tigerdisco nuja. Wir sind in etwa gleich viele Meilen gesegelt, wie mit Motor gefahren. Das lag aber daran, dass uns der Wind nicht wirklich wohlgesonnen war.
Beiträge von Shadoweevee
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Tag 9 und 10
Es war schon ein wenig traurig, als wir heute den Anker bargen. Trotz des schlechten Windes entschieden wir uns dazu, ein letztes Mal die Segel zu setzten. Und diesmal ein ganz Besonderes. Die Breitfok. Dieses Segel ist vermutlich das bekannteste Segel für jeden, der noch nie gesegelt ist. Das liegt hauptsächlich an den Darstellungen von Fregatten und Wikingerschiffen. Bei diesen sieht man oft Foksegel mit ihren Topsegeln. Diese Segel sind gut einsetzbar wenn man Wind von achtern hat, da sie die maximale Fahrt bringen. Ähnliche Segel werden heute gerne bei Luxusjachten getakelt. Wie auch immer. Wir fuhren, zum Ärger, der Nachtwache des Vortages, die gesamte Förde wieder zurück, einfach um die Breitfok auf diesem Flautentörn noch einmal nutzen zu können. Als wir aus der Flensburger Förde wieder raus waren, fuhren wir wieder kreuzend zurück. Während dieser Zeit brach meine Wache an. Die C Wache welche am gestrigen Tag in die Flensburger Förde hineinkreuzte, unterstützte uns zwar, war aber jetzt noch verwirrter als vorher. Als wir in die Hafeneinfahrt kamen holten wir die Segel ein und manövrierten mit Motor an den Kai.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Dort verbrachten wir dann einen letzten sehr schönen gemeinsamen Abend. Man versuchte, mich unter anderem auch scherzhaft an Passanten zu verkaufen. Was einem sehr überzeugenden Freund auch fast gelang. Deshalb zog ich mich kurz vorm Preisvorschlag zurück… Es lag noch relativ viel Freude in der Luft, was am Tag darauf aufgrund des Abschiedes schnell in Traurigkeit umschlug. Ich war Backschaft und während der Rest des Schiffes geputzt wurde, zusammengepackt wurde und so weiter, deckte ich den Frühstückstisch. Danach verabschiedeten wir uns alle in einer großen Runde und warteten dann darauf, dass wir abgeholt werden oder zu unseren Zügen gehen konnten.
Kleines PS: die „Amphitrite“ ist bei vielen Veranstaltungen, wie der Kieler Woche zugegen und kann dort (für einen kleinen Preis) oft besichtigt werden.
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Tag 8: Produktiv ist das Stichwort.
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des geplanten Lagerfeuers am Abend, irgendwo an der Küste. Während wir schon in Faarborg Kohlen gekauft haben, ging es heute in erster Linie darum, den Spritschlauch des Beibootes zu reparieren, um überhaupt ans Land zu können. Dafür gingen wir heute sehr früh Anker auf und machten uns bereit, um in Sonderburg anlegen zu können, wo dann auch das Mittagessen vorbereitet wurde.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Blick auf die Brücke.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Universität von Sonderburg
Nachdem wir dieses eingenommen hatten und ein passender Schlauch gefunden war, machten wir um 12:30 die Leinen los, um 12:38 durch die Hebebrücke zu fahren und uns dann auf die Suche nach einem Grillplatz zu machen, welcher auch gegen 15 Uhr gefunden war.
Dort habe ich unter anderem dieses Bild und auch mein jetziges Profilbild gemacht.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.(uiuiui, eine Handykamera ist kein Ersatz für optischen Zoom)
Wir lagen bis etwa 19 Uhr dort, und während einige ins Bett gingen, brachte in die kreuzende Fahrtwache uns noch in die Flensburger Förde, wo wir dann in der Nacht noch vor Anker gingen.
