Beiträge von Dagl67

    Wenn ich jetzt die Bilder so sehe, geht mir wieder voller Freude auf, was für ein Glück wir an diesem Tag mit dem Wetter hatten :love:

    An der Ecke 8th sind wir in die Subway, um bis zum Rockefeller Center zu fahren. Wir haben keine metro card gekauft, sondern immer Tickets gekauft, indem wir unsere Kreditkarte (immer die Gleiche) an den Scanner an der Durchgangsschranke hielten. Das hat wunderbar funktioniert und die Gebühren pro Transaktion mit 0,05 Euro waren diese einfache Handhabung allemal wert.

    Nun mussten wir erstmal den Ausgang vom Aufgang der Subway raus finden. Der Komplex besteht ja aus mehreren Gebäuden, die irgendwie miteinander verbunden sind. Letztendlich standen wir, als wir endlich wieder an der frischen Luft waren, direkt an der bereits errichteten Eisbahn.

    Wow ging es vorbei an Saks zur St. Patrick's Cathedral

    Um 10.15h hatten wir bereits 10.000 Schritte... Bei unserer Rückkehr aus Schiff waren es dann schon 24.198 und als wir abends ins Bett fielen standen 26.053 auf der Uhr.

    Hier war nun also unser Einstieg in den Highline Park:

    Immer wieder kunstvoll bemalte Fassaden


    Der Highlinepark hat uns super gefallen, eine kleine Oase oberhalb der lauten Straßen und so früh am Morgen noch nicht überlaufen... da änderte sich nach der ersten Stunde recht deutlich

    Die Fähre kostete 8,50 USD pro Person und ging, mit einem Zwischenstopp auf der New Jersey Seite,

    rüber zum Pier 78. Leider haben wir ein nach Dieselöl stinkendes Boot erwischt, bei dem man nicht nach draußen ausweichen konnte... das war Hardcore für Jemanden so geruchsempfindlichen wie mich. Ansonsten aber lohnt sich die Fahrt... schnell und mit tollen Ausblicken auf die City.

    Drüben angekommen sind wir rechts rum

    und haben erstmal Internet angemacht, um Tickets für Summit One Vanderbilt zu kaufen, angedachtes Zeitfenster war früher Nachmittag, damit wir in den Sonnenuntergang rein kämen. Wir hatten nämlich gelesen, dass man, sobald man drin ist, so lange bleiben könne wie man wolle. Tja, der frühe Vogel fängt den Wurm, und das waren heute nicht wir. Es gab nur noch 13.30h oder ab 20h. Och Menno, unser Plan mit Tickets für ca. 16.30h, so dass wir um Hellen, zum Sonnenuntergang und im Dunkeln Fotos machen können... war wohl nix. Also haben wir schnell die letzten beiden Tickets im 13.30h gekauft, direkt über deren Homepage. Insgesamt, mit Tax und irgendeiner fee waren es 98 USD... man gönnt sich ja sonst nichts...

    Okay, dann konnte es jetzt los gehen, wir hatten ja nun einen Termin einzuhalten.


    Ca. 150m nach dem Fähranleger fängt dann die Highline an... eigentlich. Gerade wurde dort gebaut, so dass man die nächste Treppe erst hoch nehmen konnte, kurz hinterm Vessel. Dort waren heute coole Autos ausgestellt, Porsche und Ferrari, natürlich streng bewacht.

    Zum Aufwärmen ging es kurz zum Frühstück und bereits um 7.30h sind wir raus, da wir längere Wartezeiten an der Immigration fürchteten. Begleitet auf unserem Weg vom Schiff wurden wir übrigens vom Kapitän persönlich, der sich auch nicht zu schade war, sich für ein gemeinsames Foto ein paar Minuten Zeit zu nehmen.


    In der Halle waren dann bestimmt 10 Zollstationen offen... wir mussten uns nur hinstellen, ein Foto wird gemacht und zack, waren wir durch.

    Mir einem Uber sind wir für 28 USD bis zum Exchange Place gefahren. Da das Wetter schon war, beschlossen wir, statt der Path die Fähre zu nehmen. Unser erstes Ziel war der Highline Park, so dass wir mit der Fähre nach Midtown gefahren sind.

    Die Promenade, die von der Path Station weiter zur Fähre führt, ist herrlich angelegt.

    Das erste 9-11 Memorial, das wir sahen... da bekamen wir erstmal einen Kloß im Hals

    Ich nutze mal meine freie halbe Stunde heute und mache weiter mit dem 16. Oktober, dem ersten von 3 aufeinanderfolgenden Tage in New York.

    Der Tag begann früh... sehr früh... wir wollten auf keinen Fall die Einfahrt nach New York verpassen und so stand ich bereits vom dem Klingeln des Weckers um 4.25h auf.


    Anfänglich war ich fast alleine auf Deck 14, aber es füllte sich sehr schnell. Meinen Mann hatte ich übrigens auf Deck 5 am Bug positioniert, so dass wir später Fotos aus verschiedenen Perspektiven hätten.


    Was soll ich sagen... es war einfach grandios und einmalig. Dieses Gefühl begann schon beim Anblick der Verrazzano-Narrows Bridge und löste sich erst am Containerhafen in Bayonne auf. Das dazu passende Lied von Frank Sinatra, das irgendwann in Dauerschleife gespielt wurde, tat sein Übriges zum Gänsehautfeeling.


    Und dann war sie da, pure Freude und Dankbarkeit kamen da in mir hoch

    So einen Reisebericht zu schreiben ist viel Arbeit, das können sicher alle, die sich hier im Forum einbringen, bestätigen.

    Die meiste Zeit, zumindest ist es so bei mir, geht eigentlich sogar für die Vorbereitung drauf: das Sichten aller Fotos...die Entscheidung, welche ich zeigen möchte (das ist bei mir das Schlimmste des ganzen Prozesses, denn ich möchte am liebsten alle aussuchen ;))... das Erstellen von Collagen... das Zusammensuchen der Infos zu den einzelnen Tagen (Notizen, wenn vorhanden, die Tagesprogramme, Screenshots etc.) und zum Schluss das Hochladen und Einstellen an sich.

    Das Alles kostet viel Zeit und freie davon habe ich nicht so viel zur Verfügung, weshalb es bei mir meist länger dauert, bis ich einen Reisebericht beendet habe... oder es gar nicht schaffe, weil womöglich schon die nächste Reise dazwischen kommt :/.

    So, diese lange Einleitung war nötig, um euch meine Verzweiflung und meine Wut näher zubringen, denn eigentlich hatte ich längst weiter schreiben wollen, es folgten nun die drei Tage New York, bevor die zweite Cruise dann Richtung Süden starten würde... aber der Supergau einer fotografierenden Urlauberin ist eingetreten: Meine Bilder von New York sind verschwunden =O || ... also genauer alle Fotos vom 2. und 3. Tag dort.

    Mein Mann hat immer wieder an den letzten 2 Wochenenden versucht, Fotos an meinem Handy wieder herzustellen, die (was auch immer ich im Wahn da angestellt hatte, es ist mir nicht erklärlich) gelöscht waren. Mithilfe von zahlreichen Apps, die genau dafür da sind, wurden Foto um Foto angezeigt, die ich dann jedes Mal sichten musste... Um dann immer frustrierter vermelden zu müssen, dass die gesuchten Bilder nicht dabei seien :rolleyes:. Gestern haben wir nun aufgegeben und ich muss es akzeptieren: Ich habe so richtig Mist gebaut und die Fotos sind unwiederbringlich weg, wie auch immer ich das geschafft habe.

    Nun steht als Nächstes an, alle Fotos meines Mannes auf mein Handy zu holen, zu suchen, zu entscheiden... das Blöde daran ist, dass mein Mann manchmal Motive nicht fotografiert: "wozu sollen wir ständig das Gleiche fotografieren, ist doch Quatsch"... leider doch nicht, wie sich nun herausstellt, aber das bringt mir zahlreiche Motive der beiden Tage leider nicht wieder.

    Egal, es ist wie es ist, ich hoffe, dass ich die Sachen zumindest in meiner Erinnerung konservieren können werde, und der Reisebericht muss nun noch weiter warten, bis ich alles erledigt habe.

    Deshalb an dieser Stelle vielen Dank für die Geduld, ich hoffe, dass viele von euch weiterlesen werden, wenn ich wieder starte :* :* :*

    Auf der Hinfahrt hatte unser Busfahrer an der Straße halten wollen, um uns eine der besonderen Brücken zu zeigen, die komplett überdacht sind. Da aber schon der erste Bus dort hielt, sind wir dann doch schnell weiter gefahren. Er versprach uns aber, auf der Rückfahrt dort zu halten, damit wir Fotos machen könnten.

