn es leider geregnet hat (Ausflug war schon vormittags). Glasgow war jetzt nicht so der Brüller, wir glauben, auch nach Schilderungen von Mitreisenden, dass Edinburgh besser gewesen wäre. Weil Belfast und Dublin Neuland für uns waren, haben wir zunächst die Stadtbesichtigungen gebucht. Die kann man aber auch gut auf eigene Faust machen; Hop on Hop off Busse gibt es in beiden Städten. In Dublin wurden Karten für den Bus sogar an Bord verkauft. Irland hat aber auch reizvolle Landschaften; die würden uns dann vielleicht beim nächsten Mal interessieren (wenn es ein nächstes Mal gibt, es warten ja noch so viele Ziele).

    In Southampton hatten wir uns für Windsor entschieden; war schon interessant, aber auch sehr gut besucht. Generell versuchen wir immer, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Städten und Landschaften bei den Ausflügen hin zu bekommen. Das geht aber z.B. in Norwegen besser als in England.

    Auf eigene Faust waren wir bei anderen Touren auch schon unterwegs; dann aber immer per Pedes oder mit Hop on Hop off Bus.

    LG

    Peter

    Und nun kommen wir zum Schluss!

    4. Seetag (17.07.2018), sonnig, 20 Grad

    Dass sich unsere Reise dem Ende näherte, war uns schon gestern klar geworden, weil nämlich die Abreiseinformationen und der Bewertungsfragebogen auf unserer Kabine lagen. Nach dem Frühstück im Anckelmannsplatz verbrachten wir den Vormittag bei strahlendem Sonnenschein auf unserem Balkon. Später packten wir schon einmal unseren großen Koffer vor und genehmigten uns einen letzten Cocktail. Das letzte Abendessen wartete im Atlantik Mediterran auf uns. Danach saßen wir noch auf einen Abschiedsdrink in der TUI Bar. Im Theater verabschiedete sich ein Teil der Crew von den Passagieren; als die Crewmitglieder anschließend durch die TUI Bar zurück zu ihren Arbeitsplätzen oder auf ihre Kabinen gingen, gab es auch von den dort sitzenden Passagieren reichlich Applaus. Unseren großen Koffer stellten wir bis 23.00 Uhr vor die Kabinentür und gingen dann auch bald in die Koje.


    Ankunft in Bremerhaven und Abreise (18.07.2018), erst windig und kühl, später sonnig

    Als ich um 06.00 Uhr aus dem Fenster schaute, machte die Mein Schiff 3 gerade in Bremerhaven fest. Wir frühstückten ein letztes Mal im gut gefüllten Anckelmannsplatz, holten unser Artisan Brot, dass wir gestern bestellt hatten, in der Backstube ab und packten danach unsere letzten Sachen zusammen. Bald darauf kam die Durchsage, dass das Schiff bereits zum Landgang freigegeben sei, so dass wir gegen 08.30 Uhr endgültig Abschied von der Mein Schiff 3 nahmen. Erstaunlicherweise waren keine Schlangen an der Gangway; wir suchten und fanden im Terminal den großen Koffer und gingen zur Haltestelle des Shuttlebusses, der uns zum Hotel Atlantic Sail City bringen sollte. Dort wurde uns allerdings gesagt, dass dieser wohl erst in 45 Minuten eintreffen würde. Weil es noch recht kühl und auch windig war, entschieden wir uns, ein Taxi zu nehmen. So waren wir bereits um 09.00 Uhr am Hotel, luden das Gepäck in unser Auto und los ging es Richtung Heimat, wo wir wohlbehalten um 13.00 Uhr ankamen.


    Fazit

    Unsere 15. Kreuzfahrt war gleichzeitig die 6. auf einem Schiff von TUI Cruises. Während wir bisher nur die beiden alten Schiffe kannten, war dies die erste auf einem Neubau. Die Neubauten sind noch etwas größer; sie fassen jeweils über 2.000 Passagiere. Unsere Tour war mit über 2.700 Gästen sehr gut gebucht. Dass sich die auf dem Schiff verlaufen würden, kann man, insbesondere an Seetagen nicht sagen. Zum Essen haben wir zwar immer einen Platz gefunden; das Problem ist eher die geringe Kapazität in den Bars. Die TUI Bar war abends immer voll; auch in der Schau Bar war es mitunter schwer, einen Platz zu bekommen. Sicherlich entzerrt sich dies in südlichen Gefilden, wenn auch die Außenbars abends noch genutzt werden können, bei unserer Tour war das Wetter zumindest in den ersten Tagen dazu jedoch nicht geeignet.