Der heutige Tag bietet sich eigentlich perfekt an um ein wenig das Leben an Bord zu beschreiben: Um 6:15 geht’s los: die Nachtwache weckt die Backschaft und den Smut, welche um 6:30 in der Kombüse stehen. Ebenfalls um 6:30 geht die Nachtwache wieder in den Bauch des Schiffes um die anderen Wachen zu wecken, welche dann innerhalb der nächsten halben Stunde, hungrig in der Messe stehen und bis 7:30 frühstücken. Um 7:30 werden dann bestimmte Manöver wie zum Beispiel das Ankerheben oder Segelsetzen durchgeführt und um 8 wechselt die Wache. Diese 8-12 Wache ist die „Reinschiff“-Wache, also fürs Putzen auf Deck und im Bauch des Schiffes zuständig. Sie ist sonst auch eine normale Fahrtwache. Ab 11:30 isst die aufziehende Wache, um die letzte Wache abzulösen. Von 12 bis 15 Uhr ist dann diese Wache aktiv und manchmal gibt es gegen 14:30 Kuchen für die aufziehende Wache, während die abziehende Wache und die Freiwache diesen um 15:00 einnehmen kann. Oft sind während dieser Zeit, je nach Wetter, alle die keine aktive Wache haben, also Freiwache sind, in der Messe oder an Deck versammelt, spielen Spiele, singen oder sonnen sich. Dies zieht sich den Nachmittag durch. Bis 17:30 dann die aufziehende Wache zum Abendbrot gerufen wird. 18:00, nach dem Wachwechsel essen die anderen Wachen. Von 0-12 Uhr sind die Wachen 4 Stunden lang und von 12-0 jeweils 3 Stunden. Daher wird in der Nacht, wenn möglich (also bei Anker und Hafenwache) auf 2 Mann Wachen a 2 Stunden gesetzt, während bei Fahrtwache alle 4 volle 4 Stunden durchhalten müssen. Bis dann, um 6:15 die neue Backschaft geweckt wird und eine Viertelstunde später in der Kombüse steht.

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Huni hach man. Auf das KUS bin ich erst nach, bzw während der Reise gestoßen, da wir ja die Thor gesehen haben. Jetzt bin ich ein Jahr zu spät dran.

So ist dann aber wohl das Leben.
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Tag 7: Neee
Der heutige Tag begann bei einem Frühstück an Deck, was trotz des sonnigen Wetters nur ein Mal stattfand. Nach dem Frühstück mussten die Postkarten natürlich auch zur Post gebracht werden. Dafür hatte ich mich freiwillig gemeldet und fragte noch, ob wir uns ins Landgangsbuch eintragen sollten. Die Antwort darauf war ein langes „Neeee“. Wir machten uns zu dritt zusammen mit einem Betreuer auf den Weg in die Innenstadt uns sind dann doch noch ein wenig durch die schöne Stadt gebummelt. Naja. Wir sollten zwar vor dem Mittagessen wieder da sein aber während zählt auch noch, oder?
Zu diesem Zeitpunkt war das dänische Schiff bereits verschwunden. Das machte das Ablegen deutlich einfacher, auch da der Jachthafen auf der anderen Seite der Stadt liegt.
Außerhalb des Hafens wurden bei einem lauen Lüftchen die Segel gesetzt und der von steuerbord kommende Wind trieb uns auf fast 15 Grad Schlagseite, bis er letztendlich doch wieder abflachte und wir bei vollen Segeln zum Stehen kamen. Wir entschlossen uns daher das Beiboot auszusetzen, um Fotos zu machen. Da wir aktive Wache waren, waren wir zuletzt an der Reihe. Im Nachhinein war das unser Glück. Die erste Gruppe stellte nämlich nach guten 20 Metern fest, dass der Treibstoffschlauch am Außenborder kaputt war. Das Zurückpaddeln muss sehr lustig gewesen sein. Deshalb entschlossen wir uns, später den Motor anzuwerfen und Richtung Sonderburg zu fahren, wo man Ersatzteile vermutete. Kaum nachdem wir das Beiboot zurück auf die Achternaufbaut gehievt hatten, wurde es plötzlich sehr laut. Jeder war an Deck und hatte ein Stückchen Kuchen oder eine Tasse Tee in der Hand, während etwa 10 Meter, steuerbord und bestimmt nur in 30 Meter Höhe, 3 Kampfflugzeuge, zwei Eurofighter Typhoon und ein Tornado, an uns vorbeiflogen. Dies war aber nicht der einzige militärische Kontakt des Tages. Als wir unsere Fahrt Richtung Sonderburg fortsetzten, (diesmal unter Maschine) kreuzte ein deutsches U-Boot unseren Weg. Dieses ließ sich auch deutlich einfacher fotografieren als die Flugzeuge.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Gegen 21 Uhr warfen wir kurz vor Sonderburg den Anker und ließen den Rest des Tages ausklingen.