    Und tatsächlich erinnerte er sich daran, hielt aber nicht einfach an der Straße an, sondern fuhr mit dem riesigen Bus in den kleinen Weg und stellte das Gefährt mit der Nase vor die Brücke. Wir sind alle glücklich raus und schossen Foto um Foto... hier 3 davon:

    Auf der langen Rückfahrt haben wir von Jamie noch so einige interessante Infos bekommen, von denen ich mir zumindest eine noch gemerkt habe:

    Durch die gemeinsame Grenze mit Maine/USA switchen die New Brunswicker häufig zwischen dem in Kanada gebräuchlichen metrischen System und dem der Maßeinheiten der USA hin und her. So benutzen sie für die Größe eines Menschen Fuß, aber für Schnee nutzen sie cm/m.

    Die Schilder mit der Geschwindigkeits-beschränkung sind in km. US-Amerikanern gegenüber, die sich nicht an die Geschwindigkeit halten, weil sie diese in Meilen/ Stunde vermuten, sind die NewBrunswicker allerdings nicht nachsichtig... hier werden diese zur Kasse gebeten und das kann bei einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 km/h zu einer ordentlichen Strafe führen, wenn man das in Meilen/ Stunde gefahren ist.

    Zurück in Saint John

    Der City Market und einige andere Gebäude waren wunderschön bunt beleuchtet

    In dem kleinen Containerdorf am Hafen sind Bars und Restaurants und an diesem Abend spiele dort live eine Band, dessen Musik uns das Auslaufen versüßte.

    Dies fanden wir dann auf unserer Kabine vor

    Völlig beseelt von diesem außergewöhnlichen Naturerlebnis fuhren wir mit dem Bus nochmal hoch zum Besucherzentrum. Die meisten nutzen das, um Souvenirs zu kaufen oder auf die Toilette zu gehen.

    Ich ging nochmal raus auf die Terrasse und konnte im Vergleich zu 2 Stunden vorher deutlich sehen, wie weit die Ebbe inzwischen fortgeschritten war. Hier sieht man es im Vergleich ziemlich gut:

    Hier gibt es riesige Heidelbeerenfelder, die (inzwischen chemisch) nach der Ernte abgebrannt werden, um den Boden für die neue Saison vorzubereiten

    Danach hat uns eine Mitarbeiterin des Nationalparks anhand eines übergroßen Modells ein paar Erklärungen zur Bay of Fundy und seinen Gezeiten gegeben und diese anhand von Filmchen an einem riesigen Bildschirm untermalt.

    Dann ging es noch ein paar Minuten mit dem Bus weiter, direkt an die Treppe runter zu den Felsen. Individualausflügler dagegen müssen vom Besucherzentrum ca. 15 Minuten runterlaufen und Eintritt in Höhe von 17, 85 CAD zahlen.


    Durch die fast beendete Saison (letzter Tag ist dort der 29.10.) war es dort angenehm leer, so dass wir uns in Ruhe umsehen konnten.

    Der Tidenhub an der Stadt Saint John ist ca. 28 Fuß, in der Bay of Fundy 40 Fuß und an den Hopewell Rock sogar 50 Fuß. Es handelt sich hier um den höchsten Tidenhub der Welt. Dadurch entsteht bei Ebbe eine wundervoll bizarre Welt, wenn die bei Flut im Wasser liegenden Teile der Felsen frei liegen. Durch die große Kraft des bei Ebbe zurückfließenden und bei Flut einströmenden Wassers ernst entstehen faszinierende Gebilde.

    Funfact: Wenn man eine imaginäre Badewanne 1 Jahr lang unter die Niagarafälle stellen würde, um das Wasser zu sammeln, wäre das ungefähr die Menge, die während einer! Flut in die Bay of Fundy fließt.

    Oben an der Treppe gibt es eine große Plattform mit Erklärungstafeln und der Aussicht auf die ersten Felsen


    Ist das nicht beeindruckend? Unten ist das Seegras fest am Felsen, wodurch es aussieht wie Beine mit Socken an den Füßen

    Die Fahrt dauerte ungefähr 2 Stunden, erst über die Autobahn, später dann durch den Nationalpark.