    Das Essen war wie immer lecker; wir haben abends sowohl im Anckelmannsplatz als auch in beiden Atlantik Restaurants gegessen. Neu für uns war das Atlantik Mediterran; auch hier hat es uns gut geschmeckt, wobei das „Ganz schön gesund Menü“ in beiden Restaurants gleich war und sich das Hauptgericht nur geringfügig unterschied. Bei Indienststellung der Mein Schiff 3 gab es ja auch ein Atlantik Eurasia, das hat sich aber offensichtlich nicht durchsetzen können, so dass jetzt der komplette Bereich auf Deck 4 vom Mediterran eingenommen wird. Frühstücken waren wir immer im Anckelmannsplatz; dort blieben keine Wünsche offen. Insbesondere die Brot- und Brötchenauswahl, auch in der angeschlossenen Backstube ist schon gigantisch. Wenn uns die Menüfolge im Atlantik abends nicht zusagte, gingen wir auch ins Anckelmannsplatz. Die Auswahl am Buffet ist bei AIDA zwar umfangreicher, aber satt wurden wir allemal. Außerdem ist dort ja noch die Wok-Station, die wir aber nicht genutzt haben.

    Unsere Kabine 6100 mittschiffs können wir allen empfehlen, die möglicherweise Probleme mit der Seekrankheit haben. Durch ihre Lage bekommt man von Schiffsbewegungen so gut wie nichts mit; allerdings war von Seegang auf unserer Reise auch nicht viel zu spüren. Aber wenn es mal etwas geschaukelt hat, so merkte man das auf den höher gelegenen Decks am Bug oder Heck deutlich mehr als unten.

    Die MitarbeiterInnen in allen Bereichen waren sehr freundlich und aufmerksam, auch wenn gerade Hochbetrieb herrschte. Ein großes Kompliment an die Crew.

    Die Route hatten wir uns bewusst ausgesucht; wir wurden nicht enttäuscht. Beim nächsten Mal würden wir vielleicht den Schwerpunkt mehr auf Fahrten ins Landesinnere legen und nicht die großen Städte besuchen. Weil aber bis auf Southampton alle Häfen Neuland für uns waren, hatten wir uns für die nächstgelegenen Städte entschieden.

    Eine weitere Reise auf einem Schiff von TUI Cruises können wir uns selbstverständlich immer vorstellen; AIDA und die Phoenix Schiffe stehen bei uns aber genauso hoch im Kurs.

    Hallo zusammen! Heute geht es weiter mit dem Bericht:

    3. Seetag (15.07.2018), sonnig, 20 Grad

    Unser dritter Seetag begann mit einem leckeren Frühstück im Anckelmannsplatz. Später holten wir die auf dieser Reise bisher entstandenen Fotos im Fotoshop ab und schrieben die gestern gekauften Ansichtskarten, die dann unverzüglich an der Rezeption zum Versand abgegeben wurden. Sie waren einen Tag nach unserer Rückkehr bereits bei den Adressaten. Mittagessen ließen wir ausfallen. Am Nachmittag lösten wir in der Cafe Lounge unsere Pralinen-Gutscheine ein; die insgesamt vier Pralinen wurden später verzehrt. Einen Long Island Ice Tea in der TUI Bar gönnten wir uns auch noch.

    Zum Abendessen ging es heute wieder einmal ins Atlantik Mediterran. Um 20.00 Uhr fanden wir uns im Klanghaus ein; wir wollten dessen Akustik einmal live erleben. Das Ozeania Streichquartett spielte Melodien unter dem Motto „Musical und Disney“. Ohne jetzt die großen Experten für derartige Musik zu sein, fanden wir die Aufführung doch sehr beeindruckend. Diesem Event folgte im Theater um 21.30 Uhr gleich das nächste, die Crew-Show. Bevor diese begann, wurde die Seekarte dieser Reise verlost. Man hatte hierfür im Vorfeld Lose erwerben können. Die Crew-Show offenbarte wieder einige großartige Talente aus den Reihen der Besatzung, Gesangs- und Tanzdarbietungen wechselten sich ab. Das Ganze wurde launisch vom Kreuzfahrtdirektor kommentiert; ein Nummerngirl in wechselndem Outfit kündigte die Auftritte an. Dieses Nummerngirl namens Mystica kam uns übrigens sehr bekannt vor; es war nämlich einer der Kellner aus der TUI Bar. Alle Darbietungen wurden mit viel (verdientem) Applaus bedacht. Nach der Vorstellung ergatterten wir mit Mühe und Not noch einen Platz in der TUI Bar.


    Southampton, England (16.07.2018), sonnig, einige Wolken, um 30 Grad

    Um 07.00 Uhr machte die Mein Schiff 3 in Southampton fest. Weil wir auf unseren Kreuzfahrten schon zweimal in Southampton und einmal in Dover waren, hatten wir einige der Sehenswürdigkeiten, die man von hier aus besuchen kann, schon gesehen. Wir waren schon in London, Stonehenge und Salisbury sowie in Winchester. Für heute hatten wir uns Windsor Castle, eine der offiziellen Residenzen der britischen Königsfamilie, ausgesucht. Treffpunkt für diesen Ausflug war um 08.00 Uhr im Theater. Vorher ging es zum Frühstück ins Anckelmannsplatz. Die Seven Seas Explorer lag in unserer Nähe.

