Beiträge von Dagl67


    um 1.30h war unser Bus am Hafen. Bis wir dann auf dem Schiff waren, in die Kabine gegangen und unsere Erlebnisse besprochen haben, war es 3.00h. Mein Mann schnarchte dann schon friedlich neben mir, als ich um 3.30h, alleine auf der ganzen Steuerbordseite, das Auslaufen beobachtete.

    Es war einfach ein magischer Tag.

    Und hier noch, weil ich noch Platz für 2 Fotos habe ;), Kunst vom Schiff

    Jetzt geht ich zur Massage, bis dann, vielleicht schaffe ich heute ja noch weiter zu berichten

    Zum Schluss ging es in das Fischerdorf, in den Sebastian und seine Familie leben. Das war ein wunderschöner schnuckeliger Ort mit hübschen, sich im Wasser spiegelnden farbenfrohen Häusern, einfach schön anzusehen. Und dazu den ganzen Abend dieses besondere magische Licht... es war einfach wundervoll.

    Sebastian hat auch so viele Informationen geliefert und den ganzen Ausflug so toll begleitet.

    Der berühmte Stockfisch

    Wir hatten hier 25 Minuten Aufenthalt. Während die Gruppe, einschließlich meines Mannes, am Hafen den Ausführungen lauschte, bin ich ein paar Schritte weiter gegangen und habe diesen kleinen Leuchtturm entdeckt. Naja, wo der ist, kann ja das Meer auf der anderen Seite nicht weit sein, dachte ich, also bin ich noch ein wenig weiter

    Danach ging es in ein kleines Fischerdorf, wo wir uns die Königskrabben näher ansehen durften. Diese sehr gewinnbringenden Krustentiere, die aus Murmansk kamen, dürfen erst aus dem Meer geholt werden, wenn die Dorsch-(so heißt der Fisch in der Ostsee) bw. Kabeljau-(so heißt er anderswo) fangquoten erfüllt wurden (so gilt es jedenfalls für Berufsfischer).

    Der Preis fürs Kilo hat sich in den letzten 2 Jahren von 20 Euro pro Kilo inzwischen verdreifacht.

    Wahnsinn, nachdem ich so viele Berichte und Fotos gelesen und gesehen habe, durfte ich nun wirklich und wahrhaftig so weit um Norden an der weltberühmten Klippe stehen. Natürlich gibt es auch Erinnerungsfotos davon für unser Album. Hier aber nun n die forumskonformen Bilder:

    Vor der Kugel war es zu wuselig, deshalb nur das eine Foto hier von Nahem

    Das Denkmal Kinder der Welt

    Eingang zur Nordkapp Halle

    Hier waren (leider die einzigen) Rentiere zu erahnen. Gerade sind kaum welche unterwegs, da die 5 samischen Großfamilien zur Zeit ihre Tiere zusammengeholt haben, um sie markieren.

    Noch waren wir ziemlich ängstlich wegen des Nebels...Aber siehe da, als wir oben waren, sahen wir, dass die dichten Wolken unterhalb des Klippenplateaus waren und so konnten wir herrliche 1,5 Stunden dort verbringen.


    Es gibt ja hier einen Thread, in dem gefragt wird, ob sich ein Ausflug als Nordkap denn lohne und die Antworten waren sehr vielfältig. Mein Mann und ich haben nach dem Abend eine ganz klare Meinung: JA, es lohnt sich, das hat es zumindest für uns. Wir waren auf viele Menschen eingestellt und so hat es uns auch nicht gestört, dass wir diesen besonderen Platz mit anderen teilen mussten. Man konnte dort, sobald man sich abseits der Kugel bewegte, auch mit genug Freiraum bewegen und ein wenig laufen.


    Das Denkmal stand schon lange vor der Kugel

    Mir gefällt sehr an den Orten in Norwegen, die wir nun sehen durften, das Farbenfrohe

    Kunst aus Müll

    Ein großer Weihnachtsladen in der Nähe des Hafens

    Die Wege sind kurz, deshalb waren wir schnell wieder vor der Touristeninfo, wo Sebastian bereits mit unserem Bus stand.

