Der Bericht gefällt mir sehr gut. Einzig die winzigen Bilder finde ich sehr schade.
LG Susanne
Kann man die nicht klicken, damit sie größer werden?
P.S. Morgen oder am Freitag geht es mit Budapest, Bratislava und Melk weiter...
Der Bericht gefällt mir sehr gut. Einzig die winzigen Bilder finde ich sehr schade.
LG Susanne
Kann man die nicht klicken, damit sie größer werden?
P.S. Morgen oder am Freitag geht es mit Budapest, Bratislava und Melk weiter...
Mittwoch, 22.07.2020
Budapest - geplant 19.30 - 23.59 Uhr
Pünktlich hat die MS Belvedere an ihrem Liegeplatz bei der Freiheitsbrücke (Pester Seite) festgemacht. Von hier ist es nur ein ganz kurzer Weg zur großen Markthalle, zur Vacsi utca (Einkaufsstraße), auf der anderen Seite liegt das Hotel Gellért mit dem bekannten Thermalbad. Das Bad ist wegen Corona momentan geschlossen.
Direkt beim Liegeplatz fährt die Metrolinie M4, die Straßenbahnen 2, 47, 49 und der Trolleybus 83 ab. Die 2 fährt an der Donaupromenade entlang. Die Ticketautomaten können auch Deutsch, das 24-Stunden-Ticket kostet 1.650 HUF - 4,75 Euro. Obwohl wir nur eine Hin- und Rückfahrt gebraucht hätten, habe ich instinktiv zum Tagesticket gegriffen.
An diesem kurzen Abend stand für uns nur die Fahrt mit der 2 am Parlament vorbei an, und von der Endstation ein Spaziergang zum Nyugati-Bahnhof, um beim dortigen Starbucks Tassen zu kaufen. Ich sammle leidenschaftlich die Tassen von Starbucks und versuche, mir immer welche von unterwegs mitzunehmen.
Sehr beeindruckt sind wir zurück zum Schiff, wo schon an der Türe auf dem "alle an Bord"-Schild plötzlich Übernachtung stand (vorher stand da 23.30). Irgendwas war also im Busch ...
Irgendwann nach 22.30 kam dann auch die Durchsage, dass wir aufgrund Motorschaden erst einmal hier bleiben würden. Am Donnerstag würde es repariert, man tauscht kurzerhand die Tage Donnerstag/Freitag. Für Donnerstag war Mohacs geplant, Freitag ja wieder ganztags Budapest. Neue Abfahrt: Donnerstag 21.00 Uhr.
Mittwoch, 22.07.2020
Esztergom - 12.00 -16.00 Uhr
Budapest - 19.30 - 23.59 Uhr
289km Donaustrecke von Wien bis Budapest
Weiter geht es nach Esztergom. Von den Schleusen in Freudenau und Gabcikovo habe ich in der Nacht nichts mitbekommen. Die Donau bildet einige Zeit die Grenze zwischen der Slowakei und Ungarn, das merkt man gerade am Handyempfang - keines der beiden Netze bringt wirklich was.
In Esztergom kamen wir knappe 2 Stunden früher als geplant an - man merkt, dass die Fahrzeiten auf der Donau meist sehr entspannt geplant sind.
Wahrzeichen von Esztergom ist selbstverständlich die Basilika:
Wir hatten einen schönen Spaziergang, haben vor dem Rathaus Kaffee getrunken (850 Forint - 1000 Forint sind grob 3 Euro) und sind dann auch auf den Berg zur Basilika spaziert. Es war sehr warm und sehr anstrengend. Der Ausblick von der Basilika belohnt natürlich.
Die Ortschaft gegenüber ist Sturovo in der Slowakei.
Auf dem Rückweg zum Schiff haben wir noch eine Kleinigkeit in einer schwimmenden Bar gegessen.
Fortsetzung folgt mit Budapest...