    Die Stadt Windsor liegt etwa 30 km östlich von London, so dass uns zunächst einmal eine Autobahnfahrt von etwa 90 Minuten bevorstand. Unsere Reiseleiterin Barbara war eine Deutsche, die es der Liebe wegen nach England verschlagen hatte; der Busfahrer hörte auf den Namen Scott. In Windsor angekommen fiel uns sofort zweierlei auf: zum einen scheint Windsor Castle ein beliebtes Ausflugsziel zu sei, denn auf dem Parkplatz standen bestimmt 20 bis 30 Reisebusse; zum anderen hatte der Bus, der unserem auf dem Parkplatz gegenüber stand, ein EN Kennzeichen, er kam also aus der Heimat, genauer gesagt, aus Hattingen im Ennepe-Ruhr-Kreis. Barbara führte unsere Gruppe durch den Bahnhof von Windsor Richtung Castle. Dort reihten wir uns in die Schlange der Wartenden ein. Nach rund 30 – 40 Minuten hatten wir dann auch die Sicherheitskontrolle überstanden und konnten unseren Rundgang durch die Anlage beginnen. Zuerst besorgten wir uns Audio-Guides; die einzelnen Stationen eines Rundganges wurden in verschiedenen Sprachen, natürlich auch auf deutsch, erläutert. Vorbei am Runden Turm, der das Schloss in zwei Bereiche, die sogenannten Höfe, teilt, ging es in die St. George´s Chapel im unteren Hof. In dem beeindruckenden Bauwerk fanden zahlreiche Hochzeiten und Taufen von Mitgliedern der Königsfamilie statt, zuletzt die Trauung von Prinz Harry und Herzogin Meghan. Sie dient auch als Kapelle des Hosenbandordens; letztlich befinden sich hier viele Gräber von Königen und anderen Mitgliedern der Königsfamilie und des Hochadels. Zu beachten ist, dass sowohl hier als auch in den Staatsgemächern das Fotografieren nicht gestattet ist. Die Staatsgemächer suchten wir dann auch als nächstes auf. Der Eingang erfolgt über die Nordterrassen. In den Räumen der Staatsgemächer findet man wertvolle Gemälde bedeutender Maler, z.B. Rembrandt, Peter Paul Rubens und van Dyck. Die privaten Gemächer der Königsfamilie können nicht besichtigt werden. Überwältigt von all diesen Eindrücken verließen wir schließlich Windsor Castle und sahen uns noch etwas in der Stadt Windsor um. Der Themse, die durch Windsor fließt, statteten wir ebenfalls einen Besuch ab. Um 14.45 Uhr fanden sich alle wieder am Bus ein und wir fuhren zurück nach Southampton; dort kamen wir gegen 16.30 Uhr an.

    Bevor wir zum Abendessen ins Anckelmannsplatz gingen, lief die Seven Seas Explorer aus. In einiger Entfernung sahen wir, dass dort während unserer Abwesenheit ein Schiff von AIDA festgemacht hatte; um welches es sich handelte, konnten wir allerdings zunächst nicht erkennen. Als wir dann um 20.00 Uhr Southampton verließen, kamen wir dann aber an der AIDA vorbei und konnten sehen, dass es sich um die Perla handelte. Unser letzter Anlaufpunkt an diesem Abend war wieder einmal die TUI Bar. In der Nacht wurden die Uhren um eine Stunde vorgestellt.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da er nicht mehr verfügbar ist.

    Mit Dublin mache ich dann für heute Schluss. Es ist ja jetzt draußen etwas erträglicher geworden, deshalb mache ich es mir auf dem Balkon bequem. Morgen geht es dann weiter. Versprochen.

    Viele Grüße an alle

    Dublin, Irland (14.07.2018), sonnig mit Wolken, 25 Grad

    Die Ankunft in Irlands Hauptstadt war lt. Tagesprogramm für 11.30 Uhr avisiert. Unser heutiger Ausflug „Zu Fuß durch Dublin und Besuch im Irish Pub“ sollte unmittelbar danach, um 11.40 Uhr starten; Treffpunkt war das Theater auf Deck 4. Für ein gemütliches Frühstück im Anckelmannsplatz blieb daher noch genug Zeit. Die MS Magellan und die Azamara Journey hatten auch in Dublin festgemacht.