    Da alle gebuchten Ausflügler schnell vollständig im Bus saßen, fuhren wir bereits um 21.20h los. Es ging direkt zum Nordkapp, da es laut Wetterbericht dort oben Nebel geben sollte. Sebastian Bauchgefühl riet ihm, mit uns gleich zu Anfang hinzufahren, denn noch sollte dort die Sonne scheinen.

    Auf der Fahrt konnten wir uns schon nicht satt sehen und der Fotoapparat bzw. im unserem Fall die Handys glühen.

    Der nördlichste Strand, bei den Einheimischen liebevoll Copa Cabana genannt. Im Sommer ist die Wassertemperatur zum Baden 6 Grad warm, im Winter 4 Grad kalt :D

    Draußen regnet es und ich sitze hier nach ein paar wundervollen Stunden in Longyearbyen am Fenster in der Tuibar und werde versuchen, meinen Bericht wieder halbwegs live zu bekommen ;)

    Also drehe ich die Zeit mal 1,5 Tage zurück, wir sind gerade in Honningsvag angekommen, pünktlich um 18h.

    Für den Abend hatten wir über Blu Puffin "Northcape Sightseeing" gebucht. Dieser Ausflug war ähnlich teuer wie der von Tui, nur das er eine Stunde länger ging und nicht nur das Nordkap beinhaltete, sondern auch einen Besuch bei den Königskrabben und einem hübschen, wenn nicht dem schönsten (laut Sebastian, dem Inhaber und unser Guide für den Abend) Fischerdorf auf der Insel.

    Er sollte erst um 21.30h starten, so dass wir um 18h ganz gemütlich und fast alleine im Mediterran zu Abend gegessen haben.

    Danach machten wir uns fertig und gingen den kurzen Weg vom Schiff in die Stadt, um uns dort ein wenig umzusehen. Das ist etwas, das recht schnell erledigt ist, aber ich fand die ein oder andere Ecke durchaus interessant und bin froh, dass wir das gemacht haben.

    Es war ein unwahrscheinlich schönes Gefühl, den Nordkap nun so nahe zu sein :love: Ein lang gehegter Wunsch sollte heute in Erfüllung gehen. Vorher aber stand das Einlaufen an, was ebenfalls wunderschön abzusehen war. Es standen auch zahlreiche Leute auf ihren Balkonen, oft mit Ferngläsern, wie auch wir eine dabei hatten.

    Diese bunten Häuser sind einfach zum verlieben

    Ein Blick zurück, der Kapitän dreht das Schiff zum anlegen...

    ...so dass wir nun auf die andere Seite schauen

    Der heutige Tag begann recht spät, denn ich habe erstaunlicherweise bis 9h geschlafen. Ich vermute, es lag an der Schlafbrille :love:

    Die Sonne war uns von Beginn an hold, so dass wir draußen frühstücken konnten... was ist das Leben schön <3.

    Kurz vor Mittag bin ich, alleine, ins Klanghaus zu einem Konzert, eine Sängerin gab Opernarien zum Besten, begleitet am Piano. Ehrlicherweise nicht ganz so meine Musik, aber live erlebe ich das immer anders. Zur Feier des sonnigen Tages wurden die Wände zum Konferenzraum geöffnet, so dass man eine große Fensterfront mit Blick nach draußen hatte, so wie auf der 5 und 6 im Studio. Da war das Konzert gleich noch schöner.

    Außerdem war heute der 3. Vortrag unseres Polarforscherehepaares Pflicht, dem ich wieder auf der Kabine statt im Theater gefolgt bin. Tja, und zwischendurch lesen, essen, trinken... so ein 3/4 Seetag kann schon ganz schön anstrengend sein ;).

    Um 14.30h war es dann endlich soweit: die Klippe des Nordkaps kam in Sichtweite, was haben wir diesen Moment entgegen gefiebert... und dann bei diesem Traumwetter (gut, es waren nur 12 Grad und wieder kalter Wind, aber es schien die SONNE, damit hatten wir never ever gerechnet und umso dankbarer waren wir.

