Inzwischen war es schon ganz schön spät (14.15h), alle Mann an Bord sollte um 17h sein und ich hatte noch einen ordentlichen Weg vor mir. Der Rückweg wurde dann auch etwas länger als geplant, weil ich wieder nur nach Schildern mit groben Anhaltspunkten gefahren bin und ich dementsprechend nicht unbedingt den direkten (Inlands-)weg genommen habe.
Auch hier war es landschaftlich voll schön und genau wie in Schottland waren die Schafherden voll von süßen kleinen Lämmern und zwischendurch waren auch immer Kühe sowie Langhaarinder zu sehen. Hier in Nordirland gab es übrigens auffällig viele Hecken, um die eigenen Ländereien abzustecken .. das habe ich in Schottland so nicht (bewusst) wahrgenommen.
Belfast
Zurück in Belfast nahm dann das Schicksal seinen Lauf: Ich kam gegen 16.05h in Belfast an. Aus welchen Gründen auch immer wollte ich erstmal den Weg zum Schiff finden (die Notwendigkeit zu tanken, nach 155 gefahrenen Meilen, hatte ich verdrängt), was mir selbst später mit Google maps erst nach langer Zeit gelang, irgendwie landete ich immer auf einen falschen Zubringer
. Dann hatte ich endlich den Weg zum Schiff gefunden, aber noch nicht getankt... es war 16.33h. Also bin ich wieder zurück, um schnell zu tanken... habe aber keine Tankstelle gefunden... Wo sind die nur, wenn man sie braucht?
Jetzt war es inzwischen 16.40h und ich war so wütend auf mich, weil ich nicht vorher getankt hatte, als ich an so vielen Tankstellen vorbei gefahren war (die ich nun aber im Leben nicht wiedergefunden hätte) und auch leicht verzweifelt wegen des Zeitdrucks, dass mir die Tränen kamen... so etwas Blödes, denn das hat die Situation nicht einfacher gemacht... 
Letztendlich rief ich dann bei Sixt an, wo der sehr freundliche Herr mich beruhigte und mir sagte, ich solle jetzt direkt zum Schiff fahren, Chris sei da und das mit dem Tanken würde geregelt, Hauptsache, ich käme rechtzeitig an Bord.
Gesagt getan, am Hafen kam Chris schon angerannt, weil ihn das Büro schon vorgewarnt hat (wahrscheinlich so: " du, da kommt eine aufgelöste Verrückte, sei mal lieb zu ihr, die kann nichts dafür" 
Ich hab jetzt eine gute (berechtigt gute) Kritik bei Google geschrieben, dafür wird Chris mir die Gas Charge Gebühr erlassen...sein Vorschlag. Mal schauen, mit wieviel das Benzin an sich zu Buche schlägt (wenn ich getankt hätte, wären es ungefähr 35 Pfund gewesen), bisher ist die Monatsrechnung der Kreditkarte nicht da. Aber es ist letztendlich egal, denn ich war nur froh, wieder auf den Schiff zu sein, bevor es Belfast verließ.
Nochmal mein Fazit zum Linksverkehr: Das Autofahren hat von Anfang an besser funktioniert als gedacht, auch wenn es bei mir einige Aussetzer gab:
Nicht nur 1x öffnete ich zielstrebig die Beifahrertür um einzusteigen; mein linker Arm schmerzte nach dem Tag auf den Orkney-Inseln wegen der ungewohnten Bewegung beim Schalten; den Abstand links abzuschätzen war schwieriger als erwartet, so dass ich durchaus mal zu weit links im Schotter fuhr und einmal sogar den Bürgersteig mitnahm... also Alles nicht dramatisch und kein Grund, deshalb das Abenteuer nicht zu wagen.
Etwas gefährlicher war da schon die Situation, als ich nach einem Stopp auf der rechten Seite weiter nach rechts fahren wollte und nicht gleich auf die linke Straßenseite lenkte, aber hier wurde ich dann (un-) freundlich angehupt wegen meiner Dummheit. Ansonsten waren die Autofahrer, so empfand ich es, sehr freundlich und rücksichtsvoll.