    Unser Ausflug begann mit einer kurzen Busfahrt ins Zentrum von Dublin. Dublins Cruise Port liegt etwa 3 km östlich der Innenstadt. TUI Cruises hatte hier wieder einen Shuttleservice eingerichtet; die Preise entsprachen denen in Belfast. Nach der kurzen Busfahrt stiegen wir im Herzen der Stadt aus und durchquerten zunächst einen Park, in dem u.a. eine Statue von Oscar Wilde zu besichtigen war. Auch hier standen uns wieder Audio-Guides zur Verfügung. Weiter ging es eine Straße entlang, an der sich eine Reihe von Häusern mit den für Irland so typischen bunten Haustüren befanden. Auch der Amtssitz des irischen Ministerpräsidenten liegt dort. Ein weiterer Park mit Skulpturen, die die Auswanderung Ende des 19. Jahrhunderts symbolisierten, schloss sich an. Über eine der Haupteinkaufsstraßen, vorbei am berühmten Oriental Cafe erreichten wir das Gelände des Trinity College. Dies ist eine renommierte Universität, die 1592 nach den Vorbildern der Universitäten Oxford und Cambridge gegründet wurde. Der im Stadtzentrum gelegene historische Campus gilt als einer der schönsten der Welt und zieht viele Touristen an. Dort wird auch das historische Book of Kells, eine illustrierte Handschrift aus dem achten oder neunten Jahrhundert aufbewahrt, die auch besichtigt werden kann. Für uns stand jetzt aber die zweite Guiness Verkostung auf dieser Reise im Pub Kennedys an. Und diese zweite Kostprobe schmeckte uns schon besser als gestern, so dass wir uns glatt noch ein zweites auf eigene Rechnung bestellten. Nach dieser Erfrischung führte uns unsere Reiseleiterin Margret zurück zum Bus, der uns dann wieder zur Mein Schiff 3 brachte. Wir hatten gehofft, während dieses Ausflugs Ansichtskarten für die Lieben daheim kaufen zu können, zumal in Irland der Euro Zahlungsmittel ist. Aber irgendwie klappte das nicht. Zum einen war der Zeitrahmen eng getaktet, zum anderen haben wir während der Tour auch keinen Souvenirshop gesehen. Auch im Hafen war davon nichts zu finden. So blieb uns nichts anderes übrig, als an Bord Karten zu erwerben, die natürlich um einiges teurer waren. Nach einer kleinen Stärkung im Anckelmannsplatz machten wir es uns auf dem Pooldeck gemütlich. Das Abendessen gab es heute im Atlantik Klassik. Danach war kein Platz mehr für die Köstlichkeiten des Schokolade- und Früchtebuffets, das ab 21.30 Uhr auf dem Pooldeck im Rahmen der Poolparty „Tanz unter dem Sternenhimmel“ auf die Passagiere wartete. Wir ließen den Abend in der TUI Bar ausklingen. Als wir Dublin um Mitternacht verließen, lagen wir schon in den Federn.

    Es geht weiter mit Belfast:

    Belfast, Nordirland (13.07.2018), sonnig mit einigen Wolken, 22 Grad

    Gegen 09.00 Uhr machten wir in Belfast, der Hauptstadt Nordirlands, fest. Der Hafen liegt rd. 3 km vom Stadtzentrum entfernt; ein Shuttleservice von TUI Cruises stand zur Verfügung (Preis 9,00 € Erwachsene, 6,00 € Kinder). Im Hafen lagen ferner die Azamara Pursuit sowie zwei Fähren der Stena Line. Eine weitere Fähre von Irish Ferries befand sich im Trockendock.

    Wir hatten heute den Ausflug „Zu Fuß durch Belfast und Pub-Besuch“ gebucht; Treffpunkt war die Schau-Bar um 09.30 Uhr. Dort fanden wir uns nach dem Frühstück im Anckelmannsplatz ein. Zunächst ging es mit dem Bus in ein Viertel von Belfast, in dem sich eine Straße befindet, die immer noch abends gesperrt wird. Ein weiteres Relikt aus der Zeit der Auseinandersetzungen zwischen den Bevölkerungsgruppen der englisch- und schottisch-stämmigen Protestanten und den irisch nationalistischen Katholiken die mit Mauern und Stacheldraht gesicherten Grenzen zwischen beiden Vierteln besichtigten wir ebenfalls. Unsere Reiseleiterin erklärte uns, dass es vor einigen Tagen anlässlich eines Feiertages wieder zu einigen Auseinandersetzungen gekommen sei. Dies seien jedoch Ausnahmen; ansonsten halte der Frieden und Belfast habe sich zu einem beliebten Touristenziel entwickelt. Nach diesen beeindruckenden aber auch bedrückenden Stadtansichten fuhren wir zurück ins Zentrum und stiegen am Fluss Lagan aus. Für die Stadtführung erhielten wir hier Audio-Guides. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses steht das Titanic Museum. Von hier aus führte uns unsere Reiseleiterin am St. Georges Market vorbei, der leider geschlossen war, in Richtung Rathaus. Zuvor konnten wir noch einen Pub (The Crown) besichtigen, der gerade öffnete. Am Rathaus befindet sich eine Gedenktafel mit allen Namen der Opfer des Untergangs der Titanic. Das Innere des Rathauses ist ebenfalls imposant; das Treppenhaus ist mit unterschiedlichsten Sorten italienischen Marmors bestückt. Unser Weg führte uns weiter durch die Fußgängerzone zum Pub Morning Star, wo wir ein Guiness probieren konnten. Nach dieser Kostprobe machten wir uns auf den Weg zum Bus und fuhren zum Schiff zurück.