Dienstag, 21.07.2020
Wien
292 km Strecke auf der Donau - Talfahrt (zur Mündung hin)
"Die erste Nacht auf der Donau ist eine unruhige Nacht." Das stimmt - sind es doch von Passau bis Wien 9 Schleusen, bei denen man auf dem ganzen Schiff immer teilhaben darf. In den Schleusen brauchen sie zum "Einparken" die Bugstrahlruder, die relativ laut sind. Auf dem Hauptdeck ist man dem Wasser auch sehr nah:
Bis Budapest sind es dann übrigens nur mehr 2 weitere Schleusen (Freudenau, kurz hinter Wien, und Gabcikovo in der Slowakei).
Frühstück war für unsere Gruppe heute 7.30, gefolgt von der Ausflugspräsentation um 8.45 Uhr. Die Präsentation haben wir nicht besucht, da wir keine organisierten Ausflüge machen wollten.
Auf dem Weg nach Wien geht es durch die wunderschöne Wachau:
Das dritte Bild ist von meinem Lieblingsplatz aufgenommen - direkt vorne am Bug.
Sehr praktisch sind die Stromkilometertafeln an der Donau, man weiß immer ganz genau, wo man ist, und wie weit es noch bis zum nächsten "wichtigen Punkt" ist. In Österreich sind sogar alle 100 Meter noch die Zwischenschritte markiert.
Das nie in Betrieb genommene Atomkraftwerk Zwentendorf, welches das einzige in Österreich gewesen wäre.
Durch die Verzögerung am Vorabend legten wir gegen 13.30 Uhr mit etwas Verspätung an der Donaustation in Wien-Nußdorf an. Ja, Nußdorf liegt etwas außerhalb, man ist aber in 7-10 Minuten bei der Straßenbahnhaltestelle der Linie D und am Bahnhof Nußdorf, wo es eine S-Bahn-Anbindung zum Franz-Josefs-Bahnhof (und zur U-Bahn in Spittelau und Heiligenstadt) gibt.
Wir waren in Wien mit einer Freundin verabredet, die im Tiergarten Schönbrunn arbeitet.
Mit ihr wollten wir dann Essen gehen, auf dem Weg nach Heiligenstadt in den Heurigen hat uns dann das Unwetter erwischt, wir mussten uns unter einen Baum im Park in Schönbrunn retten, um nicht vollständig durchnässt zu werden. Nach dem Unwetter war es relativ schnell wieder recht angenehm.
Im Weingut in Heiligenstadt:
Von dort sind wir gemütlich zum Schiff zurück spaziert, um zur Abfahrt 23.00 Uhr pünktlich da zu sein.
Landgang - allgemein
Für jeden Landgang muss man an der Rezeption die sogenannte "Landgangskarte" abholen. Das ist ein laminierter Zettel mit der Kabinennummer. Bei der Rückkehr sollte man die Karte auch wieder abgeben. Nachdem gefühlt in jedem Hafen Kabinen ausgerufen wurden, wird das wohl gerne vergessen... ![]()
Montag, 20.07.2020
Abfahrt in Passau
Wir hatten das Wochenende vorher noch in München verbracht und hatten dafür das Hotel Premier Inn am Frankfurter Ring für günstige 39 Euro die Nacht (ohne Frühstück) gebucht. Es ist in einem Neubau direkt über einem Aldi untergebracht.
Nach einem Kaffee am Morgen ging es dann über die A92 und die A3 nach Passau - der Weg über die A94 ist meiner Meinung nach nicht zu empfehlen - die nicht fertig ausgebauten Abschnitte sorgen für Stress beim Fahren.
Wir hatten für die Woche einen Parkplatz im Parkhaus der Globus Group gebucht, 79 Euro, im Freigelände etwas billiger. Das Gepäck wird direkt in der Garage angenommen und zum Schiff, besser gesagt, direkt zur Kabine gebracht. Ab etwa 12.45 Uhr fährt dann auch der Shuttlebus von der Garage zu den Schiffen. Mit uns in Passau waren auch die Nickovision und die Bellissima.
Der erste Blick auf die Belvedere, noch aus dem Bus:
Die Einschiffung sollte gegen 15.30 Uhr beginnen, bis zu diesem Zeitpunkt findet aber kein Service statt. Wir hatten Glück und saßen unter einem der beiden Sonnensegel. Es empfiehlt sich also, selbst etwas zu Trinken dabei zu haben. An der Lände Lindau liegt noch ein Discounter und ein Drogeriemarkt gegenüber.