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Tag 6: Faarborg Sogn.
Das sehr frühe, allerdings ungeplante, Aufstehen um halb 2 Uhr heute, war es auf jeden Fall wert: Wir fingen mitten in der Nacht an, Wenden zu üben. Eine Wende ist ein Manöver, in der Segelschifffahrt, mit welchem man gegen den Wind fährt. Dabei stellt man zuerst das Besansegel, auf achtern, gegen den Wind, dreht dann das Schiff und versucht, während sich die Gaffelsegel drehen, die Klüver (Frontsegel) auf die andere Seite zu ziehen, während das Besansegel die Drehung unterstützt. Das dauerte etwa 20 Minuten und dann ging es wieder ins Bett um für die Backschaft am Seemannssonntag klar zu sein. Über Backschaft gibt es nicht so viel zu erzählen. Man macht halt Essen mit, deckt den Tisch etc. Unser Essen war schon etwas anders als beispielsweise damals auf der Mein Schiff 4. Aber immer lecker, immer reichlich und gut, unserem Smut zuliebe schreibe ich mal „BESSER“. Neben einem reichhaltigen Frühstück gab es mittags solche Leckereien wie Schweinebraten, Würstchen mit Reis oder auch Hähnchencurry.
Irgendwann legten wir dann in Faarborg an um zu duschen, zu baden uun… ach warte. Als Backschaft ist man damit beschäftigt das Essen für die anderen vorzubereiten. Wie dem auch sei… während wir das Essen für die anderen aufstellten lief gegenüber von uns ein weiteres Schulungsschiff, allerdings unter dänischer Flagge, ein. Dieses war wesentlich höher als die Amphi. Die Mannschaft schaute dann schon verblüfft, als wir alle zusammen an Deck saßen und sangen.
Hach ja. Später durften wir dann doch an Land und die wirklich schöne Innenstadt von Faarborg erkunden.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Dabei fiel uns auf, dass in Dänemark wohl der Toyota Yaris das Nationalfahrzeug ist und wir entschlossen uns „Yarisringe“ in Eisstielchen zu machen. Warum haben wir das gemacht? Keine Ahnung!
Am Abend wurden dann Postkarten verfasst. Diese sehr poetischen Kunstwerke können mit dem Schiffsstempel in die ganze Welt geschickt werden. Aber auch dieser Tag endete mit einer schönen Runde Werwolf, einem Rollenspiel, in welchem ich alle drei Runden denselben Charakter zugelost bekam, welcher in der ersten Runde stirbt. Nun ja, man soll wohl auch einmal Pech haben.

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Tag 5: Es gibt nur Wasser…
Wegen des sicheren Liegeplatzes im Hafen, durfte heute jeder ausschlafen. Entsprechend gut war die Stimmung während des leicht verspäteten Frühstücks. Noch besser wurde die Stimmung, als wir so langsam mitbekamen, dass ausnahmsweise kein Anker gehoben werden muss und uns aufgrund eines Tauchereinsatzes an der Amphi noch etwas Zeit im Hafen blieb. Und wenn man mit einem Schiff in einem Hafen ist, bietet sich ein Schifffahrts- und Hafenmuseum doch an. An dieser Stelle eine kleine Empfehlung für das Schifffahrts- und Hafenmuseum in Marstal, mit einer schönen Ausstellung und einer ebenfalls sehr schönen Außenanlage. Mir hatten vor allem die Exponate zum Schiffbau gefallen.
Gegen 12:30 Uhr entschlossen wir uns aus dem Hafen von Marstal zu verlassen.
Von unserem Liegeplatz, dem ehemaligen Fährterminal, wollten wir uns zur gegenüberliegenden Ausfahrt begeben und auf dem Weg dahin, den Bug zur Ausfahrt drehen. Wir begannen das Manöver zügig und ohne Probleme, gingen in die Drehung und hatten prompt ein Problem. Die Kleinjachten welche zum Jachthafen, dessen Zufahrt uns von der Ausfahrt trennte, wollten und von eben dieser und einer anderen Zufahrt kamen, sahen es nicht ein, ihre Geschwindigkeit zu verringern und eine Kollision zu vermeiden. Der Gipfel der Frechheit war ein schneller Motorbootfahrer, welcher maximal zwei Meter vor unserem Bug noch schnell in den Jachthafen fuhr und uns zurief, er hätte uns nicht gesehen. Klar. Ein 44 Meter langes und fast nochmal so hohes Schiff kann man schon mal übersehen. Zumindest bei egoistischem Tunnelblick.