    Dort angekommen aßen wir eine Kleinigkeit im Anckelmannsplatz. Im Laufe des Nachmittags lösten wir unsere Champagner-Gutscheine, die wir als Stammgäste ebenfalls erhalten hatten, in der Diamant Bar auf Deck 5 ein. Während des Abendessens, heute wieder im Buffet-Restaurant, legte die Mein Schiff 3 um 20.00 Uhr ab, um Dublin anzusteuern. Zum Ausklang des Tages fanden wir uns wieder in der TUI-Bar ein.

    Weil das so gut klappt, mache ich mal weiter:

    2. Seetag (11.07.2018), bewölkt, 14 Grad

    Unser 2. Seetag begann mit einem ausgiebigen Frühstück, wie immer im Anckelmannsplatz. Später erkundeten wir weiter das Schiff, bevor dann gegen Mittag eine Massage anstand. Wir hatten vorab eine Nacken- und Rückenmassage gebucht. Da wir bereits zum sechsten Mal mit TUI-Cruises unterwegs waren, gab es dazu einen Gutschein in Höhe von 15 €. Die ganze Prozedur dauerte 30 Minuten und begann mit einer heißen Rolle, die auf verschiedene Rückenpartien platziert wurde. Danach begann die Massage von Nacken und Rücken. Alles sehr angenehm und wiederholenswert.

    Anschließend mussten wir uns natürlich einen leckeren Cocktail gönnen.

    Zum Abendessen suchten wir heute wieder das Atlantik Mediterran auf. Wegen des zweiten Halbfinales bei der Fußball-WM war unser Ziel später erneut die Schau-Bar.


    Greenock, Schottland (12.07.2018), Wolken und Sonne, 20 Grad

    Um 07.00 Uhr erreichten wir unser zweites Ziel in Schottland, Greenock am Südufer des River Clyde und an der Mündung zum Meeresarm Firth of Clyde. Für unseren heutigen Ausflug „Stadtspaziergang durch Glasgow“ war Treffpunkt bereits um 08.15 Uhr im Meerleben auf Deck 4, so dass zeitiges Aufstehen und Frühstücken angesagt war. Das Anckelmannsplatz öffnete auch schon um 06.00 Uhr. Am uns zugeteilten Bus angekommen, erwarteten uns zwei einheimische Reiseleiter, beide namens Michael. Wir erfuhren, dass die rund 40 Ausflugsteilnehmer unseres Busses zum Spaziergang in Glasgow in zwei Gruppen eingeteilt würden. Je ein Michael begleitete die Gruppen. Der eine Michael im Kilt sprach sehr gut deutsch, während der andere, ein junger Mann ohne Kilt der deutschen Sprache nicht mächtig war. Die Übersetzung übernahm Kerstin vom Ausflugsteam der Mein Schiff 3. Wir gehörten zur zweiten Gruppe.

    Glasgow liegt etwa 40 km von Greenock entfernt. Dort angekommen führte unser erster Weg zur Glasgow Cathedral, die auf den Glasgower Schutzpatron, den heiligen St. Mungo, zurückgeht, dessen Grab sich in der Krypta befindet. Der jetzige gotische Bau ist zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert entstanden. St. Mungo gilt als der erste Bischof Glasgows. Die Kathedrale war zum Zeitpunkt unseres Besuchs noch geschlossen, so dass uns Michael empfahl, zunächst den östlich gelegenen Hauptfriedhof Necropolis aufzusuchen. Eigentlich müsste die Kathedrale danach zugänglich sein. Die Necropolis ist ein viktorianischer Friedhof, der bemerkenswerte Grabmale und Skulpturen aufweist. Es sollen sich dort etwa 3.500 Grabmale befinden. Als wir dann zur Kathedrale zurückkehrten, war diese in der Tat geöffnet und wir konnten noch einen Blick ins Innere werfen. Weiter ging der Spaziergang durch eine Straße, in der sich ein Gebäude mit einer interessanten Wandmalerei und ein Uhrenturm befanden in Richtung Glasgow Green. Dieser Park im East End von Glasgow am Nordufer des Flusses Clyde, gegründet im 15. Jahrhundert, ist der älteste Park der Stadt. Leider fanden heute noch Abbauarbeiten statt, weil gestern hier ein Konzert von Bruno Mars stattgefunden hatte. Wir sahen uns den Brunnen mit einer Statue von Königin Viktoria an und besuchten den Peoples Palace, ein Museum. Eine Art botanischer Garten befindet sich ebenfalls dort. Über die 1855 eröffnete St. Andreas Hängebrücke verließen wir den Park und wanderten entlang des Clyde zurück Richtung Innenstadt. Michael zeigte uns noch einige historische Bauten; dann ging es mit dem Bus zurück nach Greenock.

    Weil uns nach dem Ausflug der Magen knurrte, gönnten wir uns im Tag und Nacht Bistro eine Currywurst mit Pommes. Anschließend machten wir uns auf den Weg um Greenock zu erkunden. Durch die Haupteinkaufsstraße und ein Einkaufszentrum kamen wir bis zum Rathaus. Dann kehrten wir um und schlenderten noch etwas über die Esplanade, eine Uferpromenade. Schließlich gingen wir zurück zum Schiff.