Später ging dann der Maitre mit einer Liste aller Passagiere durch und hat bei jedem die Temperatur gemessen, der Kreuzfahrtdirektor hat die Gesundheitsfragebögen eingesammelt. Den angekündigten Schnelltest haben sie nicht gemacht. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch unsere Kabinennummer erfahren - auf dem Hauptdeck relativ weit hinten.
Pünktlich um 15.30 Uhr begann dann die Einschiffung, die Ansage war "bitte kommen Sie selbständig in kleinen Gruppen zur Rezeption". Man hat immer nur 10 Leute auf einmal vom Sonnendeck runter gelassen. An der Rezeption bekommt man die Kabinenkarten mit der Farbmarkierung für die Gruppe, die Tischreservierung im Restaurant und die Karten für die Audiogeräte für die Ausflüge.
Für alle Veranstaltungen und alle Mahlzeiten waren wir in die Gruppe Rot und die Gruppe Blau eingeteilt, die sich mit den Beginnzeiten jeweils abwechselten. Gerade beim Frühstück war es manchmal lästig, da das dann für jeweils eine Gruppe von 7.00-8.00 stattfand (am letzten Tag 6.30-7.30).
Wir sind dann auch direkt in die Kabine, ausgepackt und zur Abfahrt um 17.00 wieder hoch.
Die Abfahrt verzögerte sich dann noch, weil auf Anreisebusse gewartet wurde. Um 18.15 fand für unsere Gruppe die Bordinformation und die Sicherheitseinweisung statt - im Notfall auf das Sonnendeck, dort gibt es auch Schwimmwesten.
Irgendwann ging es dann auch los, da saßen wir aber bereits beim Abendessen - wir hatten zu zweit einen 4er-Tisch, daneben waren an einem 6er nur die äußeren Plätze belegt. So locker war es eigentlich überall.
Ab dem zweiten Tag steht bereits beim Frühstück die Speisekarte für den ganzen Tag auf dem Tisch und man bestellt beim Tischkellner vor.
Hier noch ein paar Impressionen direkt nach der Abfahrt in Passau und von der Schleuse Jochenstein, bei der uns die Nickovision eingeholt hatte.
Noch ein Wort zur Maskenpflicht: Man muss an Bord, wenn man herumläuft, die Maske tragen. Überall, wo man sitzt, muss man sie nicht tragen. Auch am Sonnendeck darf (bei genug Abstand) auf die Maske verzichtet werden.
Ja, wir waren heute planmäßig in Bratislava und sind gerade auf dem Weg nach Melk. Der Kreuzfahrtleiter sprach gestern von einer kaputten Schraube, der Kapitän heute von einer kaputten Treibstoffleitung. Ich lasse das einfach mal so stehen.
Wir bleiben jetzt erst mal bis Mittag in Budapest. Danach soll ein Ausflug (für alle kostenlos) nach Viségrad angeboten werden, das Schiff soll mittags dann auch dorthin aufbrechen.
Wir gehen gleich nach dem Frühstück nochmal raus, es gibt echt schlechtere Orte, um nicht weiterzukommen.
Da geht man nichtsahnend früh ins Bett und wacht auf und das Schiff ist wieder in Budapest. Scheinbar ist der Motorschaden wieder da... Mehr weiß ich gerade noch nicht.
Kleine Planänderung: Mohacs morgen früh nur zum Ausstieg der Ausflugsgäste nach Pecs. Danach fährt das Schiff gleich wieder nach Kalocsa zurück, da sonst die Fahrzeit bis Bratislava nicht zu halten ist. Wenn man in Mohacs privat an Land gehen will, wird man von dort mit dem Bus nach Kalocsa gebracht. Wenn ich richtig rechne, würde in Kalocsa keine Zeit für individuellen Landgang bleiben.