Wie dem auch sei. Wir setzten, sofort als wir aus der Hafenausfahrt fuhren, Segel und konnten für eine Weile einfach bloß segeln bis uns eine Landzunge Ærøs erneut den Wind nahm und uns schon bald wieder festsetzte. Wir hingen also wieder mit Flaute auf der Ostsee. Bei dieser Gelegenheit haben wir das Lied „Es gibt nur Wasser“ von Santiano zur Hymne der Reise gemacht.
Und ich bin bei der Gelegenheit doch auf dem Achterdeck eingeschlafen und hab mir nen Sonnenbrand auf der Nase geholt. Den Spitznamen Rudolph hab ich mir also hart selbst erarbeitet.
Während ich also geschlafen habe und das Schiff mit 0,7 bis 0,9 Knoten Geschwindigkeit auf Kurs 200-210 gen Südwest dümpelte, passierten wir die Landzunge und plötzlich war wieder genug Wind da um bis zu 2 Knoten Fahrt zu machen. Beim eigenen Wachbeginn um 12:45 Uhr berieten die Steuerleute und der Kapitän noch das nächste Ziel. Diese Diskussion hielt auch fast bis zum Ende unserer Wache an, jedoch frischte der Wind auf und ohne Kursanweisungen hielten wir uns nordwestlich entlang der Küste Ærøs. Kurz vor Ende unserer Wache entschied die Schiffsführung, den Tauchereinsatz im Hafen von Faaborg zu wiederholen. Die nächsten 6 Stunden liefen ruhig wenn auch schaukelnd ab. Bei Antritt der 21 Uhr Wache war vom lauen Lüftchen des Tages kaum noch etwas zu spüren. Bei Windstärke 5 spritzte Salzwasser aufs Deck und der Ausguck brauchte 2 Dinge: einen guten Magen und eine Jacke. Letztere musste später hochgeholt werden, der gute Humor machte aber vieles wett. Endlich gab es mal Wind und unsere Amphi hat geschaukelt. Trotzdem waren wir nach 3 Stunden Wache froh, Mitternacht ins Bett zu gehen.
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Tag 3: Bewegung tut gut.
8:30 Anker auf!
Nach dem Frühstück und Wachwechsel des Morgens gingen wir Anker auf. Ab diesem Tag hatte ich bei dem Manöver immer dieselbe Aufgabe. Die Ankerketten der Amphitrite werden nicht durch die Motoren bedient und sind deshalb mit Manneskraft zu betätigen. Ähnliches gilt fürs Stauen der Ankerkette, was im Bauch des Schiffes passiert. Die Ankerkette der Amphitrite wird nicht aufgewickelt sondern zusammengelegt, was schon einmal zu Problemen beim Ankerwerfen führen kann, wenn die Kette falsch gestaut wird. Dies war künftig meine Aufgabe für dieses Manöver.
“Anker auf“ verlief reibungslos und wir traten unsere Fahrtwache bis 12 Uhr an.
Bis etwa 10 Uhr trieben wir unter Segeln vor der Nordseite Fehmarns umher bis wir uns aufgrund der Flaute dazu entschlossen, die Segel zu bergen und mit Maschine in den Wind zu fahren. Wir suchten diesen südlich und sobald wir aus der Landdeckung herauskamen frischte es tatsächlich auf. Wir konnten dann erneut Groß und Schonersegel setzen und das Besansegel auf achtern debütierte erstmals auf der Reise. Dieses Segel wird in Manövern gegen den Wind gebraucht und generiert dort zusätzlichen Schub.
Man merkte heute allerdings schon deutlich eine Zeitsteigerung beim Segelsetzen. So langsam hat jeder seine Aufgabe verinnerlicht und das Team wächst weiter zusammen. Ich hatte dann auch das Glück meine Ruderwache unter Segeln zu fahren. Wir ankerten am Abend einige Meilen nord-östlich vor Kiel und verbrachten hier die Nacht.