    Das Abendessen lockte uns heute wieder ins Atlantik Klassik. Als wir dort saßen, sahen wir draußen eine schottische Kapelle, die uns kurz vor dem Auslaufen um 19.00 Uhr gebührend verabschiedete. Schade, hätten wir das vorher gewusst, wären wir später zum Essen gegangen. In der TUI-Bar ließen wir den Abend ausklingen.

    Und weiter gehts:

    Invergordon, Schottland (10.07.2018), erst Regen, später trocken, 17 Grad

    Unser erstes Ziel, Invergordon, erreichten wir gegen 07.00 Uhr. Durch einen Kabinenbrief waren wir darüber informiert worden, dass die britischen Behörden alle Passagiere sowie deren Ausweisdokumente kontrollieren würden. Dazu musste man sich zwischen 08.30 Uhr und 11.00 Uhr mit Bordkarte und Ausweisdokument auf Deck 2 einfinden. Wir frühstückten zunächst im Anckelmannsplatz und machten uns dann für einen individuellen Landgang fertig; eine Regenjacke durfte dabei nicht fehlen, denn es nieselte leicht. Mit unseren Dokumenten begaben wir uns auf Deck 2 und brachten die Prozedur schnell hinter uns. Der britische Beamte warf nur einen kurzen Blick auf Bordkarte und Pass und schon waren wir durch. Anschließend verließen wir das Schiff, um Invergordon auf eigene Faust zu erkunden. Am Hafenausgang bekamen wir Infomaterial vom örtlichen Verkehrsverein überreicht. Invergordon liegt am Cromarty Firth und ist geprägt von der Ölindustrie. In dem kleinen Ort gibt es keine großen Sehenswürdigkeiten. Wir schlenderten bei leider stärker werdendem Regen über die Hauptstraße und kehrten kurz in die örtliche Kirche ein. Dort gibt es für die Besatzungen der Kreuzfahrtschiffe kostenfreies W-LAN; dies wurde auch ausgiebig genutzt. Außer uns lag noch die Seven Seas Navigator in Invergordon. Bemerkenswert sind noch einige gut gemachte Wandmalereien an verschiedenen Häusern. Wegen des schlechten Wetters kehrten wir bald darauf auf das Schiff zurück.

    Für den Nachmittag hatten wir einen Ausflug „Spektakuläres Loch Ness und Urquhart Castle“ gebucht. Treffpunkt war in der Schau Bar auf Deck 5 um 13.00 Uhr. Gegenüber unserer letzten Reise mit einem Schiff von TUI Cruises (Silvester 2017/18) waren die Ausflugsvorbereitungen jetzt anders organisiert. Früher lief die gesamte Gruppe hinter einem TUI-Mitarbeiter her und wurde von ihm mehr oder minder geordnet zu den Bussen geführt. Nun erhielt jeder Ausflugsteilnehmer eine Karte mit der Nummer des Busses, dem er zugeteilt worden war und konnte dann das Schiff verlassen und sich zum Bus begeben. Insgesamt waren es drei Busse, die sich auf den Weg zum Loch Ness machten. Unser örtlicher Reiseleiter hieß Ian und war als typischer Schotte im Kilt unterwegs. Da er kein deutsch sprach, begleitete uns Fabian vom Ausflugsteam und übersetzte seine Ausführungen. Der Fahrer des Busses hörte auf den Namen James. Der berühmte Süßwassersee Loch Ness liegt etwa 50 km von Invergordon entfernt. Auf dem Weg dorthin erfuhren wir einiges Wissenswerte über Land und Leute, u.a. auch zur Whiskey-Herstellung. Am Loch Ness angekommen, hatte es tatsächlich aufgehört zu regnen. Der jetzt wolkenverhangene Himmel war die richtige Kulisse für diesen mystischen Ort. Um es vorweg zu nehmen: Nessie hat sich uns nicht gezeigt. Direkt am See liegt Urquhart Castle. Diese ehemalige Burg ist heute nur noch eine Ruine, da sie bereits im 17. Jahrhundert verlassen wurde und seitdem dem Verfall preisgegeben war. Heute verwaltet Historic Scotland die Anlage; es gibt ein Besucherzentrum mit Souvenirverkauf. Wir hatten eine knappe Stunde, um die Burgruine und Loch Ness zu erkunden. Danach ging es zu einer Stippvisite nach Inverness, der mit 65.000 Einwohnern größten Stadt Nordschottlands. Leider blieb hier nur Zeit für ein Foto des Inverness Castle oberhalb der Altstadt und einen Kurzbesuch der St. Andrews Kathedrale; dann fuhren wir auch schon weiter. In Inverness hätten wir uns etwas mehr Zeit gewünscht, um den netten Ort am Fluss Ness näher zu erkunden. Ansonsten ist dieser Ausflug aber absolut zu empfehlen.

    Zurück auf dem Schiff schauten wir noch beim Auftritt einer Folklore-Gruppe unter dem Motto „Music of Scotland“ auf dem Pooldeck vorbei und gingen dann zum Abendessen, heute ins Atlantik Klassik. Während wir dort speisten, verließen wir Invergordon um 19.00 Uhr.

