11.07. ein weiterer Seetag steht an, auf dem Weg vom Nordkapp nach Spitzbergen. Diesmal habe ich sogar bis 9h30 geschlafen (naja, war ja auch erst um 4.30h im Bett
), mal ganz in Ruhe geduscht, Fotos geschaut, meinen Mann geweckt, um 11 30h den Vortrag der Lektorin zu Spitzbergen im Theaterkanal im TV geschaut und beschlossen, das Frühstück ausfallen zu lassen und stattdessen gleich ins Mediterran zum Mittagessen zu gehen.
Vom Vortrag habe ich mir unter anderem gemerkt, dass man in Spitzbergen seine Autos nicht abschließt, damit Menschen im
Falle eines Auftauchens eines Eisbären darin Zuflucht finden können. Dies hat uns Christian, unser Guide heute in Spitzbergen, auch bestätigt.
Zum Schluss des interessanten Vortrags gab es Musik: 2016 hat Ludovici, ein Komponist und Pianist, in Zusammenarbeit mit Greenpeace auf einer künstlichen Eisscholle auf einem Piano gespielt. Damit sollte auf die Klimakrise und deren Auswirkungen auf die Arktis aufmerksam gemacht werden. Das Video davon (also zumindest einem Stück, Vorprogramm hat er ja tatsächlich viel länger gespielt...) war sehr eindrucksvoll.
Auf dem Weg zum Mittagessen habe ich wieder ein paar Bilder eingefangen:
In der Schaubar haben wir dann gespielt, immer mal unterbrochen von Durchsagen des Kapitäns und Wiebke, mit allerlei Informationen zu Spitzbergen und der bevorstehenden Polartaufe (den Polarkreis haben wir übrigens gestern schon überquert).
So eng stehen übrigens die Tische und Stühle inzwischen wieder:
Vom Kapitän kam unter anderem die Info, dass die MS4 morgen 41 von durch den SAS Streik auf Spitzbergen gestrandeten Passagieren mitnimmt, die sonst nicht von der Insel runter kämen. Die MS3 hat bereits 160 Menschen aufgenommen und bringt sie gerade nach Honningsvag. Gegen 16.15h gab es übrigens ein Schwesterntreffen der 3 und der 4, begleitet von lauten und langen Typhons.
Das Mittagessen im Mediterran war wieder gewohnt gut, ich hatte das regionale Angebot "norwegische Lachspfanne mit Reis" genommen. Was erwartet ihr da so?...Gekommen ist ein Lachsfilet mit Brokkoli, Paprika und Reis, nicht ganz meinen Erwartungen entsprechend, aber es war sehr lecker.
Das Abendessen dagegen war erstmalig nicht gut: Die Steinpilzsuppe hat die Pilze nicht mal von weitem gesehen, das Pesto vom Fisch war versalzen und der Fisch selber, naja. Aber gut, Ausfälle sind normal, ich hoffe, es wird wieder besser.
Ja, und dann ging es endlich los, dass Spektakel: Ab 16.30h gab es die Polartaufe mit Glühwein auf dem Pooldeck... es waren allerdings unglaublich viele Menschen dort, ich bin solche Massenansammlungen nicht mehr gewohnt und deshalb schnell wieder geflohen
.
Um 18h war immer noch eine Schlange von bestimmt 50 Menschen, so dass ich mich gedanklich schon von einem Bild mit Neptun und dem Taufzertifikat verabschiedet hatte.
Da das Abendessen im Mediterran zwar nicht gut aber wenigstens wieder schnell war, bin ich dann um 19h nochmal hoch und siehe da, ich bekam noch Zertifikate für uns Beide und konnte Neptun noch ein gemeinsames Bild abringen... mission completed, perfekt.
Den Abend haben wir ganz gemütlich auf der Kabine ausklingen lassen, bei einem Cocktail und einen Buch.