Am nächsten (also 4. Tag) setzte sich die Flaute fort. Nachdem wir einige Zeit unter Segeln umherdümpelten, entschlossen wir uns nördlich nach Ærø zu fahren, dies allerdings unter Maschine. Während des Wachwechsels um 12 Uhr hatten wir etwa die Hälfte der Strecke hinter uns. Diese Wache ist auch die Reinschiff Wache, aber dazu später mehr. Der etwas auffrischende Wind machte zuerst noch Hoffnung, aber kurz bevor der Kapitän den Befehl zum Segelsetzen geben wollte, sank die Windgeschwindigkeit auf einen Beaufort. Da bewegen sich die Segel der Amphi gar nicht, nicht mal vor Lachen. Gegen 14 Uhr kamen wir im Hafen von Marstal an.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Blick achtern bei der Einfahrt nach Marstal
Die Chance wurde natürlich ergriffen und ein Strand gesucht. Bei guten 25 Grad machten wir uns also auf, Richtung Steinstand Marstal. Nach guten 2 Stunden dort, gingen die meisten von uns (auch ich) nochmal in die Stadt, um vor allem Wasser zu kaufen und danach die Duschen im Hafen zu nutzen. Luxus welcher auf dem Schiff selber zwar einmal vorhanden war, jetzt aber nicht mehr ist. Eine Dusche im Hafen war also willkommen, konnte so doch zugleich der Deoverbrauch an Bord kurzzeitig minimiert werden.
Hafenwache fand nicht statt, da der Hafen als sicher gilt. Allerdings ein gemeinsames Beisammensitzen mit Karten und Brettspielen. Das könnte eigentlich ein Abschlusssatz für jeden Tag an Bord sein.
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Danke, aber brauchst du nicht, so ungefähr habe ich es schon verstanden. Hört sich auf jeden Fall so an, als wenn ihr da sehr professionellen Segelunterricht bekommen habt. Und das war doch die Hauptsache! Neben viel Spaß natürlich

LG Susanne
Nunja, professioneller Segelunterricht ist auch wieder was anderes!
Es sind ja vor allem wie die Mannschaft zusammenwächst und die Abläufe zu beherrschen lernt. -
Susi ich versuche zu helfen um welche Wörter handelt es sich genau?

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Tag 2: Auf nach Fehmarn
00:00: Rise, Rise
Die zweistündige Ankerwache der ersten Nacht war sehr angenehm. Eine klare, windstille Nacht mit Sternschnuppen. Genial.
Wie ich gestern bereits sagte war am heutigen Tag für mich das Erlernen des Segelsetzens und Bergens die Hauptaufgabe.
Das Setzen eines Gaffelsegels ist relativ einfach, da alles von Deck aus bedient werden kann. Allerdings ist diese Takelung auch relativ kompliziert. Beim Gaffelsegelsetzen (Uff. Was für ein langes Wort.) fiert man zuerst die Dirk. Die Dirk hält Klau und Piek in einem bestimmten Gleichgewicht zueinander und wenn man diese fiert, also freigibt, senkt sich die Gaffel und man kann die Zeisinge losmachen.
Mehr Fachbegriffe hätte ich auch nicht hier unterbringen können, ich versuch den Rest auch noch zu erklären.
Nachdem man die Zeisinge, kleine Seile, welche zur Sicherung (und Schönheit) um die Segel gemacht werden, losgemacht hat, macht man die Gaffelgier los, um das Segel in den Wind zu drehen. Die Gaffelgier hält das Segel in seiner Position (midships, backbord, steuerbord) und ist midships (im Weg) angebracht. Man besetzt danach Klau und Piek und zieht das Segel nach oben wobei die Piek den hinteren Teil der Gaffel nach oben zieht, und die Klau welche am Mast sitzt, den vorderen Teil.
Unerfahrenen Crews wird es empfohlen das Segel mit dem Bullen zu fixieren, um ein Schleudern der Gaffel zu verhindern. Erfahrenere Crews fixieren lediglich die Gaffelgier, um Wenden und Halsen (dazu kommen wir später im RB noch) mit weniger Vorbereitungszeit fahren zu können.
Mir fällt grade auf, dass ich noch nicht erklärt habe was eine Gaffel oder ein Bulle ist. Also füg ich das mal hier kurz und knapp ein.