    Weil in der TUI-Bar das erste Halbfinale der Fußball-WM übertragen wurde, suchten wir nach dem Abendessen die Schau-Bar auf, wo wir vom Fußball verschont wurden.

    Hallo zusammen,

    vom 08. bis zum 18.07.2018 waren wir mit der Mein Schiff 3 rund um Großbritannien unterwegs. Ich versuche mal, den zu dieser tollen Reise verfassten Bericht hier einzustellen.

    Mit der Mein Schiff 3 rund um Großbritannien


    Eine Kreuzfahrt rund um Großbritannien stand auf unserer Agenda schon seit einiger Zeit weit oben. Nach Erscheinen des Sommerkatalogs von TUI Cruises nahm der Wunsch dann konkrete Formen an. Wir entschieden uns für „Großbritannien mit Irland III“ mit der Mein Schiff 3 im Monat Juli, weil wir hofften, dass zu dieser Zeit auch auf der britischen Insel das Wetter einigermaßen mitspielen würde. Wegen der begrenzten Anzahl von Terminen waren wir der Meinung, dass es wohl keine Flex-Angebote geben würde, so dass wir eine Buchung zum Wohlfühl-Preis bei einem Online-Reiseportal tätigten. Wir suchten uns eine Balkonkabine auf Deck 6 mittschiffs aus (6100).

    Aufgrund der guten Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr wollten wir auch dieses Mal einen Tag früher anreisen und im Hotel Atlantic Sail City übernachten. Das Zimmer orderten wir telefonisch direkt im Hotel.

    Nach Freigabe der Ausflüge suchten wir uns für jeden Hafen einen uns zusagenden aus und buchten diese im Internet. Das Schiffsmanifest wurde auf dem gleichen Weg ausgefüllt. Nun stand unserer 15. Kreuzfahrt (der 6. auf Schiffen von TUI Cruises) nichts mehr im Wege.


    Anreise nach Bremerhaven (07.07.2018), sonnig, 21 Grad, windig

    Von unserem Wohnort bis Bremerhaven sind es knapp 300 km; wir fuhren um kurz vor 12.00 Uhr los und erreichten Bremerhaven nach einer ruhigen Fahrt ohne größere Staus zwischen 15.00 und 15.30 Uhr. Das Auto parkten wir in der Tiefgarage der Havenwelten direkt unterhalb des Hotels. Beim Einchecken stellte man uns ein neues Angebot verschiedener Hotels vor; es beinhaltete den Transfer zum und vom Schiff sowie das Abstellen des Autos in der Tiefgarage. Wir nahmen dieses Angebot an und erhielten zwei Tickets für den Transfer sowie für die Ausfahrt aus der Garage. Danach bezogen wir unser Zimmer und machten danach einen Stadtbummel. Um 18.00 Uhr gingen wir im Restaurant „Villa Seebeck“, das wir auch schon aus dem Vorjahr kannten, essen und ließen den Abend dann an der Hotelbar ausklingen.


    Einschiffung und Beginn der Reise (08.07.2018), sonnig, 21 Grad, windig

    Laut Reiseunterlagen sollte die Einschiffung um 13.00 Uhr beginnen; die Abfahrt der Transferbusse vom Hotel war für 11.45 Uhr angekündigt. Gegen 08.45 Uhr gingen wir zum Frühstück; der Frühstücksraum war zu diesem Zeitpunkt schon gut gefüllt und wir mussten einige Minuten an der Bar warten, bis man uns einen Tisch zuweisen konnte. Während des Frühstücks kamen wir mit einem Ehepaar am Nachbartisch ins Gespräch, das ebenfalls auf die Mein Schiff 3 wollte, den Transfer allerdings auf eigene Faust plante. Sie waren auch nicht mit dem Auto sondern mit dem Zug angereist.

    Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen und checkten aus. In der Hotel-Lobby warteten wir dann auf die Ankunft der Transferbusse. An der Rezeption war uns gesagt worden, wir sollten mit den Koffern an der Hotelauffahrt warten, also begaben wir uns um 11.30 Uhr dorthin. Einige Passagiere standen schon dort; andere kamen später noch dazu. Neben Mein Schiff 3 Passagieren waren es auch solche von der Artania, die heute ebenfalls von Bremerhaven in See stechen wollte. Bald darauf erschien ein Lkw, dessen Fahrer auf Frage einer Mitreisenden erklärte, er brächte die Koffer der abreisenden Gäste zum Bahnhof, korrigierte sich aber dann und meinte, er befördere die Koffer für beide Schiffe zum Terminal. Er fuhr dann aber weiter hoch zum Hoteleingang. Unter den Wartenden entstand leichte Verwirrung. Auch eine Rückfrage an der Rezeption konnte zunächst nicht zur Aufklärung beitragen. Schließlich klärte sich die Angelegenheit aber: Das Hotel hatte offensichtlich nicht mit so vielen Gästen gerechnet, die den Transferservice in Anspruch nehmen wollten. In einen Bus hätte die Vielzahl der Koffer nicht gepasst, daher hatte das beauftragte Unternehmen den Lkw geschickt. Wir vertrauten diesem dann unsere Koffer an und stiegen in den Bus, der inzwischen auch angekommen war. Er brachte uns nach einem Stopp an einem weiteren Hotel zum Terminal, wo die Einschiffung für beide Schiffe schon in vollem Gange war. Trotz einer nicht unerheblichen Schlange vor den TUI-Schaltern ging es relativ schnell voran. Bald waren auch wir bei einem netten Mitarbeiter, gaben unsere Reisedokumente und die Pässe ab, ließen die Kreditkarte einlesen, dann noch das Foto für die Security und schon konnten wir uns Richtung Schiff begeben. Bevor wir es betraten, wartete noch der Bordfotograph auf uns. Nach dessen Fotos enterten wir endgültig die Mein Schiff 3. Es war noch vor 13.00 Uhr. Weil die Kabinenfreigabe erst für 15.00 Uhr angekündigt war, gingen wir zunächst in das Restaurant Anckelmannsplatz und aßen eine Kleinigkeit. Danach setzten wir uns bei herrlichem Sonnenschein auf das Pooldeck und gönnten uns einen ersten Drink.

    Um 15.00 Uhr kam die Durchsage, dass die Kabinen jetzt freigegeben seien und wir machten uns auf den Weg nach Deck 6. Vor der Kabinentür standen bereits unsere Koffer, so dass wir uns direkt ans Auspacken begeben konnten.

    Nächster (Pflicht) Termin war die Seenotrettungsübung um 18.15 Uhr, wie immer bei TUI Cruises ohne Rettungsweste. Unsere Musterstation befand sich im Bereich des Restaurants Hanami. Natürlich fehlten auch heute wieder ein paar wenige Passagiere, so dass sich die Übung etwas länger hinzog; schließlich war sie aber beendet.

    Um 19.00 Uhr nahmen wir unser erstes Abendessen an Bord im Restaurant Atlantik Mediterran ein, gleichzeitig legte die Mein Schiff 3 unter den Klängen der Auslaufmelodie ab. Eigentlich ging es mit der Speisenfolge recht zügig; einzig auf die Nachspeise mussten wir eine gefühlte Ewigkeit warten. Den Abend ließen wir in der TUI-Bar ausklingen; dort saßen wir mit einem netten Ehepaar aus Mecklenburg-Vorpommern zusammen und unterhielten uns über dies und das; hauptsächlich natürlich über Kreuzfahrten.

    In der Nacht wurden die Uhren um eine Stunde zurück gestellt.

    1. Seetag (09.07.2018), teilweise bewölkt, 15 Grad, windig

    Zum Frühstück am unserem 1. Seetag wollten wir ins Buffet Restaurant Anckelmannsplatz, aber das wollte heute morgen wohl das halbe Schiff. Mit Mühe und Not erwischten wir noch einen Platz im Gosch. Ansonsten stand der heutige Seetag im Zeichen der Erkundung des für uns neuen Schiffes. Bisher kannten wir nur die beiden „Alten“ (Mein Schiff 1 und 2). Unterbrochen wurde die Erkundung durch einen interessanten Vortrag des Lektors Dr. Rolf Hiddessen über Invergordon um 11.30 Uhr im Theater und eine Ausflugspräsentation über Belfast und Dublin um 16.00 Uhr ebenfalls im Theater.

    Zum Abendessen gingen wir heute ins Anckelmannsplatz, weil uns die Menüfolge in beiden Atlantik Restaurants nicht zusagte. Auf die später folgende Willkommens-Show mit Vorstellung des Kapitäns und der leitenden Offiziere verzichteten wir; Kapitän Jonas Lyddby aus Schweden kannten wir nämlich schon von unserer Mittelmeerkreuzfahrt 2015. In der TUI-Bar endete der Abend für uns bei einem leckeren Cocktail (Swimming-Pool)


    Fortsetzung und Fotos folgen (hoffentlich)

    Hallo Elisabeth @Soukousa
    nachdem wir Deinen tollen Reisebericht jetzt bis zum Ende verschlungen haben, möchten wir Dir nochmals danken, dass wir euch bei dieser Reise begleiten durften. Auch wir waren im vergangenen Jahr zum ersten Mal auf der Artania und es hat uns dort ebenfalls gut gefallen. Wirklich negativ ist uns nichts aufgefallen; allenfalls die Betten (wie bei euch) könnten breiter sein. Die von Dir angesprochene familiäre Art haben wir auch so empfunden. Neben TUI Cruises und AIDA Schiffen kommen auch die Phoenix Schiffe in Zukunft für uns in Betracht. Zwei weitere Reisen auf deren Flotte sind bereits gebucht.
    Schade, dass es bis zu Deinem nächsten Reisebericht noch über 300 Tage sind oder kommt da vorher noch was?

    Liebe Grüße
    Gaby und Peter