Dienstag, 27.02. Cartagena / Kolumbien (10.00h bis 18.00h)
Kolumbien grenzt an Panama, Venezuela, Brasilien, Peru und Ecuador, den Pazifischen Ozean im Westen und das karibische Meer im Osten. Kolumbien liegt bzgl. der Artenvielfalt pro Flächeneinheit weltweit auf Platz 2. In Kolumbien gibt es zwischen 45.000 und 55.000 Pflanzenarten, davon allein 3.500 Orchideenarten. Seit 1991 bemüht sich das Land um eine nachhaltige Entwicklung. Rund 60 Artikel der Verfassung beziehen sich direkt oder indirekt auf die Umwelt.
Cartagena de Indias liegt an der Karibikküste Kolumbiens.
Bis zum Abtransport durch die Spanier wurden in Cartagena zahlreiche Schätze gelagert, das machte die Stadt für Piraten sehr interessant, sie wurde im 16. und 17. Jahrhundert daher häufig überfallen und geplündert. Aus diesem Grund errichteten die Bewohner mit Hilfe von Sklaven aus Afrika einen 11 km langen Schutzwall und die Wehranlage „San Felipe“. Die Einfahrt der Bucht war durch die beiden Forts „San José“ und „San Fernando“ schwer zu überwinden.
Da ich sehr gerne tanze haben wir hier den TUI-Ausflug „Lateinamerikanische Rhythmen und Altstadt“ (COCTG017) gebucht. Leider musste der Ausflug mangels Teilnehmer ausfallen.
Daher musste schnell eine Alternative her….
Ich bin in fremden Ländern immer sehr an dortigen Früchten und Essgewohnheiten interessiert. Allerdings esse ich normalerweise nichts bei Straßenhändlern, mein Magen nimmt mir das oft seeehr übel. Trotzdem haben wir uns für den TUI Ausflug „Kulinarischer Stadtspaziergang“ (COCTG018 – Preis 55 p.P.) entschieden. Und das war im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung, obwohl der Preis unserer Meinung nach nicht gerechtfertigt ist.
Lt. Beschreibung wird auf einer 2 Std. Erkundungstour landestypisches Essen wie z.B. Maissnacks, tropische Früchte, Kaffee, Säfte und vieles mehr probiert….
Mit einem Bus wurden wir am Hafen abgeholt und am Rand der Altstadt in 2 Gruppen à 17 Personen eingeteilt. Das war schon mal eine schöne Gruppengröße. Maria, unser Tourguide ist eine Deutsche, die in Cartagena lebt. Unterstützt wurde sie von einer Praktikantin, ebenfalls eine Deutsche, sie half mit die Schäfchen zusammen zu halten.
Es war sehr angenehm 2 Ansprechpartner zu haben und die beiden konnte man alles fragen. Sie gingen auch auf individuelle Wünsche ein…. Was ist das für eine Frucht…. Ich möchte das mal probieren…. In Cartagena gibt es sehr viele „mobile“ Obsthändler mit (für mich) fremden Früchten.
Gestartet haben wir unsere Tour mit Eis – von der Baumtomate (Tamarillo) – dann ging’s weiter durch die Altstadt. Nächster Halt war ein Stand mit landestypischen Süßigkeiten. Dann ging’s über den Blumenmarkt (hauptsächlich künstliche Blumen, da aufgrund der Wärme die Haltbarkeit für „echte“ Blumen zu kurz wäre). Am nächsten Stand haben wir einen Saft von der Lulo getestet. Sehr lecker und erfrischend. Dann wurde es herzhaft: wir haben eine gegrillte Wurst mit Maisfladen gegessen. Die Wurst war super, sie wurde mit Limettensaft gewürzt. Für viele Einheimische ist das wohl ein „schnelles“ Mittagessen. Der Maisfladen wird mit sehr scharfer Soße gewürzt…. Ohne ist er eher geschmacksneutral …. Mir hätte die Wurst solo gereicht ![]()
Am Nebenstand haben wir dann noch Maisfladen gefüllt mit Reibekäse bekommen. Das war leider gar nicht mein Geschmack. So jetzt sind wir langsam gut satt
aber es geht weiter zu einem Stand mit Kokosnüssen. Um Kokoswasser „to go“ anzubieten ist man wohl dazu übergegangen das Wasser in kleine Schläuche abzufüllen… damit man nicht mit der riesigen Kokosnuss durch die Stadt laufen muss. Naja, das sieht ein bisschen gewöhnungsbedürftig aus. Das Kokosfleisch habe ich eindeutig dem Wasser vorgezogen.
Aber noch nicht genug…. Nebenan gab’s einen sehr abenteuerlichen Stand: dort wurden diverse Mais- und Bohnenfladen frittiert. Mit Hackfleisch oder auch mit Ei…. An diesem Tag war es 36°C warm (im Schatten), selbstverständlich lag alles in der Sonne…. ich muss es ja nicht herausfordern, daher entscheide ich mich nur für die vegetarische Variante ,-)) Das war lecker.
Dazu noch ein frisch gepresster Orangensaft. Super.
Was mir jetzt noch gefehlt hat: zum Abschluss ein landestypisches Schnäpsle und / oder ein kolumbianischer Kaffee.
Egal es war eine sehr schöne Tour mit viiiiielen Eindrücken.
Wir hätten ohne Guide sicherlich an keinem der Stände etwas gegessen.
Alles war ok, mir ging es auch am nächsten Tag gut ![]()
Wir sind dann nicht mit dem Bus zurück zum Schiff sondern sind noch etwas in der Stadt geblieben, haben uns die schöne Altstadt nochmals in Ruhe angeschaut und sind dann mit dem Taxi zurück (USD 10).
Am Hafen gibt’s einen kleinen Tierpark. Die Papageien haben mich total fasziniert.