Eine Gaffel ist ein „Quermast“, welcher vom eigentlichen Mast ab, Richtung achtern zeigt. Sie ist an einer Klau und Piek befestigt und trägt selber wiederrum ein Schonersegel.
Der Bulle ist eine Verankerung des Segels und hält dieses fest in Position. Im Gegensatz zur Gaffelgier ist der Bulle auf backbord und steuerbord fest montiert.
An diesen 2. Tag sind wir mangels bewegter Luft wieder nur schleppend vorangekommen und ankern am Abend vor der Insel Fehmarn.
Eigentlich war wohl einen Platz im Hafen vorgesehen, aber man nahm uns nicht auf.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Ich habe an diesem Tag auch meine erste Stunde als Rudergänger verbracht und habe die Amphi auch eine Strecke unter Segeln bewegt. Ich meine, dass ich mich gar nicht so dumm angestellt habe. Wir haben weder einen Eisberg gerammt noch sind wir auf Grund gelaufen. In dieser Nacht verlief unsere Ankerwache von 21-00 Uhr ruhig, da noch viele der Leute aus den anderen Wachen wach waren und es eine kleine Musikstunde sowie eine Brettspielstunde gab.
Nahe unseres Ankerplatzes lagen auch die „Thor Heyerdahl“ von Klassenzimmer unter Segeln und die „Fridtjof Nansen“ von Fridtjof Nansen e.V.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Kurz nach Null ins Bett und durchschlafen!
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Susi66 Auf jeden Fall etwas, was man wiederholen könnte

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Tag 1: Neustadt in Holstein.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Aus einiger Entfernung konnte man die Amphitrite erkennen. Die riesigen Masten waren auch kaum zu übersehen (merkt euch das, ich komm nochmal hierauf zurück). Allerdings war auf dem Hafengelände unerklärlich viel Betrieb. Dieser große Menschenandrang galt aber nicht der Amphi sondern dem am und im Hafen stattfindenden, „Tag der Küstenwache“. Dieser wäre grundsätzlich kein Problem gewesen, wäre das Schiff nicht direkt neben der Musikbühne festgemacht gewesen, was Instruktionen erschwerte. Ein Blick auf die 3 Pläne (Backschaftsplan, Wacheinteilung und Kojenplan) ergab folgendes: Koje 24, B Wache und Backschaft an Anreise, Abreise und Zenit. Wie der Plan es verlangte meldete ich mich bei der Backschaft, welche für die Unterstützung des Smuts zuständig ist und für den Tag das Essen mitzubereitet, Tisch deckt, abräumt, spült, etc. Dies war für mich ungünstig, da die normale Wache somit entfällt, und ich nicht am ersten Tag mit Segelsetzen konnte und so das ganze Prozedere am Tag darauf während des nächsten Segelsetzens mit wenigen Instruktionen erlernen musste. In einem All Hands Manöver wurde noch Proviant an Bord gebracht. Nach dem Mittagessen (Kartoffelsuppe) flohen wir aus dem Hafen von Neustadt, da die anhaltende Fete weitere Erklärungen behinderte. Wir beendeten den Tag ankernd, in der Neustädter Bucht.
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Bevor der Reisebericht richtig anfängt möchte ich den Verein „DJS Clipper“ und das Segelschiff „Amphitrite“ vorstellen.
Der Verein:
Der DJS Clipper ist ein deutscher Segelverein der auf seinen 4 Traditionsseglern „Amphitrite“, „Seute Deern“, „Albatros“, und „Johann Smidt“ Jugendlichen und jungen Erwachsenen Segelreisen ermöglicht. Diese Reisen erfolgen in einer Art „Ferienlager“ auf einem der Schiffe.
Die „Amphitrite“
Die Amphitrite ist ein 1887 gebauter Gaffelschoner. Das Schiff wurde ursprünglich als Rennjacht gebaut und trat so auch gegen die „Meteor“ Schiffe des Kaisers Wilhelm II. an. Dem ehemaligen Zweimaster wurden später ein dritter Mast und Oberbauten hinzugefügt. 1971 wurden, für Filmeinsätze, zwei 230 PS Motoren sowie ein Motor für den Generator mit 110 PS von Mercedes eingebaut. Seit 1976 fährt die „älteste noch segelnde Jacht der Welt“ unter blauer Clipper Flagge.
Rückfragen sind erwünscht, der Verein hat auch eine ausführliche Webseite.
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