Heute Abend soll es ja nach Mohacs gehen. Abfahrt 21.15 Uhr, morgen geht es dann von Mohacs direkt nach Bratislava.
sorry für die Berichtigung, das war der Donaukanal
wir sind in Budapest...![]()
Ich sehe das total entspannt. Wir sind vorhin mit der Straßenbahn 2 an der Donau entlang gefahren und ich habe 24-Stunden-Tickets gekauft. Als ob ich es gewusst hätte ![]()
Es wird spannend... eigentlich wären wir um 23.30 von Budapest weiter nach Mohacs gefahren. Um 22.00 kam die Durchsage, dass wir einen Motorschaden haben, der hier in Budapest repariert wird. Also werden jetzt Mohacs und Budapest (2. Anlauf) getauscht und wir bleiben bis morgen Abend 21.00 in Budapest.
Es gibt schlimmere Orte, um festzuhängen.
So, ein kurzes Update von mir:
Einschiffung war relativ problemlos, kein Coronatest, nur Fieber gemessen.
Bei allen Veranstaltungen gibt es zwei Sitzungen (Gruppe rot und Gruppe blau), die sich mit früh/spät täglich abwechseln.
In allen öffentlichen Bereichen muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden, der Service trägt Handschuhe und MNS. Die meisten Mitreisenden halten sich auch daran.
Wir waren gestern schon in Wien, mehr folgt dann, wenn ich zuhause bin - inkl. Fotos, was mir am Handy zu kompliziert ist.
Ach ja, gerüchtweise sind 130 Passagiere an Bord, scheinbar wurde hier eine Reise eines anderen Schiffs kurzfristig auf unseres umgebucht.
Gerade kam der Newsletter dazu - die Preise sind echt super.
Also die Maske darf man nicht ablassen, wenn man negativ getestet wurde. Der Schnelltest prüft die beiden Immunglobuline G und M (eines von beiden ist das nach einer Erstinfektion, das zweite ist sozusagen das "Immungedächtnis", also für eine zurückliegende Infektion).
In einem Reisebericht aus einem anderen Forum ist der Test abgebildet www(PUNKT)zinni-online.de/Rhein-2020/index(PUNKT)html
Gestern kamen die Reiseunterlagen, hier einige Informationen vor der Einschiffung:
Hoffentlich liegen morgen die Reiseunterlagen im Briefkasten - so knapp war es schon lange nicht mehr.
Gerade fand ich beim Stöbern in den Nachrichten noch einen Artikel, dass Passau wieder das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen erlaubt. Wir sind zur Abfahrt an der Lände Lindau, zur Rückkehr an der Lände Altstadt gelistet.
Ich bin natürlich auch dabei, wo wir doch am 03. August die gleiche Fahrt mit dem Schwesternschiff MS Viktoria machen werden.
Augenscheinlich werden wir ja sowohl in Passau als auch in Wien nicht
die stadtnahen Anlegestellen haben, was ich sehr schade finde.
Wir würden uns natürlich sehr über ein paar Infos von euch mh1978 freuen, aber jetzt genießt erstmal noch die Vorfreude und dann die 8 Tage auf der Donau
Nußdorf ist gar nicht so schlimm in Wien - paar hundert Meter Fußweg zur Straßenbahn D , die direkt bis zur Ringstraße fährt.
Falls Du den Parkplatz noch stornieren kannst ( und möchtest), in Engelhartszell gibt es eine gute Parkmöglichkeit gegenüber der Anlegestelle bei der Firma Strasser ( Schreibweise habe ich nicht sicher im Kopf, einfach mal googeln. ) die sind genau einmal über die Straße zu den Anlegern in Engelhartszell.
Von Passau mit Bustransfer musst Du ca. 20 - 30 min rechnen.
Storno ist aber nur zu empfehlen wenn Du dir ganz sicher bist mit dem Ablegen in Engelhartszell und wenn die Stornokosten nicht zu hoch sind. Und da bei Strasser auch noch was frei ist.
Globus (Firma Eichberger) und Firma Strasser unterscheiden sich nur um 2 Euro. Ich bleibe in Passau und wir lassen uns fahren. Von Passau aus bin ich auch schnell wieder auf der Autobahn in Richtung Heimat.