06.05.22
Belfast, Nordirland
6.30h - 17.30h
Maximaltemperatur 16 Grad, gemischtes Wetter
Heute gab es wieder ein schnelles Frühstück im Anckelmanns (so ein Stress im Urlaub), danach bin ich raus zum Taxistand und für 15 Pfund zum innerstädtischen Flughafen (auch hier konnte ich problemlos mit der Kreditkarte zahlen). Der Taxifahrer war total nett und mindestens genauso unverständlich... 
Bei Sixt im Flughafen kamen nach ca. 10 Minuten 2 junge Männer, die ihre Verspätung damit entschuldigten, dass sie Autos zum cruise terminal gebracht hatten
. Es stellte sich heraus, dass ich das hätte angeben können, wenn ich über Sixt direkt gebucht hätte, ich aber war über Check 24 und einen Agenten, Aurum Cars, gegangen. War bei mir sicher preiswerter, wenn man aber das Taxi dazu rechnet... der eine nette junge Mann namens Chris gab mir die Telefonnummer vom Office, dort sollte ich 10 Minuten, bevor ich am Cruise Terminal ankäme, anrufen und er würde dann kommen und den Wagen in Empfang nehmen... cool, so hatte ich ein wenig mehr Zeit und sparte mir dazu das Taxi für den Rückweg vom Flughafen (der übrigens echt klein und übersichtlich ist und direkt an der Autobahn liegt).
Ich bekam diesmal einen Automatik, der bei der Buchung zumindest eigentlich wieder aufpreisig gewesen wäre, so dass ich gerne verzichtet hatte. Das hat die Sache aber tatsächlich später sehr vereinfacht, wenn ich an der Küstenstraße mangels Haltemöglichkeiten im Vorbeifahren aus dem Fenster heraus fotografierte und wieder schnell losfahren sollte, weil hinter mir ein Auto kam
.
Der Verkehr in Belfast war natürlich ganz anders als auf den Orkney-Inseln, aber ich hatte ja bereits einen Tag Erfahrung im Linksverkehr und außerdem bin ich ein Großstadtkind... bin in Berlin aufgewachsen und habe dort auch meinen Führerschein gemacht. Jetzt lebe ich auf dem Land, so dass ich überall bisher gut zurecht gekommen bin. Inzwischen machte mir der Linksverkehr auch richtig Spaß. Funfact am Rande: Nach der ersten Tour auf den Orkney Inseln erzählte ich Jemandem von meinen Erfahrungen und meinte, im Brustton der Überzeugung, dass ich es schon gefährlich fand, wie nah die LKWS durch den Linksverkehr an der Fahrerseite vorbei führen, das sei im Rechtsverkehr ja viel besser...hm, okay, da hatte ich wohl selektive Demenz... 
Der nette Mitarbeiter bei Sixt empfahl die Inlandroute hoch zum Giant's Causeway, das mein heutiges Ziel war. Zurück empfahl er dann, die Küstenstraße zu nehmen. Genau so wäre auch die Route beim regionalen Anbieter gewesen, der allerdings erst um 17h zurück und damit nach dem Auslaufen in Belfast gewesen wäre.
Da ich mich aber kenne und mir klar war, dass der Küstenweg der längere für mich würde, habe ich es andersherum gemacht (ich halte alle naselang bei schönen Ausblicken an und Meer übt nun mal eine extreme Faszination auf mich aus). Ich hatte einfach Angst, dass ich hinten raus mit der Zeit Probleme bekäme und dann die Küstenstraße im Eiltempo abfahren müsste, ohne es genießen zu können...
Die Entscheidung war für mich goldrichtig, denn ich habe bis zum Ziel im Norden gute 4 Stunden gebraucht :-)) es gab einfach soooo viel zu sehen, und dass, obwohl es die ersten 3 Stunden durchgeregnet hat.
Die Landschaft hat mich genauso gepackt wie die in Schottland. Auch hier blühte überall der Ginster in leuchtendem Gelb, dazu das satte Grün der Wiesen, die weißen Punkte durch die zahlreichen Schafe mit ihren zuckersüßen Lämmern und dann das blaue Meer... kaum zu beschreiben, wie selig ich war, ich habe jede Sekunde aus vollem Herzen genossen und hätte am liebsten 1.000 Fotos gemacht, um diese Ansichten festzuhalten für die Ewigkeit
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Mein erster Halt war am Blackhead Path, das war die erste Gelegenheit, dem Meer nahe zu sein... Dank meiner extra für diesen Urlaub erworbenen Regenjacke hat mich der blöde Regen nicht allzu sehr gestört. Naja, gut, ein wenig schon... spätestens, nachdem ich kurz mit meiner Tochter und Enkelin videoanrief, die zeitgleich in Spanien am Meer waren, war ich ein gaaanz klein wenig gefrustet, ich gebe es zu... 