    Immer wieder sahen wir die Vorboten von Halloween:

    Zwischendurch machten wir eine kurze Pause:


    Angekommen im Besucherzentrum fuhr der erste Bus direkt runter zu den Rockwell Felsen, wir dagegen mussten erst zum Mittagessen im Besucherzentrum:


    Es gab ein kleines Buffet mit 3 Suppen zur Auswahl (vegetarisch, Fisch- oder Hühnersuppe), 2 Sandwiches (weißes Toast oder Vollkorntoast, mit Thunfisch- oder Eiersalat oder Schinken/ Käse), sehr saftiger und leckerer Rührkuchen, Brötchen und Butter, Wasser, Kaffee.

    Beim Ausblick von der Terrasse konnte man sehen, dass die Ebbe bereits begonnen hatte

    Unser zweiter Hafen in Kanada war Saint John in New Brunswick. Hier stand, nach Petra in Jordanien, unser zweiter bei Tui Cruises jemals gebuchter Ausflug, an.

    Saint John ist ein von Kreuzfahrtschiffen nicht so stark frequentierter Hafen:

    Im Jahr gibt es ca. 85 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen und die Stadt wird erst seit ca. 30 Jahren angefahren. Die Geschichte, wie es dazu kam, wurde uns während des Ausflugs von unserem Guide so erzählt:

    Weil ein Cunardschiff einem Hurrikan ausweichen musste, hat es Schutz in der Bay of Fundy gesucht und dann dort angelegt. Dann wurde die dort ansässige Agentur gefragt, ob sie für die Passagiere Ausflüge anbieten könne, vor allem natürlich in die Bay ofFundy. Das muss wohl erfolgreich verlaufen sein ;) , denn danach kamen immer öfter Kreuzfahrtschiffe in den Hafen. Die meisten übrigens im September und Oktober, die Saison geht von April/ Mai bis in den November rein.

    Da wir erst vormittags um 11h anlegen sollten, gönnten wir uns das erste (und einzige) Mal das Bedienfrühstück im Atlantik Mediterran. Gut fanden wir, dass man nicht mehr so viel Aufschnitt und Käse bekam wie früher, aber es dauerte uns einfach zu lange und die Auswahl im Buffet Atlantik ist dann doch eher nach unserem Geschmack.

    Es war ein wunderschöner Vormittag

    Unser gebuchter Ausflug hieß

    CASJB009G "Naturschauspiel der Bay of Fundy: die Hopewell Rocks", Dauer ca. 7,5 Stunden, kostete erinnerlich um die 85 Euro (im pro Tarif).

    Es gab 2 Busse und wir warteten, bis der erste voll war, um dann ganz vorne rechts im zweiten einen Platz einnehmen zu können. Vielleicht erinnert ihr euch noch: Mir wird ganz schnell schlecht beim Gefahrenwerden,

    vor allem, wenn ich geradeaus nichts wirklich sehen kann und die Landschaft an der Seite an mir vorbei rauscht (deshalb muss ich auch im Auto immer vorne sitzen, ansonsten gibt es ein Unglück...).


    Begleitet worden wie am diesem Tag von Vanessa aus der Ausflugsabteilung, Jamie von Aquila Tours Inc. und Terry, dem Busfahrer.

    Bei den Ausflügen in den USA, die meist auf Englisch stattfinden, darf Niemand von Mein Schiff die Ausführungen der Guides übersetzen. Dies würde nämlich bedeuten, dass sie arbeiten und dies ist nicht erlaubt.

    In Kanada dagegen dürfen die Mitarbeiter von Mein Schiff auch wieder übersetzen und Vanessa machte das spektakulär gut. Sie ging sehr schnell von fast simultaner Übersetzung dazu über, sich, ohne Mikro, von Jamie etwas erklären zu lassen, stellte Verständnisfragen oder hakte nach, mache sich kurze Notizen und gab dann, frei und in ihrer persönlichen Art, die Informationen an uns per Mikro weiter. Das hat sie grandios gemacht :love:

    Im unteren Bild sieht man ein wenig die Verwüstung des letzten Hurrikans

    Zum Schluss wurde es dann zeitmäßig doch noch ein wenig eng, aber 15 Minuten vor "alle Mann an Bord" waren wir zurück, nach ca. 230 km und wunderbaren Eindrücken im Gepäck.

    Vor dem Cruiseterminal sah man noch ein paar Reste des Hagels, der uns auf der Fahrt überraschte

    Das Auslaufen haben wir dann wieder vom Balkon aus erlebt... ich war doch ziemlich geschafft und froh, wieder auf der Kabine zu sein