Ich verstehe die Aufregung nicht. Das haben wir Paxe doch selbst in der Hand. Wer um 13 Uhr oder früher kommt, der muss eben warten und anstehen. Wer um 14 Uhr oder 14:30 kommt kann "durchmarschieren".
Muss den wirklich jede Kleinigkeit reglementiert werden?
Grundsätzlich hast du recht: Das haben wir Passagiere doch selbst in der Hand. Wer um 13 Uhr oder früher kommt, muss gegebenfalls warten und anstehen. Wer um 14 Uhr oder 14:30 Uhr kommt, kann in der Theorie „durchmarschieren“.
In der Praxis sieht es aber oft anders aus: Wenn keine individuellen Zeitfenster ausgewählt werden können und nur ein pauschaler Zeitraum wie „13–16 Uhr“ kommuniziert wird, erscheinen erfahrungsgemäß viele Gäste aus Sorge, zu spät zu kommen, möglichst früh – also gegen 13 Uhr. Genau das führt dann zu den langen Schlangen, die das Zeitfenster-System eigentlich verhindern soll.
Meine Kritik zielt nicht auf mehr Reglementierung, sondern auf bessere Kommunikation: z. B. klare Hinweise, wann es erfahrungsgemäß am wenigsten voll ist, oder dynamische Empfehlungen, falls das System keine individuellen Fenster zulässt. So bleibt die Entscheidung beim Gast, aber er hat eine realistische Einschätzung, statt aus Unsicherheit alle gleichzeitig zum Startzeitpunkt erscheinen zu lassen.
Und wenn mir garantiert wird, dass ich um 14 Uhr problemlos durchlaufen kann, ist das ja prima. Ich habe bei einer 14-tägigen Reise kein Problem, um 13, 14 oder auch 15 Uhr an Bord zu gehen. Ich habe nur keinen Bock auf endlose Schlangen – und das hat mit funktionierenden Zeitfenstern bisher immer problemlos geklappt.
Aber mal eine Gegenfrage an dich: Kannst du mir denn garantieren, dass ich um 14 Uhr wirklich „durchmarschieren“ kann? Wenn ja, super – dann nehme ich das gerne als persönliche Zusage. Wenn nein, dann ist meine Kritik doch berechtigt: Solange es keine klaren Empfehlungen oder eine sinnvolle Steuerung gibt, wenn die Fensterauswahl ausfällt, bleibt das Risiko von langen Schlangen bestehen – und das geht zu Lasten der Gäste.