    Hier ist das Nordkap eindeutig zu identifizieren

    Gestern war übrigens die AAB bis nachmittags geschlossen. An der Rezeption hat sich deswegen ein Gast beschwert, der neben mir stand. Darauf kam als Antwort, der Barmanager und der Kapitän entschieden so etwas, das sei wegen des schlechten Wetters...??? In der Durchsage heute morgen vom Kapitän war von 12 Grad und Wolken und Sonne die Rede. Und tatsächlich war es ja sogar noch besser... wir müssen, was ich total richtig finde, wegen des Wetters, der langen Dauer der Reise und der vielen Seetage ja seit gestern Maske tragen, aber wenn man draußen sitzen könnte, weil die Sonne scheint, die AAB geschlossen zu lassen... muss man nicht verstehen.

    Wir haben dennoch viel draußen gesessen und sind dann um 18h ins Mediterran. Heute wollten wir eigentlich das erste Mal ins Klassik, aber da stand gefühlt das halbe Schiff am Eingang. Als wir uns gegen 20h, nach unserem Abendessen, in die Schaubar setzten, saßen dort Leute mit Zetteln vom Atlantik und einer Nummer. Sie wurden dann später von einem Kellner abgeholt, weil ein Tisch frei geworden war... hatte ich bisher nur von gelesen, aber noch nie selber gesehen.


    In der Schaubar spielten André & Mitchy mit einem Jukeboxabend auf: Es gab ein Heft mit Liedern, die sie spielen können und man durfte sich daraus ein Lied wünschen. Genial, hatten wir schon auf der 1 in der Ebbe und Flut Bar und das war damals schon so gelungen. Seitdem sind wir Fans der beiden Brüder, die können singen, spielen ihre Instrumente und machen Stimmung.


    Eine Stunde sollte das Programm gehen, aber sie haben dann letztendlich 100 Minuten gespielt. Die Bar war mehr als voll, viele Leute standen sogar, weil alle Plätze besetzt waren, es war also ordentlich eng. Als dann alle Gäste begannen lautstark mitzusingen, haben wir uns dann doch lieber schnell unsere Masken aufgesetzt, übrigens als Einzige.

    Danach sind wir spontan noch auf Deck 5 spazieren gegangen... schon witzig, wenn um 23h die Sonne scheint.

    Natürlich haben wir auch das obligatorische Foto von vorne mit der Front des Schiffes gemacht... aber nur mit uns davor ;)

    Aus meinen gestrigen Aufzeichnungen, am frühen Nachmittag geschrieben:

    "Was für ein genialer Seetag... tolles Konzert (das Streichquartett gab im Klanghaus Filmmusik zum Besten), gutes Essen, Sonne, in gut 1 Stunde ein neuer Vortrag der beiden Polarforscher.. Herz, es willst du mehr?"

    Der gestrige Seetag war in der Tat herrlich

    Heute mal eine Schlange

    Mein Mann hatte auf seinem Ausflug die Info erhalten, dass Reedereien, die im Polarmeer unterwegs seien, für den Notfall warme (Polar-) Kleidung für die Passagiere im Notfall bereitstellen müsse... ob die dort drin liegen?

    Ich poste zu viel Bilder mit Alkohol ;) Aber die Farben sind so genial :D

    So, weiter geht's mit unserem Abend am 08.07. in Geiranger, der Rest des Abends ist kurz erzählt:

    Ausklingen des Abends in der Waterkantbar mit Christiaan, der eine sehr besondere Stimme hat und eher ruhig unterwegs ist, hat uns sehr gut gefallen. Dabei habe ich meinen Mann wieder im Backgammon geschlagen ;)

    Dann sind wir doch nochmal raus, es regnete zwar weiterhin, aber es gab dennoch schöne Ausblicke

    Und zum Abschluss eines wundervollen Tages dann das noch: